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Goldener Dorado

Der Goldene Dorado (Salminus brasiliensis) ist ein großer Raubsalmler aus dem Flusssystem von Paraná, Paraguay und Uruguay. Er wandert zum Laichen weite Strecken flussauf und frisst als erwachsener Fisch fast nur Fische. In Argentinien und Brasilien ist er einer der gefragtesten Sportfische, vielerorts darf er nur noch zurückgesetzt werden.

Naturkundetafel eines Goldenen Dorados
Naturkundetafel von AngelMomente, KI-unterstützt entworfen.
  1. Gelbliche Grundfarbe mit Längsreihen dunkler Punkte auf den Schuppen
  2. Dunkle Querbinde am Schwanzstiel, die in die mittleren Schwanzflossenstrahlen ausläuft
  3. Großer, kegelförmiger Kopf mit endständigem Maul und mehreren Zahnreihen
Größebis rund 1 mStandardlänge, bis über 30 kg
Alterbis 9 Jahrehöchstes bei FishBase belegtes Alter
MerkmalDunkle Schwanzbindequer über den Schwanzstiel
RevierLa-Plata-BeckenParaná, Paraguay, Uruguay

Fangchancen im Jahresverlauf

J○
F○
M◐
A●
M◐
J○
J○
A◐
S●
O◐
N○
D○
  • Kaum Chancen
  • Möglich
  • Gut
  • Hauptsaison
  • Laichzeit (Schonzeit beachten)

Redaktionelle Einschätzung für das Heimatrevier (Paraná-, Paraguay- und Uruguay-Becken), kein Messwert und keine Garantie. Verbindlich sind die Regeln des Reiselandes.

Woran du ihn erkennst

Der Dorado ist ein kräftiger Salmler mit kleinen Schuppen und kegelförmigem Kopf. Die Grundfarbe ist gelblich, auf den Flankenschuppen ziehen sich Reihen dunkelbrauner Punkte zu Längslinien zusammen. Die Flossen sind gelblich bis orange mit rötlichem Rand.

Sicherstes Merkmal ist eine dunkelbraune Querbinde am hinteren Schwanzstiel. Sie läuft bis an den Rand der mittleren Schwanzflossenstrahlen aus, die beim Dorado etwas verlängert sind.

Das Maul ist endständig und mit mehreren Reihen kleiner Zähne besetzt, allein in der inneren Reihe des Unterkiefers stehen 40 bis 50. Die Seitenlinie zählt mehr als 90 Schuppen.

FishBase nennt 100 cm Standardlänge (gemessen ohne Schwanzflosse), 31,4 kg und ein Höchstalter von 9 Jahren. Das argentinische Agrarministerium gibt bis 120 cm und über 30 kg an.

Im selben Flusssystem lebt die Tabarana (Salminus hilarii). Sie hat silbrige Kopfknochen und deutlich weniger Schuppen entlang der Seitenlinie.

Der große Dourado aus dem Becken des São Francisco in Brasilien galt lange als dieselbe Art. Seit 2007 wird er als eigene Art Salminus franciscanus geführt. Er hat weniger Schuppen und eine noch stärker verlängerte Schwanzflossenmitte.

Mit der Goldmakrele hat der Süßwasser-Dorado nur den spanischen Namen gemeinsam (Goldmakrele (Mahi-Mahi)).

Wo er steht

Heimisch ist der Dorado im Flusssystem von Paraná, Paraguay und Uruguay bis zum Río de la Plata, außerdem in der Lagoa dos Patos und im oberen Mamoré in Bolivien.

Erwachsene Fische suchen schnell strömendes Wasser. Jungfische halten sich eher über weichem, schlammigem Grund bei schwacher Strömung auf.

Der Dorado unternimmt Laich-, Nahrungs- und temperaturbedingte Wanderungen. Im oberen Uruguay untersuchten Forscher 18 Jahre lang einen Flussabschnitt von rund 580 km und beschreiben die Art als Langstreckenwanderer.

Wie er frisst und wandert

Erwachsene Dorados fressen fast nur Fische, vor allem kleinere Salmler und Sábalos. Sie sind auch Kannibalen. Ganz junge Dorados leben von Plankton, später von Insekten und Fischbrut.

Zum Laichen ziehen sie in strömendes Wasser. Nach einer Untersuchung am Rio Verde im oberen Paraná-Becken laichen die meisten Arten dort von Oktober bis Februar mit Höhepunkt von November bis Januar. Der Dorado wurde dort mit knapp 30 cm geschlechtsreif. Im oberen Uruguay fanden Forscher reife Dorados von August bis März.

Die Weibchen geben Hunderttausende Eier ab. Die Larven heften sich mit einem Klebeorgan am Kopf an Treibgut und werden so nicht von der Strömung fortgerissen.

Wann und wo die Saison ist

Die Saison hängt vom Revier ab. In Brasilien gilt im Südsommer die Piracema, eine Laichschonzeit, während der in Mato Grosso do Sul bis Ende Februar jede Fischerei ruht. Danach beginnt dort die Angelsaison.

Weil die Laichzeit etwa von Oktober bis Februar reicht, bilden die Monate von März bis September den Rahmen für die Saison. Argentinische Provinzen legen eigene Schonzeiten und Regeln fest, die du vor jeder Reise prüfen solltest.

Womit du ihn fängst

Gefischt wird mit Spinn- und Baitcastruten. In einer brasilianischen Studie zum Fangen und Zurücksetzen fingen die Forscher Dorados mit lebendem Köderfisch an Einzelhaken sowie mit Spinnern und kleinen Wobblern. Vor dem Köder saß ein kurzes Stahlvorfach.

Suche strömungsreiche Abschnitte, denn dort stehen die erwachsenen Fische. Sie jagen Kleinfische, ein Köder, der einen Fisch imitiert, passt deshalb zur Nahrung.

Fisch kurz an der Luft halten: In der Studie stieg das Sterberisiko mit der Zeit an der Luft. Bei mehr als 546 Sekunden lag es über 5 Prozent. Die Autoren raten, den Fisch so kurz wie möglich aus dem Wasser zu nehmen.

Stahlvorfach einplanen: Der Dorado hat mehrere Zahnreihen. Ein kurzes Vorfach aus Stahl, wie es auch die Forscher verwendeten, schützt die Hauptschnur.

Passende Köder

Lebender Köderfisch, Spinner und kleine Wobbler an kurzem Stahlvorfach.

Mehr dazu: Tierische Naturköder, Metallköder: Spinner, Blinker & Jigs, Hardbaits: Wobbler & Oberflächenköder.

Vielerorts nur Fangen und Zurücksetzen erlaubt; scharfe Zähne.

Alle Köder im Überblick

Welche Regeln gelten

Laut argentinischem Agrarministerium ist der kommerzielle Fang des Dorados in mehreren Provinzen des La-Plata-Beckens verboten, weil die Bestände seit Jahren zurückgehen. Für Sportangler gelten Lizenzen und Regeln der jeweiligen Provinz.

In Mato Grosso do Sul verbietet ein Landesgesetz seit 2019 Fang, Transport und Verkauf des Dorados. Erlaubt sind nur Fangen und Zurücksetzen, der Eigenbedarf von Berufs- und Uferfischern sowie Fische aus Zucht. Nach der letzten Verlängerung gilt das Verbot bis Ende März 2027 (Gesetz Nr. 6.390, Amtsblatt Mato Grosso do Sul). Bis dahin sollen Studien klären, ob es weiter verlängert wird. Die Umweltbehörde IMASUL nennt ähnliche Verbote für Mato Grosso und Paraná.

Die Rote Liste der IUCN führt den Dorado weltweit als nicht gefährdet. Verbindlich ist die Auskunft der zuständigen Behörde vor Ort, in Brasilien der Umweltbehörde des Bundesstaats, in Argentinien der Fischereibehörde der Provinz.

Häufige Fragen (FAQ)

Darf man den Goldenen Dorado mitnehmen?

Vielerorts nicht. In Mato Grosso do Sul gilt bis Ende März 2027 eine Fangsperre, erlaubt ist dort nur Fangen und Zurücksetzen, in mehreren argentinischen Provinzen ist der kommerzielle Fang verboten. Frage vor der Reise bei der zuständigen Behörde nach.

Wie groß wird ein Dorado?

FishBase nennt 100 cm Standardlänge und 31,4 kg, das argentinische Agrarministerium bis 120 cm und über 30 kg. Geschlechtsreif wird er schon mit rund 30 bis 38 cm.

Wann laicht der Dorado?

Im oberen Paraná-Becken meist von Oktober bis Februar mit Schwerpunkt November bis Januar. Im oberen Uruguay fanden Forscher reife Fische schon ab August.

Quellen

Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).

KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 6. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über mich.

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