Der Gelbflossen-Thun (Thunnus albacares) ist ein schneller Schwarmfisch der warmen Ozeane und an seinen leuchtend gelben Flossen gut zu erkennen. Er wird bis über zwei Meter lang und lebt meist in den oberen 100 Metern. In North Carolina ist er die wichtigste Art der Hochsee-Charterflotte.
- Lange, leuchtend gelbe zweite Rückenflosse und Afterflosse
- Gelbe Flösselchen mit schmalem schwarzem Rand vor der Schwanzflosse
- Gelber Längsstreifen an der Flanke, darunter etwa 20 unterbrochene senkrechte Linien am Bauch
Fangchancen im Jahresverlauf
- Kaum Chancen
- Möglich
- Gut
- Hauptsaison
- Laichzeit (Schonzeit beachten)
Redaktionelle Einschätzung für das Heimatrevier (Südostküste der USA und Golf von Mexiko), kein Messwert und keine Garantie. Verbindlich sind die Regeln des Reiselandes.
Woran du ihn erkennst
Der Gelbflossen-Thun hat einen torpedoförmigen, leicht seitlich abgeflachten Körper. Rücken und obere Flanken sind metallisch dunkelblau, zum Bauch hin geht die Farbe über Gelb in Silber über. Ein gelber Streifen zieht an der Flanke entlang, über den Bauch laufen bei vielen Fischen etwa 20 unterbrochene, fast senkrechte Linien.
Am auffälligsten sind die Flossen. Zweite Rückenflosse, Afterflosse und die kleinen Flösselchen dahinter sind leuchtend gelb, die Flösselchen tragen einen schmalen schwarzen Rand. Bei großen Fischen werden zweite Rücken- und Afterflosse sehr lang. Die Brustflossen reichen meist bis hinter den Beginn der zweiten Rückenflosse.
Laut FishBase erreicht die Art bis 239 Zentimeter Gabellänge und 200 Kilogramm, üblich sind um 150 Zentimeter. NOAA Fisheries nennt eine Lebensdauer von etwa sieben Jahren, FishBase ein Höchstalter von 18 Jahren. Die meisten Fische können mit zwei bis drei Jahren laichen.
Die Fischereibehörde von North Carolina nennt Großaugen-Thun, Schwarzflossen-Thun und Weißen Thun (Albacore) als häufige Verwechslungen. Vom Roten Thun unterscheidet er sich laut NOAA durch die lange, gelbe Rückenflosse, den gelben Seitenstreifen und den schlankeren Körper.
Wo er steht
Der Gelbflossen-Thun lebt weltweit in tropischen und subtropischen Meeren, fehlt aber im Mittelmeer. Im Westatlantik reicht er laut ICCAT-Handbuch vom Süden Kanadas bis in den Norden Argentiniens. Laut NOAA bevorzugt er 18 bis 31 °C warmes Wasser und zieht mit steigender Temperatur jedes Jahr in höhere Breiten.
Erwachsene wie junge Fische verbringen die meiste Zeit über 100 Metern Tiefe. Sie tauchen meist nur so tief, dass das Wasser höchstens etwa 8 Grad kälter ist als an der Oberfläche, und meiden sauerstoffarmes Wasser. In den Tropen wird er deshalb selten unter 250 Metern gefangen.
Wie er jagt und laicht
Gelbflossen-Thune ziehen in Schwärmen gleich großer Fische, allein oder gemischt mit anderen Thunarten. Große Fische schwimmen oft mit Delfinen. Die Art sammelt sich unter Treibgut, verankerten Bojen und Fischsammlern (FADs), in der Karibik auch bei Walhaien und Walen.
Gefressen werden Fische, Kalmare und Krebstiere. Laut der Fischereibehörde von North Carolina stammen viele Beutetiere aus Sargassum, einer treibenden Braunalge: junge Krabben, Garnelen, Kalmare, Feilenfische, Drückerfische und Stachelmakrelen.
Im Westatlantik laicht die Art laut NOAA von Mai bis August im Golf von Mexiko und von Juli bis November in der südöstlichen Karibik. Weibchen laichen in dieser Zeit etwa alle drei Tage und geben jedes Mal 1 bis 4 Millionen Eier ab.
Wann und wo die Saison ist
Die Saisonangaben gelten für die Südostküste der USA und den Golf von Mexiko. North Carolina meldet laut seiner Fischereibehörde mehr Gelbflossen-Thun aus dem Freizeitangeln als jeder andere US-Bundesstaat. Die Art trägt dort das Geschäft der Hochsee-Charterflotte.
Da die Fische mit steigender Wassertemperatur in höhere Breiten ziehen, stuft der Kalender April bis Oktober als gut ein, die kühlen Monate als möglich. Spitzenmonate weist der Kalender deshalb nicht aus.
Womit du ihn fängst
Freizeitangler fangen Gelbflossen-Thun laut NOAA beim Schleppangeln, mit Rute und Rolle, mit der Handleine und vereinzelt beim Freitauchen mit der Harpune. In North Carolina werden laut Fischereibehörde vor allem bunte Kunstköder mit einem Halbschnabelhecht (Ballyhoo) mit hoher Geschwindigkeit geschleppt.
Weil sich die Fische unter Treibgut, Seetangfeldern, Bojen und bei Delfinen sammeln, lohnt es sich, solche Stellen gezielt anzufahren. In US-Gewässern gilt: Einen Thun, den du nicht behältst, lässt du sofort und ohne ihn aus dem Wasser zu heben frei.
Auf Treibgut achten: Treibende Sargassum-Felder, Holz oder Bojen sammeln Futterfische und damit Thune. Fahre solche Stellen gezielt an, statt nur offenes Wasser abzusuchen.
Art vor der Entnahme bestimmen: Gelbflossen-, Großaugen- und Roter Thun unterliegen in den USA unterschiedlichen Regeln. Prüfe Flossenfarbe, Seitenstreifen und Körperform, bevor du einen Fisch behältst.
Passende Köder
Bunte Schleppköder, oft kombiniert mit Halbschnabelhecht, an Rute oder Handleine.
Mehr dazu: Hardbaits: Wobbler & Oberflächenköder, Tierische Naturköder.
Fische unter Treibgut, Sargassum und bei Delfinen suchen
Regeln, Genehmigung und Gesundheit
Verbindlich sind die Regeln des Landes, in dessen Gewässern du fischst, und die dortige Behörde. In den USA gelten für Thune im Atlantik die Bundesregeln für weit wandernde Arten (HMS), zusammengefasst im Leitfaden von NOAA Fisheries. Für Thune braucht ein Boot die Genehmigung nicht nur in Bundesgewässern, sondern auch in den Küstengewässern fast aller Bundesstaaten. Charterboote haben eine eigene Genehmigung, unter der die Gäste fischen.
Für Gelbflossen-Thun gelten ein Mindestmaß und eine Tagesbegrenzung je Person. Bis zur Anlandung müssen Schwanzflosse und mindestens eine Brustflosse am Fisch bleiben. Fang, Markierung und Freilassung sind erlaubt. Laut NOAA ist der Atlantikbestand nach der Bewertung von 2024 nicht überfischt, die IUCN führt die Art als nicht gefährdet.
Zur Gesundheit: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nennt Thunfisch neben Hai und Schwertfisch als Beispiel für große Raubfische mit den höchsten Gehalten an Methylquecksilber. Schwangere und Stillende sollen nach dem BfR Fischarten mit hohen Gehalten meiden. Das ersetzt keine ärztliche Beratung.
Häufige Fragen (FAQ)
Woran erkenne ich einen Gelbflossen-Thun?
An der langen, leuchtend gelben zweiten Rücken- und Afterflosse, den gelben Flösselchen mit schwarzem Rand und dem gelben Streifen an der Flanke.
Wie groß wird ein Gelbflossen-Thun?
Laut FishBase bis 239 Zentimeter und 200 Kilogramm, üblich sind um 150 Zentimeter.
Ist Gelbflossen-Thun bedenklich zu essen?
Thunfisch gehört laut BfR zu den Fischen mit den höchsten Methylquecksilber-Gehalten. Schwangere und Stillende sollen solche Arten meiden. Das ersetzt keine ärztliche Beratung.
Quellen
Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).
- FishBase: Thunnus albacares, Yellowfin tuna
- NOAA Fisheries: Atlantic Yellowfin Tuna
- NOAA Fisheries: Pacific Yellowfin Tuna
- ICCAT: Manual: Yellowfin Tuna
- North Carolina Division of Marine Fisheries: Yellowfin Tuna
- NOAA Fisheries: HMS Recreational Compliance Guide
- Bundesinstitut für Risikobewertung: Schwangere und Stillende sollten Fischarten mit hohen Gehalten an Methylquecksilber meiden
KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.
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