Königslachs (Chinook)

Der Königslachs (Oncorhynchus tshawytscha), in Nordamerika Chinook oder King Salmon genannt, ist der größte der pazifischen Lachse. Er wächst im Nordpazifik ab und steigt zum Laichen in die Flüsse zwischen Kalifornien und Alaska auf, wo er nach dem Laichen stirbt. In Alaska ist er Staatsfisch und für viele Angler der wichtigste Sportfisch.

Naturkundetafel eines Königslachses
Naturkundetafel von AngelMomente, KI-unterstützt entworfen.
  1. Kleine schwarze Flecken auf beiden Lappen der Schwanzflosse
  2. Schwarz gefärbtes Zahnfleisch am Unterkiefer
  3. Unregelmäßige schwarze Flecken auf Rücken und Rückenflosse
Typische Größeum 90 cmrund 14 kg
Rekord126 PfundAlaska-Angabe, etwa 57 kg
MerkmalSchwarzes ZahnfleischFlecken auf beiden Schwanzlappen
RevierAlaska, Pazifikküsteeingeführt auch anderswo

Fangchancen im Jahresverlauf

J–
F–
M–
A–
M◐
J●
J◐
A◐
S○
O–
N–
D–
  • Kaum Chancen
  • Möglich
  • Gut
  • Hauptsaison
  • Laichzeit (Schonzeit beachten)

Redaktionelle Einschätzung für das Heimatrevier (Alaska und Pazifikküste Nordamerikas), kein Messwert und keine Garantie. Verbindlich sind die Regeln des Reiselandes.

Woran du ihn erkennst

Im Meer ist der Königslachs ein kräftiger, hochrückiger Fisch. Rücken und Oberkopf sind blaugrün, die Flanken silbern, der Bauch weiß. Auf Rücken, Rückenflosse und beiden Lappen der Schwanzflosse sitzen kleine, unregelmäßige schwarze Flecken. Das Zahnfleisch am Unterkiefer ist schwarz, daher der regionale Name Blackmouth.

Im Süßwasser färben sich laichreife Fische olivbraun, rot oder violett, die Milchner stärker als die Rogner. Ältere Milchner bekommen einen hohen Rücken und einen Hakenkiefer. Rogner bleiben torpedoförmig mit kräftiger Körpermitte und stumpfer Schnauze.

Laut NOAA sind laichreife Fische meist um 90 Zentimeter lang und rund 14 Kilogramm schwer. Als Höchstwerte nennt FishBase 150 Zentimeter und 61,4 Kilogramm, die Fischereibehörde von Alaska als Rekord 58 Zoll und 126 Pfund, also etwa 147 Zentimeter und 57 Kilogramm.

Am häufigsten wird er mit dem Silberlachs (Coho) verwechselt. Dem Coho fehlen die Flecken auf dem unteren Schwanzflossenlappen, und sein Zahnfleisch ist weiß statt schwarz. Kleine Königslachse, die nach nur einem Winter im Meer zurückkehren, heißen Jacks und sind meist Milchner.

Mit dem Atlantischen Lachs teilt er die Lebensweise als Wanderfisch, gehört aber zur pazifischen Gattung Oncorhynchus, zu der auch die Regenbogenforelle zählt. Anders als der Atlantische Lachs stirbt jeder Königslachs nach dem Laichen.

Wo er lebt

In Nordamerika reicht das Verbreitungsgebiet von der Monterey Bay in Kalifornien bis zur Tschuktschensee vor Alaska, in Asien vom Anadyr in Sibirien bis Hokkaido in Japan. In Alaska ist er vom Südosten bis zum Yukon häufig. Große Bestände kehren unter anderem in Yukon, Kuskokwim, Nushagak, Susitna und Kenai zurück. Die Art wurde auch in andere Länder gebracht, laut FishBase melden mehrere davon ökologische Schäden.

Die Jugend verbringt der Königslachs in Bächen, Flüssen, Ästuaren und Feuchtgebieten, den Rest des Lebens im offenen Meer. Manche Fische bleiben zeitlebens in Küstennähe, andere unternehmen weite Wanderungen.

Wie er wandert und laicht

Nach dem Schlupf leben die Larven einige Wochen im Kies und zehren vom Dottersack. In Alaska bleiben die meisten Jungfische ein Jahr im Fluss und wandern im zweiten Frühjahr als Smolt, also als silbrig gewordener Junglachs, ins Meer. Dort fressen sie Hering, Sandaale, Tintenfische und Krebse und verdoppeln oft in einem Sommer ihr Gewicht.

Nach einem bis fünf Jahren im Meer kehren sie in ihren Heimatfluss zurück, meist drei- oder vierjährig. In Alaska kommt der Aufstieg meist von Mai bis Juli. Im Süßwasser fressen sie nicht mehr und zehren von ihren Reserven. Fische für das Yukon-Quellgebiet legen in rund 60 Tagen mehr als 2000 Flussmeilen zurück, also über 3200 Kilometer. Jedes Weibchen legt 3000 bis 14000 Eier in mehrere Laichgruben in eher tiefem, schnell fließendem Wasser. Danach sterben alle Königslachse, ihre Kadaver düngen den Fluss.

Wann und wo die Saison ist

Die Saison folgt dem Aufstieg. Im Inneren Alaskas empfiehlt die Behörde für das Schleppen in Kehrwassern den Juli. Besonders intensiv beangelt wird er in Südost-Alaska und im Cook Inlet, im Meer vor allem vom Boot aus.

Viele Bestände in Alaska gehen zurück, andere sind stabil oder wachsen. Die Behörde kann Fischereien während der Saison kurzfristig schließen oder öffnen. Prüfe deshalb unmittelbar vor der Reise die aktuellen Notverordnungen (Emergency Orders) für dein Gewässer. Hochwasser und trübes Wasser senken die Fangaussichten im Fluss deutlich.

Womit du ihn fängst

Im Meer ist das Schleppen mit präpariertem Hering die bevorzugte Methode. Gezogen werden auch Oktopus-Imitationen aus Gummi, Wobbler oder Fliegen, oft hinter einem Flasher, einer Lockscheibe, die Bewegung und Glanz erzeugt. Auf Königslachs wird langsamer und tiefer geschleppt als auf Coho. Beim Mooching driftet oder ankert das Boot, und die Strömung bewegt den Hering. So lassen sich verschiedene Tiefen leicht abfischen. Die Behörde nennt Schnüre von 15 bis 40 Pfund Tragkraft.

Im Fluss fischen Angler mit Kunstködern und Lachseiern. Im Inneren Alaskas rät die Behörde, vom Boot aus mit großen Wobblern in Kehrwassern rückwärts zu schleppen oder vom Ufer mit Blinkern, Wobblern und Spinnern zu werfen.

Wer zurücksetzt, nutzt Einzelhaken oder drückt die Widerhaken an, drillt zügig und lässt den Fisch im Wasser. Nichts gehört unter die Kiemendeckel. Lässt sich der Haken nicht lösen, schneidest du die Schnur dicht am Haken ab. Halte den Fisch danach mit dem Kopf gegen die Strömung, bis er selbst wegschwimmt.

Ins Maul schauen: Schwarzes Zahnfleisch und Flecken auf beiden Schwanzlappen bedeuten Königslachs. Prüfe das vor der Entnahme, denn für Königslachs gelten in Alaska oft eigene Fanggrenzen.

Gesperrt heißt gesperrt: Ist ein Gewässer für den Lachsfang geschlossen, gilt das in Alaska auch für das Fangen und Zurücksetzen.

Passende Köder

Geschleppter Hering, Oktopus-Imitationen, Wobbler, Blinker und Spinner, im Fluss auch Lachseier und Fliegen.

Mehr dazu: Tierische Naturköder, Hardbaits: Wobbler & Oberflächenköder, Metallköder: Spinner, Blinker & Jigs, Softbaits: Gummifische & Co., Fliegen, Fell- & Federköder.

In Alaska zusätzlich zur Lizenz eine King Salmon Stamp nötig.

Alle Köder im Überblick

Lizenzen und Regeln im Reiseland

In Alaska brauchen Erwachsene eine Sportfischerlizenz, Nichtansässige ab 16 Jahren. Wer auf Königslachs angelt, braucht zusätzlich eine King Salmon Stamp, auch wenn er nur fängt und zurücksetzt. Ausgenommen sind besetzte Seen ohne Verbindung zum Meer. Für Fischereien mit Jahresfanggrenze ist ein Fangbuch (Harvest Record) Pflicht. Öffnungszeiten, Tageslimits und Gerätevorschriften stehen in den regionalen Regelheften. Verbindlich ist das Alaska Department of Fish and Game.

An der Westküste der USA sind nach NOAA Fisheries mehrere Königslachs-Bestände nach dem Endangered Species Act als gefährdet oder bedroht gelistet, in Alaska keiner. In Kanada und den anderen Bundesstaaten gelten eigene Lizenzen und Regeln der jeweiligen Behörde.

Häufige Fragen (FAQ)

Woran unterscheide ich Königslachs und Silberlachs?

Der Königslachs hat schwarzes Zahnfleisch und Flecken auf beiden Lappen der Schwanzflosse. Beim Silberlachs ist das Zahnfleisch weiß, und der untere Schwanzlappen ist ungefleckt.

Wann ist Königslachs-Saison in Alaska?

Die Fische steigen in Alaska meist von Mai bis Juli in die Flüsse auf. Im Inneren Alaskas nennt die Behörde den Juli. Kurzfristige Schließungen sind möglich.

Brauche ich in Alaska eine besondere Erlaubnis?

Ja. Neben der Sportfischerlizenz ist für den Königslachs eine King Salmon Stamp nötig, auch beim Zurücksetzen. Für Fischereien mit Jahreslimit kommt ein Fangbuch hinzu.

Quellen

Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).

KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.

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