Non-Slip-Schlaufenknoten

Der Non-Slip-Schlaufenknoten bildet eine feste, offene Schlaufe am Köder. Der Köder hängt darin frei und kann sich natürlicher bewegen als an einem fest zugezogenen Knoten.

Non-Slip-Schlaufenknoten vor dem Zuziehen: offener Überhandknoten in der Hauptschnur, Ende durch das Öhr, zurück durch den Überhandknoten, Windungen um die Hauptschnur und noch einmal durch den Überhandknotenoffener ÜberhandknotenWindungenSchlaufe am KöderHauptschnurfreies EndeHaken
Abb. 1 · Non-Slip-Schlaufenknoten vor dem Zuziehen: offener Überhandknoten, Ende durch das Öhr, zurück durch den Überhandknoten, Windungen um die Hauptschnur und noch einmal durch den Überhandknoten. KI-unterstützt, schematisch und nicht maßstabsgetreu.

Wofür eignet sich der Non-Slip-Schlaufenknoten?

Der Knoten geht auf Lefty Kreh zurück; englisch heißt er Non-Slip Mono Loop oder Kreh Loop. An der Schlaufe bewegen sich Fliege oder Kunstköder natürlicher. Animated Knots hebt hervor, dass das Schnurende zum Haken zeigt und deshalb beim Einholen kein Kraut einsammelt.

Take Me Fishing empfiehlt ihn vor allem für leichtes Gerät, bei dem sich der Köder möglichst frei bewegen soll.

Non-Slip-Schlaufenknoten binden: Schritt für Schritt

  1. Überhandknoten legen. Leg ein Stück vom Schnurende entfernt einen Überhandknoten in die Schnur und zieh ihn nicht zu. NetKnots nennt als Abstand etwa 10 Zoll, das sind rund 25 cm.
  2. Durch das Öhr. Führe das Ende durch das Öhr des Köders.
  3. Zurück durch den Überhandknoten. Steck das Ende zurück durch den offenen Überhandknoten. Der Abstand zwischen Köder und Überhandknoten bestimmt die Größe der Schlaufe; stell sie jetzt ein, solange alles locker ist.
  4. Um die Hauptschnur wickeln. Wickle das Ende um die Hauptschnur. NetKnots nennt vier bis fünf Windungen. Animated Knots staffelt nach Tragkraft: sieben Windungen bei 6 bis 8 lb, fünf bei 8 bis 12 lb, vier bei 15 bis 40 lb.
  5. Noch einmal durch den Überhandknoten. Führe das Ende zurück durch den Überhandknoten, wieder auf derselben Seite.
  6. Anfeuchten und setzen. Feuchte den Knoten an und zieh langsam am Ende, bis sich die Windungen locker zusammenlegen. Zieh dann Schlaufe und Hauptschnur auseinander, bis der Knoten sitzt, und kürze das Ende.

Typische Fehler

  • Überhandknoten zu früh zugezogen: Er muss offen bleiben, bis das Ende zweimal hindurchgelaufen ist.
  • Falsche Seite: Beim zweiten Durchgang muss das Ende auf der Seite in den Überhandknoten, auf der es zuvor herauskam.
  • Schlaufe zu spät eingestellt: Nach dem Festziehen lässt sich ihre Größe nicht mehr ändern.

Zugprobe und Tragkraft

Prüfe zuerst, ob die Windungen sauber nebeneinanderliegen und die Schnur unbeschädigt ist. Zieh dann kontrolliert an beiden Seiten der Verbindung. Zum Üben nimmst du einen stumpfen Ring; zieh nicht mit bloßen Fingern an einem offenen Haken oder an dünner Schnur. Rutscht ein Ende oder verformt sich der Knoten, binde neu. Eine Zugprobe misst keine Bruchlast, sie zeigt nur grobe Bindefehler.

Material, Durchmesser und Bindetechnik beeinflussen jede Verbindung. Eine Orientierung mit eigenen vorsichtigen Knotenfaktoren gibt dir der Schnur-Rechner.

Verwandte Knoten

Soll der Köder fest an der Schnur sitzen, nimm den Palomar-Knoten oder den Uni-/Grinner-Knoten.

Hinweis: Die Windungszahlen der Quellen beziehen sich auf die Tragkraft in Pfund (lb), nicht auf den Durchmesser. Lies die Angabe auf deiner Spule ab oder probiere es aus.

Quellen

Quellen am 2. Oktober 2026 geöffnet und geprüft. Texte in eigenen Worten, Skizze eigenständig erstellt; keine Grafik aus den Quellen übernommen. Alle Knoten findest du in der Übersicht der Angelknoten.

Alle Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr. Beachte die Hinweise des Schnurherstellers.