Reviere · Polen

San und Dunajec

San und Dunajec sind die großen Bergflüsse im Süden Polens, beide münden in die Weichsel. Der San kommt aus den Bieszczady, der Dunajec aus Bächen der Tatra und bricht durch die Pieninen. Für Bachforelle, Äsche und Huchen setzen die Bezirke des Anglerverbands PZW eigene, oft strengere Regeln. Als Gast brauchst du ihre Erlaubnis, aber keinen polnischen Angelschein (karta wędkarska).

Papiere
Erlaubnis des PZW-Bezirks und Ausweis, Gäste ohne Angelschein
Fangzeiten
Gebirgsstrecken nur tagsüber (Krosno, Przemyśl, Nowy Sącz)

Stand Oktober 2026

Im Gewässeratlas zeigenRegeln auf einen Blick

Lagekarte: Polen mit dem Karpatenvorland im Süden, wo San und Dunajec fließen, rot markiertSan und Dunajec
Abb. 1 · Lage in Polen, rot hervorgehoben. KI-unterstützt gezeichnet, Umrisse aus Natural Earth (gemeinfrei).

Auf einen Blick

Papiere
Erlaubnis des PZW-Bezirks und Ausweis, Gäste ohne Angelschein
Fangzeiten
Gebirgsstrecken nur tagsüber (Krosno, Przemyśl, Nowy Sącz)
Mindestmaße, Schonzeiten und Fanglimits
FischMindestmaßSchonzeitFanglimitHinweis
Bachforelle25 cm1.9.–31.1.–Krosno 30 cm; Nowy Sącz 30–50 cm; Przemyśl, Tarnów: keine Entnahme
Äsche30 cm1.3.–31.5.–Krosno 31 cm; Nowy Sącz, Przemyśl, Tarnów: keine Entnahme
Huchen70 cm1.3.–31.5.Krosno: 1 im JahrNowy Sącz, Przemyśl, Tarnów: keine Entnahme
Barbe40 cm1.1.–30.6.–Krosno 40–60 cm, ab 1.12. geschont; Nowy Sącz 40–65 cm; Przemyśl 50–70 cm
Nase25 cm1.1.–15.5.–Przemyśl 30 cm
Döbel25 cmkeine–Krosno 25–45 cm; Nowy Sącz 30 cm; Przemyśl 30–50 cm

Landesweite Werte der polnischen Binnen-Verordnung vom 12.07.2023 (Dz. U. 2023 Pos. 1373). Im Hinweis die strengeren Regeln 2026 der PZW-Bezirke Krosno, Przemyśl, Nowy Sącz und Tarnów; maßgeblich ist die Erlaubnis des Bezirks. Stand: Oktober 2026. Maßgeblich sind die Verordnung und dein Erlaubnisschein.

Lage und Gewässer

  • San: Er beginnt im Bieszczady-Nationalpark, ein Lehrpfad im oberen Santal führt zu seinen Quellen (Bieszczadzki PN). Weiter flussab stauen ihn die Mauern von Solina und Myczkowce. Unterhalb von Przemyśl nimmt er den Wisłok und die Tanew auf und mündet in die Weichsel (Wody Polskie Rzeszów).
  • Dunajec: Er ist 251 km lang, entsteht bei Nowy Targ aus Czarny und Biały Dunajec und mündet bei Ujście Jezuickie (Pieniński PN). Oberhalb der Pieninen liegen die Stauseen Czorsztyn-Niedzica und Sromowce Wyżne.
  • Pieninen-Durchbruch: In sieben Schleifen macht der Dunajec aus 2,8 km Luftlinie 8 km Flusslauf. Das andere Ufer gehört hier zur Slowakei.
  • Unterer Dunajec: Ab dem Stausee Czchów bewirtschaftet der Bezirk Tarnów den Fluss bis zur Mündung.

Fische und beste Zeit

Im Dunajec der Pieninen zählt der Nationalpark 17 Fischarten. Am häufigsten sind Nase, Barbe, Döbel und Äsche. Bachforelle und Huchen sind dort selten geworden. Seit dem Bau des Czorsztyn-Stausees nehmen Arten der Tieflandflüsse zu, etwa Brachse und Rotauge (Pieniński PN).

Am San schützen die Bezirke Äsche, Huchen und Barbe auf eigenen Abschnitten. Für die Bachforelle im San setzt die staatliche Verordnung eigene Werte. Der Natura-2000-Datenbogen „Rzeka San“ führt außerdem den Rapfen (EUA). Die Schonzeiten stehen im Kasten „Auf einen Blick“, was wann beißt, zeigt der Fangkalender.

Papiere und Erlaubnis

Was in Polen allgemein gilt, steht auf der Seite Angeln in Polen. Am Fluss zählt die Erlaubnis (zezwolenie) des PZW-Bezirks, der die Strecke bewirtschaftet (Binnenfischereigesetz, Artikel 7):

  • San im Bezirk Krosno (Grenze des Nationalparks bis zur Mündung der Baryczka bei Nozdrzec, mit Solina und Myczkowce): Erlaubnis online, dazu Pass oder Ausweis. Sie gilt nicht für das Schutzrevier San–Zwierzyń–Hoczewka (PZW Krosno).
  • San im Bezirk Przemyśl (Baryczka bis zur Mündung des Wisłok): Erlaubnis online beim Bezirk (PZW Przemyśl).
  • Unterer San: bis zur Tanew-Mündung der Bezirk Rzeszów, danach bis zur Weichsel der Bezirk Tarnobrzeg (Verzeichnis von Wody Polskie Rzeszów).
  • Oberer und mittlerer Dunajec: Der Bezirk Nowy Sącz verkauft online Erlaubnisse für das Sonderrevier „Dunajec“ und seine übrigen Gewässer, darunter die Stauseen Czorsztyn und Sromowce Wyżne. Ohne polnische Angelkarte trägst du einen Ausweis bei dir (PZW Nowy Sącz).
  • Unterer Dunajec ab Czchów: Bezirk Tarnów. Auch dessen Erlaubnis nennt Ausländer mit vorübergehendem Aufenthalt als befreit von der Angelkarte (PZW Tarnów 2026).

Besondere Regeln

Die Werte der staatlichen Verordnung vom 12. Juli 2023 stehen im Kasten, die strengeren Werte der Bezirke im Hinweis daneben. Staatlich fischst du auf Salmoniden und Äschen mit einer Rute und hältst zu Stauanlagen 50 m Abstand.

  • Bezirk Krosno 2026: Salmoniden und Äschen zusammen höchstens zwei am Tag. In Gebirgsgewässern fischst du mit einer Rute und Haken ohne Widerhaken, nur von der Morgen- bis zur Abenddämmerung. Vom 1. September bis 31. Januar ruht dort das Spinnfischen, mit Ausnahmen am San. Salmoniden, die nicht auf Kunstköder gebissen haben, gehen sofort zurück.
  • Sperrstrecken bei Krosno: Zwischen den Mündungen von Hoczewka und Osława nimmst du keine Äsche mit, von der Osława-Mündung bis zur Baryczka in Nozdrzec keinen Huchen. Unter der Staumauer Solina und an der Mauer Myczkowce liegen Schonbezirke, dort ist Angeln verboten.
  • Schutzrevier San–Zwierzyń–Hoczewka: Diese No-Kill-Strecke reicht von 50 m unter der Staumauer Myczkowce bis zur Hoczewka. Erlaubt ist nur die Fliege am Einzelhaken ohne Widerhaken, ein Kescher ist Pflicht, Salmoniden und Äschen gehen zurück. Es gibt 15 Tageskarten pro Tag, auch für Ausländer. Oberhalb des Turbinenauslasses Zwierzyń darfst du nur vom 15. Mai bis 15. Oktober fischen (Regelwerk 2026).
  • Bezirk Przemyśl 2026: Huchen, Äsche und Bachforelle nimmst du nie mit. Von der Baryczka-Mündung flussab bis zum Waldrand unterhalb der Harta-Mündung gilt bei Dynów No-Kill, erlaubt sind dort Spinnfischen und Fliege mit Haken ohne Widerhaken. Auf den Gebirgsstrecken ist Nachtangeln verboten. Lebende und tote Köderfische sind vom 1. Januar bis 30. April auf allen Gewässern des Bezirks verboten (Gewässer und Limits 2026).
  • Bezirk Nowy Sącz 2026: Äsche und Huchen nimmst du das ganze Jahr nicht mit, Bachforellen nur von 30 bis unter 50 cm und höchstens drei am Tag. Oberhalb der Brücke „Pod Hubą“ in Dębno bleibt auch die Barbe im Wasser. In Gebirgsgewässern gilt: eine Rute, kein Nachtangeln, Kunstköder nur ohne Widerhaken. Auf den Schutzstrecken (Łowisko Ochronne) gehen Forelle, Äsche, Huchen, Döbel, Nase und Barbe zurück, Fotos machst du nur über dem Wasser. Auf dem Stausee Sromowce Wyżne darfst du nicht vom Boot angeln. Für das Sonderrevier „Dunajec“ brauchst du eine eigene Erlaubnis (Bedingungen 2026 über das PZW-Portal).
  • Bezirk Tarnów 2026: Huchen, Äsche und Bachforelle dürfen ganzjährig nicht entnommen werden.
  • Nationalparks: Dort ist Fischfang grundsätzlich verboten (Naturschutzgesetz, Artikel 15). Im Pieniny-Nationalpark gilt das für den Dunajec im Durchbruch (Regulamin 2026). Der Bieszczady-Nationalpark verbietet den Fischfang und gibt sein Gebiet mit dem oberen Santal nicht zum Angeln frei (Anordnung 13/2026).

Stand: Oktober 2026. Die Bezirke beschließen ihre Regeln jedes Jahr neu, und die Pachtverträge am San laufen laut Verzeichnis von Wody Polskie Rzeszów Ende 2026 aus. Prüf vor einer Reise 2027, wer deine Strecke dann bewirtschaftet. Maßgeblich sind die Verordnung und die Bedingungen auf deiner Erlaubnis.

Sicherheit

  • Gebirgsfluss: Der Dunajec ist auf vielen Abschnitten ein Gebirgsfluss. Der Pieniny-Nationalpark rät, den Wasserstand zu beachten (Pieniński PN).
  • Unter den Staumauern: Die Abgabe aus den Stauseen Czorsztyn-Niedzica und Sromowce Wyżne schwankt im Tagesverlauf, der Schutzplan des Parks will das begrenzen (Schutzplan). Rechne dort mit wechselndem Wasserstand.
  • Pegel: Aktuelle Wasserstände zeigt das staatliche Institut IMGW-PIB im Hydro-Portal. Mehr zum Waten unter Ufer und Wathose.

Passend dazu

Quellen

Wegweiser ohne Gewähr, Stand Oktober 2026. Maßgeblich sind die polnischen Fischerei- und Naturschutzvorschriften, die Ordnungen der Nationalparks und die Bedingungen deiner Erlaubnis in ihrer aktuellen Fassung.