Akkus und Powerbanks: Strom für lange Ansitze

Beim langen Ansitz brauchen Handy, Kopflampe und Bissanzeiger Strom, und viele dieser Geräte haben heute fest eingebaute Akkus. Hier steht, was die Angaben auf einer Powerbank bedeuten, wie du Lithium-Akkus am Wasser sicher lädst und lagerst, was Kälte und Nässe bewirken und wo alte Akkus hingehören.

Seitenansicht eines Ansitzplatzes: Zelt mit Liege, darin eine Kopflampe, die an einer Powerbank in einer Tasche lädt, daneben eine Rute mit Bissanzeiger am Wasser. Darunter drei Beispiele: Powerbank in gepolsterter Tasche am Handy, eine durchgestrichene Powerbank im Schlafsack und ein aufgeblähter, heißer Akku mit Warndreieck.ZeltKopflampeBissanzeigerPowerbank in Taschetrocken, gepolstertnicht im Schlafsackaufgebläht oder heißnicht mehr benutzen
Abb. 1 · Ansitzplatz mit Zelt, Kopflampe an der Powerbank und Bissanzeiger am Rod Pod; darunter: Powerbank trocken in einer gepolsterten Tasche, nicht im Schlafsack laden, einen aufgeblähten oder heißen Akku nicht mehr benutzen. KI-unterstützt gezeichnet, schematisch.

Wer am Angelplatz Strom zieht

Stirnlampen haben laut Blinker oft keine wechselbaren Batterien mehr, sondern einen fest verbauten Akku, ebenso Handy und viele Bissanzeiger. Ein fest eingebauter Akku ist nach dem Umweltbundesamt (UBA) mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Lithium-Ionen-Akku. Eine Powerbank ist ein solcher Akku im eigenen Gehäuse, der andere Geräte per Kabel nachlädt. Laut der britischen Angling Times besitzen inzwischen die meisten Nachtangler eine.

  • Handy: Wetterbericht, Kamera und Notruf in einem (Blinker), siehe auch Nachtangeln.
  • Kopflampe: Ladetipps für den Alltag stehen bei der Kopflampe.
  • Bissanzeiger: Gerät und Funkempfänger, siehe Bissanzeiger.
  • Echolot und Futterboot: Ein Blinker-Autor musste einen Bootstag abbrechen, als mittags der Echolot-Akku leer war. Mehr unter Echolot und Futterboot.

Was auf der Powerbank steht

Auf dem Gehäuse stehen meist zwei Zahlen. Die Kapazität in Milliamperestunden (mAh) sagt, wie viel Ladung gespeichert ist. Die Energiemenge in Wattstunden (Wh) ist Kapazität mal Spannung und damit die genauere Angabe, erklärt Blinker. Steht nur mAh drauf, rechnest du mit der Zellspannung, laut Blinker meist 3,7 Volt: 10.000 mAh sind 10 Ah, mal 3,7 V ergibt das 37 Wh.

Im Handy kommt davon weniger an. Beim Umwandeln von 3,7 auf 5 Volt und als Wärme geht Energie verloren, und ein Rest bleibt zum Schutz der Zellen im Akku. Blinker rechnet deshalb als Faustregel mit rund 70 Prozent der aufgedruckten Kapazität, eine 10.000-mAh-Powerbank liefert also etwa 7.000 mAh.

AngabeBedeutungWichtig für
mAhgespeicherte LadungVergleich bei gleicher Spannung
WhEnergie, Ah mal VoltGrenzwerte im Flugzeug
Ausgang 5 Vüblicher AnschlussLampe, Handy, Kopfhörer
Ausgang 9 bis 20 Vbei größeren PowerbanksGeräte wie Laptops
IP67Schutzart: staubdicht, bedingt wasserdichtSpritzwasser am Ufer

Laden und lagern nach Rat von Feuerwehr und Behörden

Bei richtigem Umgang sind lithiumhaltige Akkus sicher, schreibt das UBA, beim Laden sei das Risiko aber besonders hoch. Als Auslöser nennt die Berliner Feuerwehr unter anderem Stürze, Hitze, Überladung, Tiefentladung und Alterung, im Inneren kann dann eine Kettenreaktion von Zelle zu Zelle ablaufen.

  • Passendes Ladegerät: Nur das vorgesehene Ladegerät und Kabel (UBA), nach dem Laden abziehen. Überladung kann laut Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) eine gefährliche Reaktion auslösen.
  • Wach bleiben: UBA und Feuerwehr raten, nicht im Schlaf zu laden, weil du eine Gefahr sonst zu spät bemerkst. Im Zelt hängt das Handy nur an der Powerbank, solange du wach bist.
  • Nichts Brennbares daneben: Laden an einem Ort mit Rauchmelder, ohne Brennbares in der Nähe (UBA, Feuerwehr). Der Schlafsack ist dafür der falsche Platz.
  • Weg frei: Die Feuerwehr rät, Akkus nicht in Flucht- und Rettungswegen zu lagern oder zu laden. Im Zelt ist das der Eingang.
  • Stöße vermeiden: Schläge können laut BAM einen Brand auslösen, eine gepolsterte Tasche schützt beim Tragen.
  • Nicht basteln: Akkus nicht öffnen, keine eigenen Akkupacks bauen (BAM, Feuerwehr). Mit fremden Zellen ist ein Akku laut BAM nicht mehr sicherheitsgeprüft.

Das UBA rät außerdem, Akkus weder im Freien noch in feuchten Räumen zu lagern oder zu laden. Am Ansitz geht das nicht ganz, also lädst du zu Hause, wo ein Rauchmelder hängt, und am Wasser nur nach, was nötig ist. Für die Winterpause gibt das UBA die Herstellerempfehlung von etwa 40 bis 50 Prozent Ladung wieder, gelagert bei 10 bis 25 °C und spätestens nach sechs Monaten nachgeladen.

Kälte, Hitze und Nässe

Im Winter gehen die Akkus von Handy, Stirnlampe und Bissanzeiger laut Blinker schneller in die Knie, die Leistung bricht bei Kälte deutlich ein. Das UBA nennt Minusgrade, vor allem unter minus 20 °C, und Hitze über plus 50 °C als Gründe, warum die Lebensdauer stark sinkt. Schon über 40 °C schadet es einem Lithium-Ionen-Akku, auch wenn er nur liegt. Das UBA nennt als Beispiel die Powerbank im heißen Auto, die BAM rät, das Handy nicht im Auto zu vergessen. Am Platz gehört die Powerbank deshalb in den Schatten, nicht auf die sonnige Liege.

Kommt Lithium mit Wasser in Kontakt, kann der Akku Schaden nehmen, schreibt das UBA. Lagere Akkus deshalb trocken und nicht im Kühlschrank, dort droht Kondenswasser. Was ein Gehäuse aushält, zeigt die Schutzart: IP67 steht laut Blinker für staubdicht und zumindest bedingt wasserdicht.

Beschädigte Akkus erkennen

Aufgebläht, verformt, ausgelaufen, ausgegast oder mit einem schmierigen Film an den Polen: Solche Akkus sind laut UBA defekt und dürfen weder weiter benutzt noch geöffnet werden. Die BAM nennt ein weiteres Zeichen. Wird ein Akku so heiß, dass du ihn nicht anfassen kannst, obwohl er gerade nicht lädt, oder tritt Gas aus, ist er gefährlich. Austretende Stoffe können laut UBA stark reizen, fass ausgelaufene Akkus deshalb nur mit Handschuhen an.

Wenn ein Akku raucht: Die BAM rät, kleine, verformte oder rauchende Lithium-Akkus möglichst in einen Behälter mit sehr viel Wasser zu legen, und warnt vor den giftigen Gasen. Die Berliner Feuerwehr: kleine Entstehungsbrände mit reichlich Wasser löschen, aber nur, wenn das gefahrlos geht, auf wegfliegende brennende Teile achten, andere warnen und die 112 wählen. Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung.

Mit dem Flugzeug in den Angelurlaub

Eine lose Powerbank gilt im Flugzeug als Lithium-Ersatzbatterie. Laut Luftfahrt-Bundesamt (LBA) ist sie im aufgegebenen Gepäck verboten und darf nur ins Handgepäck. Jeder Lithium-Ionen-Akku darf höchstens 100 Wh haben, mit Genehmigung der Fluggesellschaft bis 160 Wh, dann aber höchstens zwei Ersatzakkus pro Person. 100 Wh entsprechen bei 3,7 Volt laut Blinker rund 27.000 mAh.

Geräte mit eingebautem Lithium-Akku sollen ebenfalls ins Handgepäck. Im Koffer müssen sie laut LBA ganz ausgeschaltet sein, ohne Stand-by, und gegen Einschalten und Beschädigung geschützt. Fluggesellschaften können strenger sein, frag vorher dort nach. Fürs Verschicken gilt: Lithiumbatterien sind laut BAM Gefahrgut, mit eigenen Vorschriften und Kennzeichnungspflichten.

Alte Akkus abgeben: Batterierecht als Wegweiser

Seit dem 7. Oktober 2025 gilt das Batterierecht-Durchführungsgesetz (BattDG), es hat das Batteriegesetz abgelöst. Nach § 6 BattDG geben Endnutzer Altbatterien getrennt vom Restmüll ab, Geräte-Altbatterien ausschließlich über Sammelstellen, die den Organisationen für Herstellerverantwortung angeschlossen sind. Nach § 14 nimmt jeder Händler Geräte-Altbatterien der Art, die er führt oder geführt hat, im Geschäft oder direkt daneben kostenlos zurück, in haushaltsüblicher Menge.

Steckt der Akku fest im Gerät, etwa in der Kopflampe, gilt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz: Das Altgerät kommt getrennt vom Restmüll zur Sammelstelle, Batterien, die es nicht umschließt, nimmst du vorher zerstörungsfrei heraus (§ 10 ElektroG). Das UBA rät:

  • Pole von Lithium-Akkus abkleben, damit kein Kurzschluss entsteht.
  • Beschädigte Akkus im Schraubdeckelglas bringen und das Personal auf den Schaden hinweisen.
  • Nie in Restmüll, gelbe Tonne, Sperrmüll oder Metallschrott, sonst drohen laut Feuerwehr Brände in Müllfahrzeugen und Sortieranlagen.
  • Bei großen Akkus vorher beim Wertstoffhof fragen, ob er sie kostenlos annimmt.

Hinweis, Stand Oktober 2026: BattDG und ElektroG, beide zuletzt geändert am 25. November 2025. Welche Sammelstelle in deiner Gemeinde welche Akkus annimmt, sagt der örtliche Entsorger.

Typische Fehler

  • Handy und Powerbank nachts im Schlafsack. UBA und Feuerwehr raten, nicht im Schlaf und nicht neben Brennbarem zu laden.
  • Die Powerbank bleibt im Auto. Das UBA nennt den Platz hinter der Windschutzscheibe als ungünstigen Ort.
  • Den aufgeblähten Akku weiter benutzen. Er ist defekt und gehört mit abgeklebten Polen zur Sammelstelle.
  • Die Powerbank in den Koffer packen. Lose Ersatzakkus sind laut LBA im aufgegebenen Gepäck verboten.
  • Alte Akkus in die Restmülltonne werfen. Das BattDG verlangt die getrennte Rückgabe.

Häufige Fragen

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Darf ich das Handy über Nacht an der Powerbank laden?

UBA und Berliner Feuerwehr raten davon ab, im Schlaf zu laden. Lade am Abend, solange du wach bist, und leg die Powerbank danach abseits von Schlafsack und Liege.

Wie viele Wattstunden hat meine Powerbank?

Rechne die mAh in Ah um und nimm sie mal 3,7 Volt. 20.000 mAh ergeben so 74 Wh, unter der Grenze von 100 Wh, die das LBA nennt.

Wohin mit einem aufgeblähten Akku?

Nicht weiter benutzen und nicht öffnen. Das UBA rät, die Pole abzukleben, den Akku verschlossen zur Sammelstelle im Handel oder zum Wertstoffhof zu bringen und das Personal anzusprechen.

Passend dazu

  • Kopflampe: Rotlicht und Ladetipps für den Alltag
  • Bissanzeiger: elektronisch, mit Funk oder als Glocke
  • Angelzelt: Aufbau am Ufer und warum der Kocher draußen bleibt
  • Echolot und Futterboot: Elektronik auf und unter dem Wasser
  • Nachtangeln: Platz bei Tageslicht einrichten, Licht und Landesregeln
  • Reiserute: mehrteilige Rute für das Fluggepäck
  • Schnur-Rechner: Tragkraft nach dem Knoten und Backing für die Ansitzrute

Quellen

Text und Zeichnung KI-unterstützt erstellt. Quellen im Oktober 2026 geöffnet und geprüft, keine Grafik aus den Quellen übernommen.

Alle Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr. Was dein Akku verträgt, steht in der Anleitung des Geräts; Sammelstellen und Fluggesellschaften können eigene Vorgaben haben.