Die Goldmakrele (Coryphaena hippurus), in den USA Dolphin und im Handel nach ihrem pazifischen Namen Mahi-Mahi genannt, ist ein farbenprächtiger Hochseefisch der warmen Meere. Sie wächst sehr schnell, lebt nur wenige Jahre und hält sich gern unter Treibgut und Sargassum-Feldern auf. Mit dem Delfin, dem Meeressäuger, ist sie nicht verwandt.
- Steile, fast senkrechte Stirn mit Knochenhöcker bei erwachsenen Männchen
- Eine einzige lange, dunkle Rückenflosse vom Kopf bis kurz vor die Schwanzflosse
- Blaugrüner Rücken, goldene Flanken mit unregelmäßigen dunklen oder goldenen Flecken
Fangchancen im Jahresverlauf
- Kaum Chancen
- Möglich
- Gut
- Hauptsaison
- Laichzeit (Schonzeit beachten)
Redaktionelle Einschätzung für das Heimatrevier (North Carolina (Golfstrom)), kein Messwert und keine Garantie. Verbindlich sind die Regeln des Reiselandes.
Woran du sie erkennst
Die Goldmakrele hat einen langgestreckten, seitlich abgeflachten Körper, der sich vom Kopf zum Schwanz stark verjüngt. Eine einzige Rückenflosse reicht von knapp hinter dem Kopf bis fast zur stark gegabelten Schwanzflosse. Die Afterflosse beginnt etwa in der Körpermitte und ist am Rand nach innen gewölbt.
Erwachsene Männchen tragen vorn am Kopf einen kräftigen Knochenhöcker, ihre Stirn fällt fast senkrecht ab. Bei Weibchen ist der Kopf flacher geneigt. Lebend ist der Rücken leuchtend blaugrün, die Flanken silbern mit goldenem Schimmer und unregelmäßigen dunklen oder goldenen Flecken. Diese Farben verblassen kurz nach dem Fang fast sofort.
Laut FishBase erreicht die Goldmakrele bis 210 Zentimeter und 40 Kilogramm, üblich sind um 100 Zentimeter. Sie wächst sehr schnell, wird schon mit vier bis fünf Monaten geschlechtsreif und laut FishBase höchstens vier Jahre alt.
Verwechselt wird sie vor allem mit der kleineren Pompano-Goldmakrele (Coryphaena equiselis). Laut FishBase und Florida Museum ist die Gemeine Goldmakrele schlanker: Ihre Körperhöhe liegt unter einem Viertel der Standardlänge, bei der Pompano-Goldmakrele darüber. Die Brustflossen sind länger als der halbe Kopf. Mit dem Delfin hat der englische Name Dolphin nur den Klang gemein.
Wo sie steht
Die Goldmakrele lebt weltweit in tropischen und subtropischen Meeren, auch im Mittelmeer. Häufig ist sie laut Florida Museum im Golf von Mexiko, im Floridastrom und in der Karibik. Meist steht sie in der Hochsee, gelegentlich aber auch nahe der Küste, in 0 bis 85 Metern Tiefe.
Treibende Gegenstände ziehen sie an, vor allem Felder der Braunalge Sargassum, die Versteck und Nahrung bieten. Vor North Carolina zieht sie laut Fischereibehörde im Sommer, wenn sich das Wasser über dem Schelf erwärmt, näher an die Küste und ist dann gelegentlich schon zehn Meilen vor dem Strand anzutreffen.
Wie sie jagt und laicht
Junge Goldmakrelen ziehen in Schwärmen von wenigen bis über 50 Fischen, große Tiere leben allein oder paarweise. Sie jagen vor allem tagsüber und mit den Augen, nach Angaben des Florida Museum oft zu zweit oder in kleinen Trupps. Auf dem Speiseplan stehen fliegende Fische, junge Thune, Makrelen und Stachelmakrelen, kleine Fische aus dem Sargassum, Krebse und Kalmare. Laut Fischereibehörde von North Carolina wurden in Mägen auch Plastikfolie, kleine Glühbirnen und Schnurreste gefunden, die sich im Sargassum verfangen hatten.
Die Laichzeit hängt von der Breite ab. In den Tropen laicht die Goldmakrele das ganze Jahr. Fische aus dem Floridastrom laichten laut South Atlantic Fishery Management Council von November bis Juli, im Golfstrom vor North Carolina im Juni und Juli. Die Eier treiben frei im Wasser.
Wann und wo die Saison ist
Die Saisonangaben gelten für den Golfstrom vor North Carolina. Im Sommer erwärmt sich das Schelfwasser, die Fische kommen näher an die Küste und laichen im Juni und Juli. Der Kalender stuft deshalb Mai bis Oktober als gut ein und den August, nach der Laichzeit, als Hauptsaison.
Weiter südlich im Floridastrom kommen junge Goldmakrelen laut Florida Museum das ganze Jahr vor, am häufigsten im Sommer. Im Winter stuft der Kalender die Chancen vor North Carolina nur als möglich ein.
Womit du sie fängst
Gefangen wird die Goldmakrele laut Fischereibehörde von North Carolina vor allem beim Schleppangeln mit Kunstködern und natürlichen Ködern. Gute Stellen sind treibende Sargassum-Felder, Treibholz und andere schwimmende Gegenstände.
Beliebt ist außerdem das sogenannte Bailing: Ein gehakter Fisch bleibt im Wasser, lockt die übrigen Fische des Trupps ans Boot und versetzt sie in Fressrausch. So lassen sich am Boot weitere Fische des Trupps fangen.
Sargassum absuchen: Treibende Algenteppiche und andere schwimmende Gegenstände sind der wichtigste Anhaltspunkt. Schleppe an ihren Rändern entlang.
Ersten Fisch im Wasser lassen: Beim Bailing bleibt der erste gehakte Fisch im Wasser, bis die übrigen am Boot stehen. So lässt sich oft ein ganzer Trupp befischen.
Passende Köder
Geschleppte Kunstköder und natürliche Köder.
Mehr dazu: Hardbaits: Wobbler & Oberflächenköder, Tierische Naturköder.
An Sargassum und Treibgut suchen; gehakten Fisch im Wasser lassen, um den Trupp zu halten
Regeln und Lizenzen
Verbindlich sind die Regeln des Landes, in dessen Gewässern du fischst, und die dortige Behörde. In den Bundesgewässern vor der US-Südostküste regelt der South Atlantic Fishery Management Council den Fang. Dort gelten eine Tagesbegrenzung je Person und eine Obergrenze je Boot. Ein Mindestmaß gilt nur vor Florida, Georgia und South Carolina. Der Fisch muss mit Kopf und Flossen angelandet werden.
In den Küstengewässern von North Carolina brauchst du zusätzlich die Coastal Recreational Fishing License. Für Fisch, der auf dem Seeweg von den Bahamas in die USA gebracht wird, gelten eigene Regeln. Die IUCN führt die Goldmakrele als nicht gefährdet.
Häufige Fragen (FAQ)
Ist Mahi-Mahi ein Delfin?
Nein. Die Goldmakrele ist ein Fisch. Der englische Name Dolphin hat mit dem Meeressäuger nichts zu tun.
Wann ist die beste Zeit vor North Carolina?
Im Sommer, wenn sich das Schelfwasser erwärmt und die Fische näher an die Küste kommen. Am besten stehen die Chancen im August nach der Laichzeit.
Warum verliert der Fisch seine Farbe?
Die leuchtenden Blau-, Grün- und Goldtöne verblassen kurz nach dem Tod fast sofort. Tote Fische wirken grau mit grünem Schimmer.
Quellen
Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).
- FishBase: Coryphaena hippurus, Common dolphinfish
- North Carolina Division of Marine Fisheries: Dolphinfish
- Florida Museum of Natural History: Dolphinfish
- South Atlantic Fishery Management Council: Dolphin
- NOAA Fisheries: Pacific Mahimahi
KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.
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