Die Makrele (Scomber scombrus) ist ein schneller Schwarmfisch des Nordatlantiks. Sie hat keine Schwimmblase und wechselt mühelos die Tiefe. Im Sommer jagt sie in Küstennähe und wird dann vom Kutter und von Molen gefangen.
- Dunkle, unregelmäßige Querbänder auf grünblauem Rücken
- Je fünf kleine Flössel hinter der zweiten Rückenflosse und der Afterflosse
- Torpedoförmiger Körper ohne Schwimmblase mit schlankem Schwanzstiel und tief gegabelter Schwanzflosse
Fangchancen im Jahresverlauf
- Kaum Chancen
- Möglich
- Gut
- Hauptsaison
- Laichzeit (Schonzeit beachten)
Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.
Steckbrief und Quellen im FangkalenderAlle Arten im MonatsvergleichRegeln deines Bundeslandes
Woran du sie erkennst
Der Körper ist langgestreckt und stromlinienförmig, die Schwanzflosse tief gegabelt. Der Rücken glänzt grünblau und trägt dunkle, unregelmäßige Querbänder. Die Flanken schimmern perlmuttfarben, der Bauch ist weiß.
Hinter der zweiten Rückenflosse und der Afterflosse stehen je fünf kleine Einzelflossen, die Flössel. Der Körper ist mit kleinen, festen Schuppen bedeckt. Eine Schwimmblase fehlt. Makrelen können 60 Zentimeter lang und bis 17 Jahre alt werden, üblich sind um 30 Zentimeter.
In Nord- und Ostsee ist die Makrele kaum zu verwechseln. Weiter südlich mischt sie sich mit anderen Makrelenarten wie der etwas kleineren, anders gezeichneten Spanischen Makrele. Der Hornhecht jagt ebenfalls an der Oberfläche, ist aber viel schlanker und trägt einen Schnabel.
Im direkten Vergleich



Wo sie steht
Makrelen leben beiderseits des Atlantiks, in Europa von Gibraltar bis zum Nordkap, in der Nordsee, der westlichen Ostsee und im Mittelmeer. Die Schwärme halten sich im Freiwasser auf, meist nahe der Oberfläche.
Den Winter verbringen sie in tieferem Wasser am Schelfrand. Im Frühjahr, bei 11 bis 14 °C, nähern sie sich der Küste. Flaches Wasser meiden sie. Deshalb wird in der Nordsee meist vom Kutter gefischt. In der Ostsee sind Makrelen selten, nur im Kattegat lohnt das gezielte Angeln.
Standplätze im Bild
Wähle eine Jahreszeit: Der Fisch zeigt, wo die Art dann steht. Rot beschriftete Stellen gelten nur in der gewählten Zeit. Je mehr Fische im Bild, desto besser die Fangchance laut Fangkalender. Das Bild ist schematisch, jedes Gewässer ist anders.
An der Küste
- Freiwasser, Mittelwasser
- Dicht unter der Oberfläche
Makrelen leben als Schwarmfische im Freiwasser und halten sich meist nahe der Oberfläche auf. Vom Ufer stehen sie nur dort, wo tiefes Wasser dicht heranreicht: vor Molen, Seebrücken und Anlegern. Bei ablandigem Wind sind sie oft näher am Ufer, bei auflandigem weiter draußen.
Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender im März und April kaum, im Mai möglich. Im Frühjahr, bei 11 bis 14 °C Wassertemperatur, nähern sich die Schwärme der Küste.
Sommer: Fangchance laut Fangkalender im Juni und Juli gut, im August Hauptsaison. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Nach dem Laichen fressen die Makrelen sehr aktiv und ziehen in kleinen Trupps umher. Die Saison reicht von Mai bis September.
Herbst: Fangchance laut Fangkalender im September gut, im Oktober möglich, im November kaum. Kühlt das Wasser im September ab, ziehen die Schwärme zurück an den Rand des Schelfs.
Winter: Fangchance laut Fangkalender kaum. Den Winter verbringen Makrelen in tieferem Wasser fern der Küste. In dieser Ruhezeit fressen sie nicht.
Tiefe: Makrelen halten sich nahe der Oberfläche auf, wollen aber etwa zehn Meter Wasser unter sich haben. Flache Strände scheiden deshalb aus.
Wie sie jagt und laicht
Makrelen fressen Zooplankton und kleine Fische wie Jungheringe, Sandaale und Sprotten. Während der Winterruhe nehmen sie keine Nahrung auf. Nach dem Laichen steigt der Bedarf stark, dann jagen sie in Trupps Fischbrut.
Gelaicht wird im späten Frühjahr und Sommer, in Nordsee und Skagerrak von Mai bis Juli. Eier und Larven treiben frei im Wasser. Weil die Schwimmblase fehlt, muss die Makrele ständig schwimmen, um nicht abzusinken.
Wann sie beißt
Die Saison reicht je nach Wetter und Region von Mai bis September. Kühlt das Wasser im September ab, ziehen die Schwärme zurück an den Schelfrand.
Auf der Nordsee gilt schönes Hochdruckwetter als günstig. Bei ablandigem Wind stehen die Fische oft näher am Ufer, bei auflandigem weiter draußen.
Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.
Womit du sie fängst
Vom Kutter wird mit dem Makrelenpaternoster gefischt: mehrere mit Federn besetzte Haken an kurzen Seitenarmen, darunter ein Blei. Du lässt die Montage zum Grund und kurbelst sie ruckend höher, bis du die Tiefe des Schwarms gefunden hast.
An leichtem Gerät ist das Spinnfischen die sportlichere Variante, etwa an norwegischen Fjorden oder von Molen mit tiefem Wasser. Geeignet sind schlanke Blinker und kleine Kunstköder. Auch mit der Fliegenrute und sinkender Schnur werden Makrelen gefangen.
Auf Möwen achten: Ein jagender Möwenschwarm zeigt oft Kleinfisch an der Oberfläche, der von Makrelen bedrängt wird.
Sofort kühlen: Makrelenfleisch ist fettreich, der Fettanteil liegt bei etwa 12 Prozent. Versorge den Fang gleich und lagere ihn kühl.
Passende Köder
Makrelenpaternoster mit Pilker oder kleine Blinker.
Montagen zu diesen Ködern: Seitenarm-Montage.
Was du beachten musst
Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.
Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.
Für Meeresangler ändern sich die Vorgaben von Jahr zu Jahr. Die IUCN stuft die Makrele als ungefährdet ein. Wissenschaftler bemängeln jedoch seit Jahren Fangmengen über den Empfehlungen.
Häufige Fragen (FAQ)
Warum muss die Makrele ständig schwimmen?
Ihr fehlt die Schwimmblase. Ohne Bewegung würde sie absinken. Dafür kann sie schnell die Tiefe wechseln.
Wann ist Makrelenzeit?
Im Sommer, je nach Region und Wetter von Mai bis September.
Kann ich Makrelen vom Ufer fangen?
Nur dort, wo tiefes Wasser in Wurfweite liegt, etwa an langen Molen, Felsküsten und Fjordufern.
Quellen
Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).
- Wikipedia: Makrele
- FishBase: Scomber scombrus
- Blinker: Steckbrief Makrele
- Thünen-Institut, Fischbestände online: Makrele
- Havforskningsinstituttet: Makrell (Makrele)
- Blinker extra: Die Fische der Ostsee und wie man sie beangelt (Stand 2007)
KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.
Weiter im Lexikon
- Alle Fischarten im Überblick
- Fangkalender – Monat, Wassertemperatur und Steckbrief für 92 Arten
- Schnur-Rechner – Tragkraft nach dem Knoten, Bremsen-Richtwert, Backing
- Angeltechniken
