Die Posenmontage hält den Köder in einer festgelegten Tiefe und zeigt Bisse an der Oberfläche. Sie besteht aus Pose, Blei, Vorfach und Haken. Hier lernst du Aufbau, Tragkraft, Tiefeneinstellung und typische Fehler.
Das brauchst du

- eine Pose: fest auf der Schnur für Tiefen bis zur Rutenlänge, durchlaufend für größere Tiefen
- einen Stopper und eine Perle, falls die Pose durchläuft
- Bleischrote passend zur Tragkraft der Pose
- ein Vorfach und einen Haken, passend zu Köder und Fisch
- ein Lotblei, um die Gewässertiefe zu messen
Welchen Köder du anbietest, hängt vom Fisch ab. Übersichten findest du bei den tierische Naturköder und den pflanzliche Naturköder.
Aufbau der Posenmontage
Auf die Hauptschnur kommen von oben nach unten Stopper, Perle und Pose. Darunter sitzen Bleischrote, die den Auftrieb der Pose ausgleichen, am Ende das Vorfach mit Haken und Köder. Die Pose zeigt durch ihre Bewegung an, wenn ein Fisch den Köder nimmt. Der Abstand zwischen Stopper und Haken bestimmt die Tiefe.
Posenmontage in sieben Schritten aufbauen
- Tiefe ausloten. Mit einem Lotblei misst du die Gewässertiefe, bevor du die Montage einstellst.
- Stopper auf die Schnur ziehen. Er legt fest, in welcher Tiefe der Köder steht, und lässt sich verschieben. Gummi- und Fadenstopper sind so klein, dass du sie beim Werfen durch den Spitzenring kurbeln kannst.
- Perle aufziehen und danach die Pose.
- Bleischrote anklemmen. Die Summe der Bleie soll zur Tragkraft der Pose passen und sie nicht überschreiten. Mit sehr kleinen Schroten gleichst du zum Schluss die letzten Feinheiten aus.
- Ein kleines Schrot nahe am Haken setzen. Es dient als Bissanzeige-Blei und sitzt zum Beispiel kurz über der Verbindung von Hauptschnur und Vorfach.
- Vorfach und Haken anbringen. Das Vorfach ist das Stück Schnur zwischen Hauptschnur und Haken.
- Im Wasser testen. Schaut nur die Spitze oder Antenne der Pose heraus, ist die Montage ausgebleit. Stelle dann den Stopper auf die gewünschte Tiefe.
Tragkraft und Ausbleien
Die Tragkraft einer Pose gibt an, wie viel Gewicht sie tragen kann, bevor sie untergeht. Du wählst sie passend zur Größe des Köders. Das Blei an der Montage soll die Tragkraft ausgleichen, aber nicht überschreiten. Ist zu viel Blei an der Schnur, taucht die Pose ab. Ist zu wenig dran, steht sie hoch und der Fisch spürt beim Biss mehr Widerstand.
Welche Schrotbleie zusammen die Tragkraft ergeben, rechnet die Posen-Bebleiung aus.
Praxistipp: Teste jede neue Kombination aus Pose und Blei am Rand des Gewässers, bevor du den Köder anbringst. So siehst du sofort, ob nur die Antenne herausschaut.
Wann die Posenmontage sinnvoll ist
Du kannst sie an stehenden und fließenden Gewässern einsetzen. Sie passt, wenn der Köder in einer bestimmten Tiefe stehen soll und du Bisse sehen willst. Die Form der Pose richtet sich nach dem Gewässer: Im See nimmst du eher lange, schlanke Modelle, im Fluss kurze Posen in Tropfen- oder Kugelform.
Typische Fehler
- Tiefe nicht ausgelotet: Der Köder steht zu hoch oder liegt auf dem Grund.
- Blei über der Tragkraft: Die Pose taucht ab.
- Zu wenig Blei: Die Pose steht zu hoch und bietet dem Fisch beim Biss Widerstand.
- Feste Pose in zu großer Tiefe: Sie ist nur bis etwa zur Rutenlänge sinnvoll.
- Stopper verrutscht: Die Tiefe stimmt nicht mehr. Kontrolliere ihn öfter.
Häufige Fragen
Mehr Antworten rund ums Angeln: Alle häufigen Fragen im Überblick
Wie erkenne ich, ob die Pose richtig ausgebleit ist?
Nach dem Anködern schaut nur noch die Antenne oder Spitze aus dem Wasser.
Was ist der Unterschied zwischen fester und durchlaufender Pose?
Eine feste Pose sitzt fix auf der Schnur und passt für Tiefen bis zur Rutenlänge. Eine durchlaufende Pose gleitet auf der Schnur und wird mit einem Stopper auf die Tiefe eingestellt.
Wie tief soll der Köder stehen?
Das hängt vom Zielfisch ab: knapp über dem Grund, im Mittelwasser oder nahe der Oberfläche. Du stellst die Tiefe mit dem Stopper ein und änderst sie, bis Bisse kommen.
Weitere Montagen: Texas-Rig, Dropshot-Rig und Grundblei-Laufmontage. Die Schnur wählst du in der Ausrüstung.
Passend dazu
- Waggler-Montage: unten befestigte Pose mit versenkter Schnur
- Sbirolino-Montage: leichte Köder weit werfen
- Posenrute: Match-, Bolognese- und Stipprute
Quellen
- Wikipedia: Schwimmer (Angeln) (Aufgaben der Pose (Bisserkennung, Tiefenführung), Tragkraft passend zur Köder-Größe)
- Landesfischereiverband Baden-Württemberg: Gerätekunde (PDF) (Pose als Bissanzeiger, feste Pose bis Rutenlänge, Laufpose für größere Tiefen, Austarieren mit Bleischrot, Zahl auf der Pose, Lotblei, Posenformen für See und Fluss, Stopperknoten, Vorfach)
- Rute & Rolle: Die Laufpose, echt vielseitig (Reihenfolge Stopper, Perle, Pose, Gummi- und Fadenstopper, Stopper durch den Spitzenring, Grenze der festen Pose)
- Blinker: Posen lassen sich schon zu Hause austarieren (nur die Antenne ragt heraus, Austarieren vor dem Loten, Feinheiten mit kleinen Schroten)
- Fisch & Fang: Pfiffiges zum Posenfischen (kleines Bissanzeige-Blei über der Verbindung zum Vorfach, Kontrollschrot für die Tiefe)
Alle Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr. Beachte Gewässerordnung und Landesrecht.
