Snook (Robalo)

Der Snook (Centropomus undecimalis), spanisch Robalo, ist ein schlanker Raubfisch der Mangrovenküsten im westlichen Atlantik. In Florida gehört er zu den beliebtesten Küstenfischen. Unverwechselbar ist die tiefschwarze Seitenlinie auf der hellen Flanke.

Naturkundetafel eines Snooks
Naturkundetafel von AngelMomente, KI-unterstützt entworfen.
  1. Tiefschwarze, durchgehende Seitenlinie bis in die Schwanzflosse
  2. Fliehende Stirn mit großem Maul und vorstehendem Unterkiefer
  3. Zwei getrennte, hohe Rückenflossen
Größeum 50 cmMaximum laut FishBase 140 cm
Alterbis etwa 20 Jahreältester Fisch 18 Jahre
MerkmalSchwarze Seitenliniefliehende Stirn, vorstehender Unterkiefer
RevierMangrovenSüdflorida, Karibik bis Brasilien

Fangchancen im Jahresverlauf

J○
F○
M◐
A●
M◐
J◐
J◐
A◐
S◐
O●
N◐
D○
  • Kaum Chancen
  • Möglich
  • Gut
  • Hauptsaison
  • Laichzeit (Schonzeit beachten)

Redaktionelle Einschätzung für das Heimatrevier (Florida), kein Messwert und keine Garantie. Verbindlich sind die Regeln des Reiselandes.

Woran du ihn erkennst

Der Snook hat einen schlanken, gestreckten Körper mit fliehender Stirn, großem Maul und vorstehendem Unterkiefer. Die beiden Rückenflossen sind hoch und deutlich getrennt, die Stacheln der Afterflosse eher kurz. Das sicherste Merkmal ist die tiefschwarze Seitenlinie, die als scharfer Strich über die ganze Flanke läuft.

Die Grundfarbe ist goldgelb bis silbrig, die Bauchflossen sind blassgelb. Zur Laichzeit werden Bauch- und Schwanzflossen deutlich gelber. Zähne auf dem Oberkieferknochen fehlen, auf Zwischenkiefer und Unterkiefer sitzen feine Zahnbänder.

FishBase nennt eine übliche Länge von 50 Zentimetern und als Maximum 140 Zentimeter. Der Rekordfisch an der Angel wog 24,3 Kilogramm und stammt aus Costa Rica. In Florida maß das größte untersuchte Weibchen gut 110 Zentimeter. Snook können etwa 20 Jahre alt werden.

Der Gemeine Snook ist die größte Art seiner Familie. In Florida gelten die Snook-Regeln seit 1987 für alle Fische der Gattung Centropomus, also auch für kleinere Arten. Wer die Art nicht sicher bestimmen kann, sollte sich an den strengeren Regeln orientieren.

Im gleichen Revier, etwa an Pässen und Mangrovenkanten, steht oft der Tarpon. Er ist viel hochrückiger, hat ein oberständiges Maul und sehr große Schuppen und trägt keine schwarze Seitenlinie.

Wo er steht

Der Snook lebt im westlichen Atlantik von Südflorida über die Küsten des Golfs von Mexiko und der Karibik bis nach Rio de Janeiro. In Florida ist er an der Atlantikküste von Cape Canaveral bis zu den Keys häufig und an der Golfküste bis Cedar Key.

Erwachsene Snook folgen in ihrer Verbreitung eng den Mangroven, die ihr wichtigster Lebensraum sind. Sie stehen aber auch an Stränden, in Flussmündungen, an küstennahen Riffen, in Salzmarschen, auf Seegraswiesen und ziehen ins Süßwasser. Jungfische wachsen in geschützten, flachen Fluss- und Ästuarbereichen mit überhängender Ufervegetation auf.

Wärme ist für den Snook entscheidend. Für erwachsene Fische liegt die untere tödliche Wassertemperatur laut Florida Museum bei etwa 6 bis 12 °C, für Jungfische höher. Ein schwerer Kälteeinbruch im Winter 2010 tötete an einem untersuchten Laichplatz in der Tampa Bay etwa ein Viertel der laichenden Fische.

Wie er frisst und laicht

Jungfische fressen Kleinkrebse, ab etwa viereinhalb Zentimetern Länge stellen sie auf Fische, Garnelen und Krabben um. Erwachsene jagen vor allem kleine Schwarmfische wie Grundeln, Mojarras und Sardellen.

Snook sind protandrische Zwitter: Sie werden zuerst als Männchen reif, viele wandeln sich später zu Weibchen. Kleine Snook sind daher meist männlich, große fast immer weiblich. Zur Laichzeit von etwa Mai bis September sammeln sich die Fische an der Mündung von Pässen und Flüssen. Gelaicht wird erst, wenn das Wasser nach dem Winter auf rund 25 °C erwärmt ist, laut einer Untersuchung meist am Nachmittag und frühen Abend.

Wann und wo die Saison ist

In Florida verteilen sich die Fänge über das ganze Jahr. An der Golfküste wurden nach Daten der Florida-Fischereibehörde aus den 1990er-Jahren die meisten Snook im Frühjahr und Frühsommer gefangen und wieder freigelassen, im Winter deutlich weniger. An der Atlantikküste fiel ein großer Teil der Entnahmen in den Herbst.

Im Sommer sammeln sich viele Snook zum Laichen an Pässen und Flussmündungen. In Florida ist die Entnahme in diesen Monaten gesperrt, Fänge dürfen dann nur zurückgesetzt werden. Nach starken Kälteeinbrüchen im Winter sind die Fische geschwächt und sollten geschont werden.

Womit er gefangen wird

Gefangen wird der Snook in Florida ausschließlich mit Rute und Leine. Da er Fische, Garnelen und Krabben frisst, werden Naturköder dieser Art und Kunstköder, die sie nachahmen, gefischt. Drillinge an Naturködern sind seit 1987 untersagt.

Angler berichten, dass Snook gern dicht an Mangrovenwurzeln, Brückenpfeilern und Kanten in der Strömung stehen. Wer dort fischt, braucht kräftiges Gerät, weil gehakte Fische sofort in die Deckung ziehen.

Vorsichtig zurücksetzen: In Florida wird die große Mehrheit der Snook wieder freigelassen. Nach einer Untersuchung der Fischereibehörde stirbt davon nur ein kleiner Teil, rund zwei Prozent. Bei so vielen Fängen macht das trotzdem einen spürbaren Teil der Gesamtentnahme aus. Halte den Fisch deshalb im Wasser und löse ihn zügig.

Nach Kälte schonen: Nach starken Kälteeinbrüchen sind die überlebenden Snook geschwächt. Eine Untersuchung aus der Tampa Bay fand nach dem Winter 2010 deutlich weniger Fettreserven in der Leber der Laichfische. Lass gestresste Fische in solchen Phasen in Ruhe.

Passende Köder

Köderfische, Garnelen und Krabben sowie Kunstköder, die sie nachahmen.

Mehr dazu: Tierische Naturköder, Softbaits: Gummifische & Co., Hardbaits: Wobbler & Oberflächenköder.

In Florida regionale Schonzeiten, Entnahmefenster und Snook Permit beachten

Alle Köder im Überblick

Was du in Florida beachten musst

Florida führt den Snook als geschützte Art (Protected Species). Kapitel 68B-21 des Florida Administrative Code regelt nach Küstenregionen getrennt Schonzeiten, Entnahmefenster und Tageslimits. Kauf und Verkauf von Snook sind verboten, die Regeln gelten für alle Arten der Gattung Centropomus.

Wer einen Snook behalten will, braucht neben der Salzwasser-Angellizenz eine jährliche Snook-Erlaubnis (Snook Permit), auch als Gast (Florida Statutes 379.354). Verbindlich sind die aktuellen Regeln der Florida-Fischereibehörde FWC. In Mexiko, Costa Rica und anderen Ländern gelten eigene Vorschriften. Die IUCN führt den Snook als nicht gefährdet (Least Concern).

Häufige Fragen (FAQ)

Woran erkenne ich einen Snook?

An der tiefschwarzen Seitenlinie, die wie ein Strich über die helle Flanke läuft. Dazu kommen die fliehende Stirn und der vorstehende Unterkiefer.

Darf ich in Florida einen Snook mitnehmen?

Nur außerhalb der regionalen Schonzeiten, innerhalb des Entnahmefensters und mit Lizenz und Snook Permit. Die genauen Regeln je Region nennt die FWC.

Warum sterben Snook bei Kälte?

Der Snook ist ein tropischer Fisch. Für erwachsene Tiere liegt die tödliche Wassertemperatur laut Florida Museum bei etwa 6 bis 12 °C, Jungfische vertragen noch weniger Kälte.

Quellen

Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).

KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.

Weiter im Lexikon