Fangkalender

Fangchancen, Laichzeiten und Wassertemperatur für 92 beliebte Fischarten in Süß- und Salzwasser – Monat für Monat, mit Quellen.

  • Kaum Chancen
  • Möglich
  • Gut
  • Hauptsaison
  • Laichzeit – oft Schonzeit, Landesregeln prüfen

Die Einstufung ist eine redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert. Sie hängt von Region, Gewässer, Wetter und Wassertemperatur ab. Tippe auf einen Fischnamen für den Steckbrief.

Alle Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr. Vor dem Angeln gelten Fischereischein, Erlaubnisschein und die Regeln für Schonzeit, Mindestmaß und Gewässer.

Beißzeiten & Mondphase

Sonne und Mond für deinen Angelort. Solunar-Zeitfenster zur Orientierung.

Für die Orts- und Datumsberechnung bitte JavaScript aktivieren. Der Fangkalender bleibt auch ohne diese Tagesanzeige lesbar.

Wie werden die Zeiten berechnet?

Sonnen- und Mondzeiten sowie die Mondbeleuchtung werden für den gewählten Ort und Tag astronomisch berechnet. Die Beleuchtung gilt für 12 Uhr deutscher Ortszeit; die Grafik ist schematisch. Als Referenzort ist zunächst die Mitte Deutschlands eingestellt. Beim Standortknopf fragt dein Browser um Erlaubnis. Wir speichern oder übermitteln die Koordinaten nicht.

Unsere Solunar-Hauptfenster reichen jeweils eine Stunde vor bis eine Stunde nach dem oberen oder unteren Mond-Meridiandurchgang. Nebenfenster liegen jeweils eine halbe Stunde vor und nach Mondauf- oder -untergang. Diese Breiten sind die Konvention unserer Anzeige, keine wissenschaftlich bestimmte Fangzeit. Überlappende Fenster werden zusammengefasst, an Tagesgrenzen abgeschnitten. Fehlende Auf- oder Untergänge bleiben als solche gekennzeichnet.

Berechnung mit SunCalc 2.0.2 (BSD-2-Clause), lokal eingebunden. Astronomische Referenzwerte: U.S. Naval Observatory. Diese Quellen belegen astronomische Zeiten, keine Fangprognose. Berechnete Richtwerte: Horizont, Gelände und Wetter können sichtbare Auf- und Untergänge verschieben.

So liest du den Kalender

  • Jahresübersicht: Jede Zeile ist eine Fischart, jede Spalte ein Monat. Vier Stufen zeigen die Fangchancen von „Kaum Chancen“ bis „Hauptsaison“. Der aktuelle Monat ist hervorgehoben.
  • Gestreifte Felder markieren die biologische Laichzeit. In dieser Zeit sind Fische besonders empfindlich, und oft gilt eine Schonzeit.
  • Monat: Zeigt, welche Arten im gewählten Monat die besten Chancen haben, mit Tageszeit und natürlicher Nahrung.
  • Wassertemperatur: Du gibst die Temperatur ein und siehst, für welche Arten es belastbare Aussagen gibt.
  • Steckbrief: Laichzeit, Lebensraum, Nahrung und Quellen pro Art.

Wie der Kalender entsteht

Die Stufen sind eine redaktionelle Einschätzung, kein Messwert. Sie beruhen auf dem Verhalten der Art, ihrer Laichzeit und dem typischen Jahresgang der Wassertemperatur in Deutschland. Region, Gewässer und Wetter verschieben die Chancen, deshalb ist der Kalender eine Orientierung und keine Garantie. In der Laichzeit stufen wir Raubfische und Forellenartige höchstens mit „Möglich“ ein, Friedfische höchstens mit „Gut“, weil die Tiere dann besonders empfindlich sind und oft Schonzeiten gelten.

Laichzeiten, Lebensräume und Nahrung stammen aus dem Fischlexikon des Landesfischereiverbands Bayern, dem bundeseinheitlichen Fragenkatalog der Fischerprüfung und weiteren Fachseiten. Wo sich Quellen widersprechen, zeigt der Kalender die Spanne. So nennen etwa Quellen für die Äsche Laichzeiten ab Januar, andere erst ab März, und beim Rotauge schwanken die Angaben zwischen März und August. Was sich nicht belegen ließ, steht nicht im Kalender: Für Arten ohne belastbare Temperaturangaben zeigt der Wassertemperatur-Check bewusst „keine belastbare Angabe“.

Wassertemperatur und Tageszeit

Fische sind wechselwarm: Ihre Körpertemperatur folgt dem Wasser, und damit auch Stoffwechsel, Appetit und Aktivität. Der Landesanglerverband Brandenburg fasst dazu Ergebnisse der Angelfischereiforschung zusammen. Forellen sind demnach bei 12 bis 18 °C aktiv und hungrig, bei höheren Temperaturen gestresst und appetitarm. Beim Karpfen gelten Temperaturen über 20 °C als optimal. Für den Hecht wurde zwischen 14 und 24 °C eine Abnahme der Fangrate beschrieben, und die Quappe frisst im tiefsten Winter am meisten.

Beim Wels ist die Nahrungsaufnahme stark temperaturabhängig, unter etwa 4–7 °C stellt er sie ein. Bisse beim Karpfen werden ab etwa 8 °C beschrieben, die Schleie fühlt sich bei etwa 12–26 °C wohl. Bei der Tageszeit sehen die Autoren die höchste Aktivität der meisten Fische in der morgendlichen und abendlichen Dämmerung. Der Hecht ist dafür ein Beispiel, und das Zanderauge ist durch eine reflektierende Schicht gut an Dämmerung und Dunkelheit angepasst.

Die Hitze-Obergrenze im Steckbrief stammt aus dem LAWA-Bericht des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Sie nennt die obere Letaltemperatur erwachsener Tiere, zum Beispiel 26 °C für die Äsche, 27 °C für die Bachforelle, 34 °C für den Hecht und 41 °C für den Karpfen. Das ist die Grenze, bei der Tiere sterben. Stress und schlechte Fangchancen beginnen deutlich früher.

Mond, Luftdruck und Bisskalender

Bisskalender nach Mondphase haben eine lange Tradition, die Datenlage ist aber dünn. Für den Hecht wurde eine etwas höhere Fangrate bei Voll- und Neumond beobachtet. Die Effekte von Tageszeit, Angeldruck und Wassertemperatur waren jedoch deutlich stärker als die der Mondphase. Die Saisonwerte dieses Kalenders rechnen deshalb keine Mondphasen ein. Die ergänzende Anzeige „Beißzeiten & Mondphase“ zeigt astronomische Zeiten und theoretische Solunar-Fenster separat, ohne daraus eine Fanggarantie oder bessere Saisonbewertung abzuleiten.

Laichzeit ist nicht Schonzeit

Der Kalender zeigt biologische Laichzeiten. Die gesetzlichen Schonzeiten und Mindestmaße legen die Bundesländer fest, und sie unterscheiden sich, teils sogar von Gewässer zu Gewässer, weil die zuständigen Behörden Ausnahmen zulassen können. Deshalb nennt dieser Kalender bewusst keine verbindlichen Schonzeiten. Ein falscher Wert könnte dich in Schwierigkeiten bringen.

Verbindlich sind die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und die Bedingungen deines Erlaubnisscheins. Unter dem Kalender findest du eine Auswahl der Bundesländer mit Link zur amtlichen Quelle. Grundsätzlich brauchst du zum Angeln einen gültigen Fischereischein (in den meisten Bundesländern) und die Erlaubnis des Gewässerinhabers. Beim Aal kommen besondere Vorgaben hinzu: Der Europäische Aal ist stark gefährdet, sein Bestand wird durch die EU-Aalverordnung geschützt, und die Länder haben eigene Regeln erlassen.

Häufige Fragen zum Fangkalender (FAQ)

Was bedeuten die Stufen im Fangkalender?

Die Stufen reichen von „Kaum Chancen“ über „Möglich“ und „Gut“ bis „Hauptsaison“. Sie sind eine redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, abgeleitet aus dem Verhalten der Art, ihrer Laichzeit und dem typischen Jahresgang der Wassertemperatur. Es sind keine Messwerte und keine Garantie, denn Region, Gewässer und Wetter verändern die Chancen.

Ist die Laichzeit dasselbe wie die Schonzeit?

Nein. Die Laichzeit beschreibt, wann sich eine Art in der Natur fortpflanzt, und schwankt je nach Region und Wassertemperatur. Die Schonzeit ist eine rechtliche Vorgabe der Bundesländer und kann davon abweichen, auch von Gewässer zu Gewässer. Verbindlich sind die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und die Bedingungen deines Erlaubnisscheins.

Welche Fische beißen bei kaltem Wasser?

Das hängt von der Art ab. Der Wels stellt unter etwa 4–7 °C die Nahrungsaufnahme ein, und Bisse beim Karpfen werden erst ab etwa 8 °C beschrieben. Beim Hecht wurde ein Rückgang der Fangrate erst zwischen 14 und 24 °C beschrieben. Die Quappe hat laut Landesanglerverband Brandenburg im tiefsten Winter den größten Hunger. Der Wassertemperatur-Check stuft die Arten mit belastbaren Angaben ein.

Zu welcher Tageszeit beißen Fische am besten?

Nach Angaben des Landesanglerverbands Brandenburg liegen die Perioden höchster Aktivität bei den meisten Fischen in den morgendlichen und abendlichen Dämmerungsphasen. Beim Hecht ist die Fangwahrscheinlichkeit in der Dämmerung am höchsten. Wels, Aal und Schleie gelten als nacht- oder dämmerungsaktiv.

Hilft der Mond beim Angeln?

Die Datenlage ist dünn. Für den Hecht wurde in einer Auswertung eine etwas höhere Fangrate bei Voll- und Neumond beobachtet. Die Effekte von Tageszeit, Angeldruck und Wassertemperatur waren aber deutlich stärker als die der Mondphase. Einen sicheren Bisskalender gibt es nicht.

Woher stammen die Daten im Fangkalender?

Laichzeiten, Lebensräume und Nahrung stammen aus dem Fischlexikon des Landesfischereiverbands Bayern, dem bundeseinheitlichen Fragenkatalog der Fischerprüfung und weiteren Fachseiten. Temperaturangaben stammen unter anderem aus einer Auswertung des Landesanglerverbands Brandenburg, dem LAWA-Bericht des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei und Wikipedia. Alle Quellen stehen mit Link im Abschnitt „Quellen“. Wo Quellen sich widersprechen, zeigen wir die Spanne.

Quellen

Die Einstufungen im Kalender sind eigene Einschätzungen. Die Fakten dahinter stammen aus diesen Quellen (Stand der Recherche: 2026-10-02):

Amtliche Quellen der Bundesländer

Hier findest du die verbindlichen Regeln. Externe Seiten, Inhalte können sich ändern:

Weiterführende Werkzeuge & Ratgeber