Wahoo

Der Wahoo (Acanthocybium solandri) ist ein schlanker, sehr schneller Verwandter der Makrelen und Thune, der in warmen Meeren weltweit vorkommt. Er lebt einzeln oder in kleinen, lockeren Gruppen und hat ein Maul voller scharfer, gesägter Zähne. Angler fangen ihn vor allem beim schnellen Schleppen über tiefem Wasser.

Naturkundetafel eines Wahoos
Naturkundetafel von AngelMomente, KI-unterstützt entworfen.
  1. Lange, spitze Schnauze, etwa so lang wie der übrige Kopf
  2. Lange erste Rückenflosse, mehrfach länger als die zweite, dahinter 8 bis 9 Flösselchen
  3. 24 bis 30 kobaltblaue, senkrechte Querbinden an den Flanken
Typische Größe100 bis 170 cmbis 250 cm
Gewichtbis 83 kgHöchstgewicht laut FishBase
MerkmalKeine Kiemenreusendornen24 bis 30 kobaltblaue Querbinden
RevierUS-SüdostküsteHauptzeit im Sommer

Fangchancen im Jahresverlauf

J○
F○
M○
A◐
M◐
J◐
J◐
A◐
S◐
O◐
N○
D○
  • Kaum Chancen
  • Möglich
  • Gut
  • Hauptsaison
  • Laichzeit (Schonzeit beachten)

Redaktionelle Einschätzung für das Heimatrevier (Südostküste der USA (Florida bis North Carolina)), kein Messwert und keine Garantie. Verbindlich sind die Regeln des Reiselandes.

Woran du ihn erkennst

Der Wahoo hat einen langen, schlanken, im Querschnitt ovalen Körper. Die Kiefer bilden eine spitze, schnabelartige Schnauze, die etwa so lang ist wie der übrige Kopf. Darin sitzen kräftige, dreieckige, fein gesägte Zähne. Die erste Rückenflosse ist mehrfach länger als die zweite, hinter zweiter Rücken- und Afterflosse folgen jeweils 8 bis 9 Flösselchen. Am schmalen Schwanzstiel sitzen drei Paar Kiele.

Der Rücken ist schillernd blaugrün bis stahlblau, Flanken und Bauch sind silbern. Über die Seiten laufen 24 bis 30 kobaltblaue Querbinden, die nach dem Tod schnell verblassen. Die Seitenlinie fällt unter der ersten Rückenflosse plötzlich nach unten ab.

Laut FishBase wird der Wahoo bis 250 Zentimeter lang und 83 Kilogramm schwer, üblich sind 100 bis 170 Zentimeter. Er wächst schnell, lebt nur fünf bis sechs Jahre und kann laut NOAA schon mit etwa einem Jahr laichen.

Die Fischereibehörde von North Carolina nennt die Königsmakrele als häufigste Verwechslung. Sicher unterscheidest du beide an den Kiemen: Dem Wahoo fehlen die Kiemenreusendornen, die kammartigen Fortsätze an der Innenseite der Kiemenbögen, ganz. Dazu kommen die lange, spitze Schnauze und die kräftigen Querbinden.

Wo er steht

Der Wahoo kommt in allen tropischen und subtropischen Meeren vor, auch in der Karibik, im Golf von Mexiko und im Mittelmeer. Im Westatlantik reicht er laut Fischereibehörde von North Carolina von New Jersey bis Kolumbien. In den Tropen ist er das ganze Jahr anzutreffen, in höheren Breiten nur im Sommer.

Er lebt dicht unter der Oberfläche, laut FishBase meist in den oberen 12 Metern, und hält sich gern an treibenden Gegenständen wie Sargassum-Feldern auf. NOAA nennt außerdem Bänke und unterseeische Kuppen. Wanderungen sind wenig erforscht, ein markierter Fisch legte aber in sechseinhalb Monaten rund 2700 Kilometer zurück.

Wie er jagt und laicht

Wahoos jagen vor allem andere Hochseefische und Kalmare. Laut NOAA und Fischereibehörde von North Carolina stehen Fregattmakrelen, Butterfische, Igelfische und Rundheringe oben auf dem Speiseplan. Mit den scharfen Zähnen zerteilen sie auch größere Beute in mundgerechte Stücke. Das Florida Museum nennt Spurts bis 75 Kilometer pro Stunde.

Die Laichzeit ist lang. Im westlichen Zentralatlantik laicht der Wahoo laut Florida Museum von Mai bis August, am stärksten im Juni und Juli, Laichplätze liegen in der Karibik und vor Florida. Ein Weibchen gibt laut NOAA im Jahr zwischen einer halben und 45 Millionen Eier ab, die frei im Wasser treiben.

Wann und wo die Saison ist

Die Saisonangaben gelten für die Südostküste der USA von Florida bis North Carolina. Laut Fischereibehörde von North Carolina zieht der Wahoo im Sommer mit dem Golfstrom nach Norden und im Winter zurück in die Tropen. Vor den Carolinas und Bermuda ist er laut Florida Museum stark saisonal und in den warmen Sommermonaten am häufigsten.

Daraus ergibt sich die Einschätzung im Kalender: April bis Oktober gut, die Wintermonate nur möglich. Weil die Hauptlaichzeit in den Sommer fällt, stuft der Kalender keinen Monat als Hauptsaison ein.

Womit du ihn fängst

Gefangen wird der Wahoo beim Schleppangeln mit hoher Geschwindigkeit über tiefem Wasser. Laut Fischereibehörde von North Carolina verwenden viele Angler schwere Schnüre und bunte Kunstköder mit Fransenrock vor einem Halbschnabelhecht (Ballyhoo) an einem Stahlvorfach. Auch schnell laufende Wobbler und andere Schleppköder sind im Einsatz.

Das Stahlvorfach empfiehlt sich wegen der scharfen, gesägten Zähne. Da Wahoos an Treibgut und Sargassum stehen, lohnt es sich, solche Stellen beim Schleppen mitzunehmen.

Vorsicht an Bord: Die Zähne sind dreieckig, scharf und fein gesägt. Halte die Finger vom Maul fern und löse den Haken mit Zange oder Lösewerkzeug.

Kiemen kontrollieren: Bei kleineren Fischen hilft ein Blick unter den Kiemendeckel: Fehlen die Kiemenreusendornen, ist es ein Wahoo und keine Königsmakrele.

Passende Köder

Schnell geschleppte Kunstköder mit Fransenrock vor Halbschnabelhecht und schnell laufende Wobbler an Stahlvorfach.

Mehr dazu: Hardbaits: Wobbler & Oberflächenköder, Tierische Naturköder.

Hohe Schleppgeschwindigkeit; Stahlvorfach wegen der gesägten Zähne

Alle Köder im Überblick

Regeln und Lizenzen

Verbindlich sind die Regeln des Landes, in dessen Gewässern du fischst, und die dortige Behörde. In den Bundesgewässern vor der US-Südostküste regelt der South Atlantic Fishery Management Council den Fang. Dort gilt eine Tagesbegrenzung je Person, ein Mindestmaß gibt es für Freizeitangler nicht. Der Fisch muss mit Kopf und Flossen angelandet werden. Charterboote brauchen eine eigene Bundesgenehmigung.

In den Küstengewässern der Bundesstaaten gilt zusätzlich deren Angellizenz, in North Carolina etwa die Coastal Recreational Fishing License. Für den Golf von Mexiko gibt es laut NOAA keine bundesweiten Regeln für Wahoo; frag dort bei der Fischereibehörde des jeweiligen Bundesstaats nach. Wer auf dem Seeweg Fisch von den Bahamas in die USA bringt, muss eigene Regeln beachten. Den Freizeitfang zu verkaufen, ist ohne Genehmigung verboten.

Der Bestand an der US-Südostküste und im Golf von Mexiko ist laut NOAA nicht bewertet, für ihn gelten aber Fangobergrenzen. Die IUCN führt den Wahoo als nicht gefährdet.

Häufige Fragen (FAQ)

Wann ist Wahoo-Saison an der US-Südostküste?

Vor allem in den warmen Monaten. Der Wahoo zieht im Sommer mit dem Golfstrom nach Norden und ist dann vor den Carolinas am häufigsten.

Wie unterscheide ich Wahoo und Königsmakrele?

Dem Wahoo fehlen die Kiemenreusendornen. Außerdem hat er eine lange, spitze Schnauze und 24 bis 30 deutliche Querbinden.

Welche Köder fangen Wahoo?

Schnell geschleppte, bunte Kunstköder mit Fransenrock, oft mit einem Halbschnabelhecht, sowie schnell laufende Wobbler, jeweils an Stahlvorfach.

Quellen

Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).

KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.

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