Barramundi

Der Barramundi (Lates calcarifer), im Englischen auch Asian Sea Bass genannt, lebt im Indopazifik vom Persischen Golf bis nach Nordaustralien. Er pendelt zwischen Flüssen, Mündungen und Küste und wechselt im Lauf des Lebens das Geschlecht. In Australien zählt er zu den wichtigsten Speisefischen und beliebtesten Angelfischen.

Naturkundetafel eines Barramundis
Naturkundetafel von AngelMomente, KI-unterstützt entworfen.
  1. Großes, leicht schräg gestelltes Maul, Oberkiefer reicht bis hinter das Auge
  2. Gesägter Unterrand des Vorkiemendeckels mit kräftigem Dorn an der Ecke
  3. Abgerundete Schwanzflosse
Größebis 200 cmFishBase: bis 60 kg
Alterbis 35 Jahreerst Männchen, dann Weibchen
MerkmalGroßes MaulOberkiefer bis hinter das Auge
RevierNordaustralienSchonzeit in Queensland im Sommer

Fangchancen im Jahresverlauf

J–
F○
M◐
A◐
M◐
J○
J○
A○
S◐
O◐
N–
D–
  • Kaum Chancen
  • Möglich
  • Gut
  • Hauptsaison
  • Laichzeit (Schonzeit beachten)

Redaktionelle Einschätzung für das Heimatrevier (Nordaustralien (Queensland, Northern Territory)), kein Messwert und keine Garantie. Verbindlich sind die Regeln des Reiselandes.

Woran du ihn erkennst

Der Barramundi hat einen gestreckten, seitlich abgeflachten Körper und ein großes, leicht schräg gestelltes Maul. Der Oberkiefer reicht bis hinter das Auge. Der Unterrand des Vorkiemendeckels ist gesägt und trägt an der Ecke einen kräftigen Dorn, auch der Kiemendeckel hat einen kleinen Dorn. Die Rückenflosse hat 7 bis 9 Stacheln und 10 bis 11 weiche Strahlen, die Schwanzflosse ist abgerundet.

FishBase nennt als Höchstwerte 200 Zentimeter, 60 Kilogramm und 35 Jahre. Die australische Bestandsbewertung gibt 35 Jahre und 150 Zentimeter als Höchstwerte an.

Trotz des englischen Namens Asian Sea Bass ist er mit dem europäischen Wolfsbarsch nicht eng verwandt. Er gehört zur Familie Latidae.

Verwechslungsgefahr besteht vor allem beim Namen: Der Barramundi Cod gehört zu den Zackenbarschen und darf in Queensland nicht entnommen werden. Wer einen Fang meldet oder Regeln nachliest, sollte deshalb auf den vollständigen Namen achten.

Wo er steht

Das Verbreitungsgebiet reicht vom Ostrand des Persischen Golfs bis China, Taiwan und Südjapan und südwärts bis Papua-Neuguinea und Nordaustralien. In Australien unterscheidet die Bestandsbewertung mehrere Bestände in Western Australia, im Northern Territory und in Queensland.

Der Barramundi lebt in Küstengewässern, Ästuaren und Lagunen, in klarem bis trübem Wasser. Larven und junge Jungfische wachsen in brackigen, zeitweise überfluteten Sümpfen an den Mündungen auf, ältere Jungfische ziehen in die Oberläufe der Flüsse. Er steht bevorzugt an Deckung: unterspülten Ufern, versunkenem Holz und überhängender Vegetation. Wie gut ein Jahrgang wird, hängt stark vom Regen ab, nasse Jahre bringen mehr Jungfische.

Wie er lebt und laicht

Der Barramundi frisst Fische und Krebstiere, Jungfische auch Insekten. Er ist ein protandrischer Zwitter: Die meisten Fische reifen zuerst als Männchen, laichen eine oder mehrere Saisons als Männchen und werden dann zu Weibchen. Kleine Fische sind deshalb fast immer Männchen, große meist Weibchen. In Queensland werden Männchen mit zwei bis fünf Jahren reif, Weibchen mit fünf bis zehn Jahren.

Zu Beginn der Regenzeit wandern reifende Männchen aus dem Süßwasser flussab und laichen mit den Weibchen in den Mündungen und auf den Wattflächen davor. Gelaicht wird in Gruppen bei Voll- und Neumond, vor allem zu Beginn der Flut, die die Eier in die Mündung trägt. Für die Entwicklung der Eier ist Brackwasser nötig. Ein Weibchen kann nach Schätzungen bis zu 2,3 Millionen Eier je Kilogramm Körpergewicht bilden.

Wann und wo die Saison ist

In Queensland laicht der Barramundi von Oktober bis Februar. Eine Schonzeit von Anfang November bis Anfang Februar schützt die Fische in dieser Zeit. Die übrigen Monate sind damit die Saison, wobei ein Teil der Fische auch dann Schutz durch das Entnahmefenster genießt.

Wie sich die Saison im Northern Territory und in Western Australia gestaltet, hängt von Gewässer und Zugang in Regen- und Trockenzeit ab. Prüfe vor der Reise, welche Schonzeiten und Sperrgebiete für dein Revier gelten.

Womit du ihn fängst

Freizeitangler fangen den Barramundi mit Rute und Handleine. Er gilt als guter Kämpfer, der festen Netzen ausweicht und am besten mit der Angel und mit Kunstködern gefangen wird. In Australien werden Stauseen mit Barramundi besetzt, und dort ist das Fangen und Zurücksetzen besonders verbreitet.

Fische an der Deckung, die er nutzt: an unterspülten Ufern, versunkenem Holz und überhängenden Bäumen. Laut australischer Bestandsbewertung überleben rund 90 Prozent der zurückgesetzten Barramundi.

Im Kakadu-Nationalpark bitten die traditionellen Eigentümer darum, nachhaltig zu fischen, etwa durch Zurücksetzen, und nur in den für Besucher freigegebenen Bereichen zu angeln.

Abstand zum Ufer: In allen Gewässern des Kakadu-Nationalparks leben Salzwasserkrokodile. Die Parkverwaltung rät, beim Uferangeln mindestens fünf Meter Abstand zur Wasserkante zu halten und nie ins Wasser zu gehen.

Vorkiemendeckel beachten: Der gesägte Vorkiemendeckel mit kräftigem Dorn kann schneiden. Fasse den Fisch nicht an den Kiemendeckeln.

Passende Köder

Kunstköder, geführt an Deckung wie unterspülten Ufern, versunkenem Holz und überhängenden Bäumen.

Mehr dazu: Hardbaits: Wobbler & Oberflächenköder, Softbaits: Gummifische & Co..

Schonzeit in Queensland beachten; an Krokodilgewässern Abstand zum Ufer halten.

Alle Köder im Überblick

Regeln, Lizenzen und Sicherheit

Fangregeln legen die Bundesstaaten und Territorien fest. Queensland schützt mit einem Entnahmefenster sowohl kleine Männchen als auch große Weibchen und begrenzt die Zahl der Fische pro Person und Boot. Hinzu kommen saisonale und räumliche Sperrungen. In Western Australia braucht eine Lizenz, wer vom motorisierten Boot aus angelt. Im Kakadu-Nationalpark gelten dieselben Fanglimits wie an Mary River und Daly River.

Verbindlich sind allein die aktuellen Regeln der zuständigen Behörde, in Queensland die der Queensland Government. Die Bestände in Australien gelten überwiegend als nachhaltig befischt: Von neun bewerteten Beständen sind sieben als nachhaltig eingestuft.

Zur Sicherheit: Salzwasserkrokodile halten sich auch an Bootsrampen und Angelplätzen auf und schnappen nach gehakten Fischen. Diese Hinweise ersetzen keine Beratung durch die Parkverwaltung vor Ort.

Häufige Fragen (FAQ)

Stimmt es, dass Barramundi das Geschlecht wechseln?

Ja. Die meisten Barramundi sind zuerst Männchen und werden später Weibchen. Große Fische sind deshalb meist Weibchen.

Wann ist Schonzeit für Barramundi in Queensland?

Von Anfang November bis Anfang Februar, während der Laichzeit. Die genauen Zeiten nennt die Regierung von Queensland.

Wie groß wird ein Barramundi?

FishBase nennt bis 200 Zentimeter und 60 Kilogramm. Die australische Bestandsbewertung gibt 150 Zentimeter und 35 Jahre an.

Quellen

Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).

KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.

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