Wetter am Wasser: Wie gut lässt sich heute angeln?

Wetter am Wasser zeigt für 22 Orte in Deutschland, wie gut sich heute draußen angeln lässt: eine Zahl von 0 bis 10 aus Wind, Regen und Temperatur. Über das Beißen sagt die Zahl nichts.

Was Wetter am Wasser sagt und was nicht

Die Zahl bewertet die Bedingungen für dich, nicht für den Fisch. Eine 10 heißt kaum Wind, trocken und 15 bis 25 °C. Bei einer 3 regnet es durch, oder der Wind drückt so in die Schnur, dass du die Rute kaum ruhig hältst.

Ob die Fische beißen, hängt vor allem von Art und Jahreszeit ab. Dafür gibt es den Fangkalender: Er zeigt für jede Art, in welchen Monaten die Chancen gut stehen und wann sie laicht.

So entsteht der Wert

Jeder Ort beginnt bei 10 Punkten. Gewertet wird die Zeit von 6 bis 21 Uhr, also die Stunden, in denen die meisten am Wasser stehen.

  • Wind im Mittel: 3 Bft kostet 1 Punkt, 4 Bft 2, 5 Bft 4, 6 Bft 6, ab 7 Bft 8.
  • Böen: ab 40 km/h 1 Punkt, ab 55 km/h 2, ab 70 km/h 3.
  • An der Küste gehört Wind dazu, deshalb zählt er eine Stufe später: 4 Bft kostet dort 1 Punkt, 5 Bft 2, 6 Bft 4, 7 Bft 6, ab 8 Bft 8. Böen zählen ab 50, 65 und 80 km/h. Als Küste zählen Kiel, Norddeich, Cuxhaven, Büsum, Fehmarn, Warnemünde und Sassnitz.
  • Regen in Summe: ab 0,2 mm 1 Punkt, ab 1 mm 2, ab 4 mm 3, ab 10 mm 5.
  • Höchsttemperatur: 15 bis 25 °C ohne Abzug, unter 15 °C oder ab 26 °C 1 Punkt, unter 10 °C oder ab 30 °C 2, unter 5 °C oder ab 34 °C 3, unter 0 °C 4.
  • Gewitter in der Vorhersage: höchstens 2 Punkte.

Ab 9 Punkten steht „angenehm“ dabei, ab 7 „gut machbar“, ab 4 „ungemütlich“, darunter „besser verschieben“. Die Abzüge sind unsere Einschätzung, keine Messung. Sonnenzeiten und Luftdruck stehen zur Information dabei und zählen nicht mit.

Die Seite öffnet mit dem besten Ort des Tages. Der Deutschland-Schnitt ist das Mittel der 22 Orte und steht daneben, damit du siehst, ob der beste Ort die Regel ist oder die Ausnahme.

Was die Forschung zum Wetter sagt

Für Deutschland kennen wir eine Untersuchung, die Wetter und Angelfang an einem Gewässer gegeneinander geprüft hat: Hechtangeln am Kleinen Döllnsee in Brandenburg, von Ende Mai bis Mitte September 2005. Mehr Hechte wurden dort in der Abenddämmerung, bei stärkerem Wind und bei kühlerem Wasser gefangen. Luftdruck, Windrichtung, Regen und Sonnenschein hatten keinen nachweisbaren Einfluss. Am stärksten wirkte, wie viel an den beiden Tagen davor geangelt worden war (Kuparinen, Klefoth und Arlinghaus 2010, Fisheries Research).

Das gilt für den Hecht in diesem einen See. Auf andere Arten und Gewässer lässt es sich nicht ohne Weiteres übertragen. Deshalb rechnen wir aus dem Wetter keine Fangchance aus.

Woher die Daten kommen

Die Vorhersagen stammen vom Deutschen Wetterdienst. Unser Server holt sie mehrmals am Tag und fasst die Stunden von 6 bis 21 Uhr zu Tageswerten zusammen. Dein Browser fragt beim Wetterdienst nichts ab, und die Seite fragt deinen Standort nicht.

Die 22 Orte sind die 16 Landeshauptstädte und sechs Orte an Nord- und Ostsee: Norddeich, Cuxhaven, Büsum, Fehmarn, Warnemünde und Sassnitz. Für Norddeich gilt die Station Norderney, für Fehmarn die Station Westermarkelsdorf.

Datenbasis: Deutscher Wetterdienst, eigene Elemente ergänzt. Die Daten stehen unter der Lizenz Creative Commons BY 4.0.

Bei Gewitter und Sturm

Eine Vorhersage ist keine Warnung. Amtliche Warnungen stehen beim Deutschen Wetterdienst. Was am Wasser bei Gewitter gilt, steht unter Gewitter und Wetter.

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