Nassfliege

Nassfliege mit Federflügel und rotem Körperband
KI-generierte Illustration
KI-generiert

Fliegen & Federn · Fliegenfischen

Die Nassfliege gilt als älteste Form der Kunstfliege. Sie saugt sich voll, sinkt knapp unter die Oberfläche und ahmt ertrunkene oder aufsteigende Insekten nach. Ihre weichen Fibern bewegen sich in der Strömung von allein.

Wassertiefe
Oberflächenfilm bis knapp darunter
Führung
Treibend oder leicht gezupft
Angelart
Fliegenfischen
Kategorie
Fliegen & Federn

BachforelleÄscheRegenbogenforelleBachsaibling

So funktioniert es

Nassfliegen sind aus Materialien gebunden, die Wasser aufnehmen. Sie stellen ertrunkene Insekten, Larven, Puppen, kleine Krebstiere oder winzige Fische dar.

Die weiche Hechel und der nach hinten gelegte Flügel arbeiten in der Strömung. Die Fliege wirkt lebendig, ohne dass du viel tun musst.

Gefischt wird meist schräg stromab: Die Fliege treibt an gespannter Schnur im Bogen zum eigenen Ufer. Kleine Zupfer sind erlaubt.

So führst du ihn

Treibend oder leicht gezupft

Schematische Führung: Nassfliege – treibt mit Wind oder Strömung, Schnur straff halten1234
  1. anbieten
  2. treibt mit Wind oder Strömung
  3. Schnur straff halten
  4. neu werfen

Anatomie

Die Punkte am Bild oben erklären die wichtigsten Teile – beim Überfahren oder Antippen.

  1. Schwänzchen: Verlängert den Körper und gibt der Fliege Richtung.
  2. Flügel: Flach nach hinten gelegt, damit die Fliege leicht durchs Wasser gleitet.
  3. Körper mit Rippung: Die Drahtwicklung schützt den Körper und setzt Lichtpunkte.
  4. Weiche Hechel: Die Fibern pulsieren in der Strömung.
  5. Kopf: Mit Bindefaden abgeschlossen, davor sitzt das Öhr.

Montage in drei Schritten

  1. 1. Verjüngtes VorfachEs darf etwas kürzer und kräftiger sein als für die Trockenfliege.
  2. 2. VorfachspitzeDie Spitze so wählen, dass sie einen harten Biss an gespannter Schnur aushält.
  3. 3. Fliege ans ÖhrDirekt anknoten, ohne Wirbel.

Wann die Zielfische Saison haben

JFMAMJJASONDBachforelleJanuar: Kaum ChancenFebruar: Kaum ChancenMärz: MöglichApril: HauptsaisonMai: HauptsaisonJuni: HauptsaisonJuli: GutAugust: GutSeptember: GutOktober: Kaum ChancenNovember: Kaum ChancenDezember: Kaum ChancenÄscheJanuar: Kaum ChancenFebruar: Kaum ChancenMärz: Kaum ChancenApril: Kaum ChancenMai: MöglichJuni: GutJuli: HauptsaisonAugust: HauptsaisonSeptember: HauptsaisonOktober: HauptsaisonNovember: GutDezember: MöglichRegenbogenforelleJanuar: MöglichFebruar: MöglichMärz: MöglichApril: MöglichMai: MöglichJuni: HauptsaisonJuli: GutAugust: GutSeptember: GutOktober: HauptsaisonNovember: GutDezember: MöglichBachsaiblingJanuar: Kaum ChancenFebruar: Kaum ChancenMärz: MöglichApril: HauptsaisonMai: HauptsaisonJuni: HauptsaisonJuli: GutAugust: GutSeptember: GutOktober: MöglichNovember: Kaum ChancenDezember: Kaum Chancen

Kaum ChancenMöglichGutHauptsaisonWerte aus dem Fangkalender.

Wann und wo

Die Nassfliege passt in Fließgewässern, wenn keine Fische an der Oberfläche steigen, aber Insekten unterwegs sind.

Weil du mit ihr viel Wasser abdeckst, eignet sie sich gut, um eine unbekannte Strecke kennenzulernen.

Welche Farbe?

SonneBewölktDämmerungKlares WasserGedeckte NaturtöneBraun oder OlivDunkles MusterTrübes WasserMuster mit GlitzerrippungKräftiger Farbtupfer am KörperSchwarz mit Silber

Ausgangspunkte zum Ausprobieren, keine Regeln. Tiefe und Tempo sind meist wichtiger als die Farbe.

Nassfliege oder doch ein anderer Köder?

Typische Ausgangspunkte, keine Fangversprechen. Was erlaubt ist, regelt die Gewässerordnung.
KöderTiefeFührungNimm diesen Köder, wenn …
NassfliegeOberflächenfilm bis knapp darunterTreibend oder leicht gezupftdiese Seite
TrockenfliegeOberflächeTreibend mit der Strömungdie Fische sichtbar an der Oberfläche steigen
NympheGrund bis MittelwasserTreibend in der Strömungdie Fische tief am Grund stehen
StreamerMittelwasserAktiv: gestripptdu größere Räuber mit einer Fischimitation reizen willst

Das brauchst du dazu

  • Fliegenrute und FliegenschnurDie Fliege ist zum Werfen zu leicht. Das Wurfgewicht liefert die Schnur, deshalb müssen Rute und Schnurklasse zusammenpassen.
  • SchwimmschnurReicht für flache Strecken; die Fliege sinkt von selbst knapp unter die Oberfläche.
  • VorfachZur Spitze dünner werdend, mit etwas Reserve für harte Bisse.
  • KnotenFliege und Vorfachspitze sicher verbinden. Mehr dazu

Auf einen Blick

Einsteigerfreundlich
3/5
Wurfweite
2/5
Hängergefahr
2/5
Viel Fläche absuchen
4/5

Redaktionelle Einschätzung, keine Messwerte.

Wenn es nicht klappt

Die Fliege schwimmt oben

Vor dem ersten Wurf anfeuchten, damit sie Wasser aufnimmt.

Die Fliege schießt durch die Strömung

Schnur stromauf umlegen, damit die Fliege langsamer herumschwingt.

Das Vorfach reißt beim Biss

Die Bisse kommen an gespannter Schnur. Rute nicht starr auf die Fliege richten und die Spitze etwas kräftiger wählen.

Häufige Fragen

Mehr Antworten rund ums Angeln: Alle häufigen Fragen im Überblick

Was unterscheidet Nass- und Trockenfliege?

Die Trockenfliege schwimmt auf der Oberfläche, die Nassfliege wird im oder knapp unter dem Oberflächenfilm gefischt.

Wie führe ich eine Nassfliege?

Schräg stromab werfen und die Fliege an gespannter Schnur zum eigenen Ufer treiben lassen. Kleine Zupfer können helfen.

Ist die Nassfliege etwas für Einsteiger?

Ja. Sie verzeiht Wurffehler eher als die Trockenfliege, weil die Strömung die Schnur streckt.

Vor dem Angeln gelten die aktuellen Erlaubnisscheine, Landesregeln und die Gewässerordnung: Köderverbote, Hakenzahl, Schonzeiten, geschützte Arten und Fangbegrenzungen können sich unterscheiden. Lebende Köderfische sind grundsätzlich nicht erlaubt. Köderreste und Verpackungen wieder mitnehmen.

Quellen

Die Quellen erklären Begriffe und Grundprinzipien. Führung, Farbwahl und Werte sind redaktionelle Ausgangspunkte und hängen von Gewässer, Wetter und Köder ab.

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KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt (KI-Hinweis). Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.