Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) stammt aus Nordamerika und wurde um 1880 nach Europa gebracht. Sie ist die häufigste Art in Forellen- und Angelteichen. In Deutschland gilt sie als gebietsfremde, invasive Art.
- Rosa schillerndes Längsband auf den Körperseiten
- Viele kleine dunkle Punkte auf Kopf, Körper, Rücken-, Fett- und Schwanzflosse
- Spindelförmiger Körper mit stumpfer Schnauze und weiter Maulspalte
Fangchancen im Jahresverlauf
- Kaum Chancen
- Möglich
- Gut
- Hauptsaison
- Laichzeit (Schonzeit beachten)
Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.
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Woran du sie erkennst
Die Regenbogenforelle hat einen spindelförmigen Körper mit stumpfer Schnauze, weiter Maulspalte und Fettflosse. Der Rücken ist bräunlich bis oliv oder blaugrün, die Seiten sind heller.
Kennzeichnend sind das rosa schillernde Längsband auf den Flanken und viele kleine dunkle Punkte auf Kopf, Körper, Rücken-, Fett- und Schwanzflosse. Üblich sind 25 bis 60 Zentimeter, die Art wird bis etwa 80 Zentimeter lang und 10 Kilogramm schwer.
Von der Bachforelle unterscheidet sich die Regenbogenforelle durch das rosa Längsband und die Punkte auf der Schwanzflosse. Silberne Regenbogenforellen, die an der Küste gefangen werden, nennen Angler Steelhead.
Im direkten Vergleich


Wo sie steht
Ursprünglich lebt die Art im Westen Nordamerikas und auf Kamtschatka. Sie bevorzugt klare, kühle und sauerstoffreiche Fließgewässer, verträgt aber höhere Temperaturen und weniger Sauerstoff als die Bachforelle. Wikipedia nennt bis 25 °C.
Im Bach steht sie in der freien Strömung, in tiefen Rinnen und unter Wasserfällen, im See an Einläufen und Quellen. Das Bundesamt für Naturschutz führt sie als etablierte invasive Art, weil sie heimische Arten wie die Bachforelle verdrängen kann. Natürliche Fortpflanzung ist nachgewiesen, aber selten.
Standplätze im Bild
Wähle eine Jahreszeit: Der Fisch zeigt, wo die Art dann steht. Rot beschriftete Stellen gelten nur in der gewählten Zeit. Je mehr Fische im Bild, desto besser die Fangchance laut Fangkalender. Das Bild ist schematisch, jedes Gewässer ist anders.
Im Fluss
- Gumpen, tiefe Stelle
- Freie Strömung in der Flussmitte
Anders als die Bachforelle steht die Regenbogenforelle in der freien Strömung, oft dicht über Grund in der Flussmitte. Weitere Plätze sind tiefe Rinnen, Gumpen und das schäumende Wasser unter Wasserfällen. Sie ist nicht standorttreu und zieht weite Strecken stromauf.
Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender möglich. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Das Frühjahr gilt als gute Fangzeit.
Sommer: Fangchance laut Fangkalender im Juni Hauptsaison, im Juli und August gut. Die Art verträgt wärmeres und sauerstoffärmeres Wasser als die Bachforelle, laut Wikipedia bis 25 °C.
Herbst: Fangchance laut Fangkalender im September gut, im Oktober Hauptsaison, im November gut. Auch der Herbst gilt als gute Fangzeit.
Winter: Fangchance laut Fangkalender möglich. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Die Laichzeit reicht in Mitteleuropa von Dezember bis Mai. Gelaicht wird über Kiesgrund in den Oberläufen, in unseren Gewässern pflanzt sich die Art aber selten natürlich fort.
Im See
- Steg, Spundwand, Hafen
Im See hält sich die Regenbogenforelle an Bacheinläufe und Grundquellen, außerdem an Staumauern und Stege. Sie zieht umher, meist gegen den Wind.
Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender möglich. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten.
Sommer: Fangchance laut Fangkalender im Juni Hauptsaison, im Juli und August gut.
Herbst: Fangchance laut Fangkalender im September gut, im Oktober Hauptsaison, im November gut.
Winter: Fangchance laut Fangkalender möglich. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten.
Tiefe: In kalten Seen und Stauseen hält sie sich häufig in mittleren Tiefen auf.
Wie sie jagt und laicht
Regenbogenforellen fressen Insektenlarven, Bachflohkrebse, Anfluginsekten und kleine Fische. Anders als die Bachforelle sind sie nicht standorttreu und ziehen auf Nahrungssuche umher.
Die Laichzeit hängt vom Stamm ab und reicht in Mitteleuropa von Dezember bis Mai, nach anderen Angaben beginnt sie im Oktober. Das Weibchen schlägt eine Laichgrube in den Kies und deckt die Eier wieder zu. Geschlechtsreif werden die Fische mit etwa zwei Jahren.
Wann sie beißt
Die Regenbogenforelle lässt sich das ganze Jahr fangen, am besten im Frühjahr und im Herbst. Am meisten frisst sie in den frühen Morgen- und Abendstunden.
In Fließgewässern gelten die Schonzeiten des Landes, Angelteiche haben eigene Regeln.
Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.
Womit du sie fängst
Im Bach fangen kleine Spinner, Blinker und Wobbler. Im See braucht es Köder, die weiter fliegen, etwa kleine Twister oder Köderfische am System. Blinker nennt eine Spinnrute um 2,50 Meter und Schnüre von 0,18 bis 0,22 Millimeter.
An Angelteichen gehen die Fische oft besser auf Naturköder: Wurm, Made, Mais oder auftreibenden Teig. Mit der Fliegenrute fangen Nymphen, Nassfliegen und Streamer.
Bremse weich einstellen: Regenbogenforellen springen im Drill häufig. Eine weich eingestellte Bremse und eine tief gehaltene Rute beugen Aussteigern vor.
Köder vorlegen: Steigende Fische ziehen umher, im See meist gegen den Wind, im Fluss gegen die Strömung. Lege die Fliege ein Stück vor die Ringe.
Passende Köder
Spoons, kleine Gummiköder, Forellenteig; am Fluss Nymphen, Nassfliegen und Streamer.
Montagen zu diesen Ködern: Sbirolino-Montage, Posenmontage, Grundblei-Laufmontage.
Was du beachten musst
Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.
Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.
Die Regenbogenforelle ist eine gebietsfremde Art und in der Roten Liste nicht bewertet. In manchen Forellenbächen wird sie zum Schutz heimischer Arten gezielt zurückgedrängt.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie unterscheide ich Regenbogenforelle und Bachforelle?
Die Regenbogenforelle hat ein rosa Längsband und dunkle Punkte bis in die Schwanzflosse. Der Bachforelle fehlt das Band.
Ist die Regenbogenforelle heimisch?
Nein. Sie stammt aus Nordamerika und wurde um 1880 eingeführt. Das Bundesamt für Naturschutz bewertet sie als invasiv.
Kann ich Regenbogenforellen im Winter fangen?
Ja, sie lässt sich das ganze Jahr fangen. In Fließgewässern gilt die Schonzeit.
Quellen
Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).
- Landesfischereiverband Bayern: Fischlexikon (Laichzeit, Lebensraum, Nahrung, Aktivität)
- Wikipedia: Regenbogenforelle (Herkunft, Größe, Alter, Laichzeit, Temperatur, Steelhead)
- FishBase: Oncorhynchus mykiss (Höchstalter, Bestimmungsmerkmale, Besatz)
- Blinker: Steckbrief Regenbogenforelle (Standplätze, Fangzeit, Köder, Gerät)
- Bundesamt für Naturschutz: Gebietsfremde Fische, naturschutzfachliche Invasivitätsbewertung
- Rote-Liste-Zentrum: Regenbogenforelle (Gesamtartenliste 2023: Neobiota, nicht bewertet, als invasiv eingestuft)
KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.
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