Der Giant Trevally (Caranx ignobilis), kurz GT, ist die größte Stachelmakrele der Gattung Caranx. Er jagt an Riffen, Riffkanälen und Flats im tropischen Indopazifik vom Roten Meer bis Hawaii und gilt dort als einer der begehrtesten Fische für Angelreisen.
- Steil abfallendes Kopfprofil
- Kräftige Knochenschilde (Scutes) auf dem hinteren, geraden Teil der Seitenlinie
- Kein dunkler Fleck am hinteren Rand des Kiemendeckels
Fangchancen im Jahresverlauf
- Kaum Chancen
- Möglich
- Gut
- Hauptsaison
- Laichzeit (Schonzeit beachten)
Redaktionelle Einschätzung für das Heimatrevier (Hawaii und tropischer Indopazifik), kein Messwert und keine Garantie. Verbindlich sind die Regeln des Reiselandes.
Woran du ihn erkennst
Der GT ist ein sehr großer, hochrückiger Trevally. Die Färbung reicht von silbrig über dunkel goldfarben bis fast schwarz, manchmal mit dunklen Binden auf dem Rücken. Typisch sind das steil abfallende Kopfprofil und die kräftigen Knochenschilde, sogenannte Scutes, auf dem hinteren, geraden Teil der Seitenlinie. Einen dunklen Fleck am hinteren Rand des Kiemendeckels hat er nicht.
Die Flossen sind meist einheitlich grau bis schwarz. Fische aus trübem Küstenwasser tragen oft gelbe Flossen, die Afterflosse ist dann am kräftigsten gefärbt. Der Bauch ist vorn meist schuppenlos, oft mit einem kleinen Schuppenfeld vor den Bauchflossen.
FishBase nennt eine übliche Länge von 100 Zentimetern, als Maximum 170 Zentimeter und 80 Kilogramm. Fishes of Australia gibt 180 Zentimeter und 86,6 Kilogramm an. In Hawaii wurden Fische von über 86 Kilogramm gemeldet.
Am ehesten wird der GT mit dem Bluefin Trevally (Caranx melampygus) verwechselt. Dieser trägt leuchtend blaue zweite Rücken-, After- und Schwanzflossen sowie zahlreiche blaue und schwarze Punkte auf den Flanken. In Hawaii wurden auch Mischlinge beider Arten gefunden.
Wie der Permit und die Bernsteinmakrele gehört der GT zur Familie der Stachelmakrelen.
Wo er steht
Der GT lebt im Indopazifik vom Roten Meer und der ostafrikanischen Küste bis Hawaii und zu den Marquesas, nördlich bis Südjapan und südlich bis Nordaustralien. Die Population in Hawaii ist genetisch eigenständig.
Erwachsene Fische ziehen frei über Fels, Riffkanälen, inneren und äußeren Riffen und über flachen Sandflächen in Küstennähe. Gern patrouillieren sie entlang von Riffkanten. Jungfische bilden kleine Schwärme über sandigen, küstennahen Bereichen und kommen auch in Flussmündungen vor. Die Art verträgt auffallend gut Süßwasser.
Wie er jagt und laicht
Der GT ist ein Spitzenräuber. In einer Untersuchung in den Nordwestlichen Hawaii-Inseln bestand die Nahrung zu über 90 Prozent aus Fisch, dazu kamen Krebse und Tintenfische. Nach FishBase jagt er Krebse wie Krabben und Langusten sowie Fische vor allem nachts. Für das südliche Afrika wird er dagegen als tagaktiv mit Schwerpunkt in der Dämmerung beschrieben.
Zum Laichen bilden GT im Sommer Ansammlungen an flachen Außenriffen und vorgelagerten Bänken. In Hawaii fanden Forscher laichreife Fische von April bis November, mit einem Höhepunkt etwa von Mai bis August. Weibchen werden dort bei etwa 60 Zentimetern Standardlänge geschlechtsreif, das entspricht rund dreieinhalb Jahren.
Wann und wo die Saison ist
Als tropischer Fisch ist der GT ganzjährig im Revier und wird ganzjährig gefangen. In Hawaii liegt die Hauptlaichzeit etwa zwischen Mai und August, dann sammeln sich die Fische an Außenriffen und Bänken.
Bekannte Flats-Reviere für den GT sind die Seychellen, Kiritimati im Inselstaat Kiribati und Französisch-Polynesien. Die günstigste Reisezeit unterscheidet sich je nach Region und sollte vor Ort erfragt werden.
Womit er gefangen wird
Der GT wird in seinem ganzen Verbreitungsgebiet von Freizeitanglern befischt, auf den Flats meist als Catch-and-release-Fischerei. Eine Studie auf Kiritimati untersuchte 73 GT, die mit Spinnruten und Oberflächenködern (Topwater) gefangen wurden.
Das Ergebnis betrifft vor allem die Hakenwahl. Köder mit einem einzelnen J-Haken oder einem einzelnen Drilling saßen meist im Maul. Köder mit zwei Haken hakten die Fische öfter am Körper, und vor allem zwei Drillinge verursachten mehr Verletzungen und erschwerten das Lösen. Angler berichten, dass der GT nach dem Biss sofort Richtung Riff zieht, das Gerät muss deshalb sehr kräftig sein.
Ein Haken statt zwei Drillinge: Wer den Fisch zurücksetzen will, rüstet Oberflächenköder mit nur einem Haken aus. In der Studie auf Kiritimati verringerte das Körpertreffer, Verletzungen und die Zeit an der Luft.
Drill und Luftzeit kurz halten: Mit längerem Drill und längerer Zeit an der Luft verloren die Fische häufiger Gleichgewicht und Fluchtreflex. Halte den GT zum Lösen im Wasser.
Passende Köder
Oberflächenköder an der Spinnrute.
Mehr dazu: Hardbaits: Wobbler & Oberflächenköder.
Zum Zurücksetzen Köder mit nur einem Haken verwenden
Was du im Reiseland beachten musst
In Hawaii zählt der GT zu den Ulua und Pāpio. Für diese Gruppe gelten ein Mindestmaß und ein Tageslimit, die Regeln nennt die Fischereibehörde Hawaii Division of Aquatic Resources. Wer nicht in Hawaii wohnt, braucht seit 2024 eine Angellizenz für das Meer (Nonresident Recreational Marine Fishing License).
Auf den Seychellen, in Kiribati, Australien und anderen Ländern gelten eigene Lizenzen, Schutzgebiete und Regeln. Viele Flats-Reviere werden als reine Catch-and-release-Fischerei betrieben. Verbindlich ist immer die zuständige Behörde vor Ort. Die IUCN führt den GT als nicht gefährdet (Least Concern).
Häufige Fragen (FAQ)
Wie groß wird ein Giant Trevally?
Üblich sind um 100 Zentimeter. FishBase nennt als Maximum 170 Zentimeter und 80 Kilogramm, Fishes of Australia 180 Zentimeter und 86,6 Kilogramm.
Woran unterscheide ich GT und Bluefin Trevally?
Der Bluefin Trevally hat leuchtend blaue zweite Rücken-, After- und Schwanzflossen und viele blaue und schwarze Punkte auf den Flanken. Der GT hat einen steilen Kopf und keine solche Zeichnung.
Welche Haken schonen den GT?
In einer Studie auf Kiritimati saßen Köder mit nur einem Haken meist im Maul. Zwei Drillinge führten häufiger zu Körpertreffern und Verletzungen.
Quellen
Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).
- FishBase: Caranx ignobilis, Giant trevally
- Museums Victoria / Fishes of Australia: Giant Trevally, Caranx ignobilis
- Museums Victoria / Fishes of Australia: Bluefin Trevally, Caranx melampygus
- NOAA Fishery Bulletin: Sudekum et al. (1991), Life History and Ecology of Large Jacks in Undisturbed, Shallow, Oceanic Communities
- Hawaii Division of Aquatic Resources: Marine Fishes and Vertebrates (Fischereiregeln)
- Hawaii Division of Aquatic Resources: Nonresident Recreational Marine Fishing License – FAQ
- GigaByte / Europe PMC (Volltext): The genome of a giant (trevally): Caranx ignobilis (2022)
- Environmental Biology of Fishes / Europe PMC (Volltext): Cascading effects of climate change on recreational marine flats fishes and fisheries (2023)
- Danylchuk et al. (2026): Hooking injury, physiological stress, and post-release activity patterns of giant trevally, Environmental Biology of Fishes (Carleton University)
KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.
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