Der Huchen (Hucho hucho), auch Donaulachs, ist ein großer Lachsfisch, der sein ganzes Leben im Süßwasser verbringt. Er kommt von Natur aus nur im Einzugsgebiet der Donau vor und ist in Deutschland stark gefährdet.
- Langgestreckter, im Querschnitt fast runder Körper mit kupferfarbenen Flanken
- Weite Maulspalte bis hinter das Auge, kräftige Zähne auf Kiefern und Pflugscharbein
- Viele kleine dunkle Punkte auf Rücken und Flanken, keine roten Flecken
Fangchancen im Jahresverlauf
- Kaum Chancen
- Möglich
- Gut
- Hauptsaison
- Laichzeit (Schonzeit beachten)
Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.
Steckbrief und Quellen im FangkalenderAlle Arten im MonatsvergleichRegeln deines Bundeslandes
Woran du ihn erkennst
Der Huchen hat einen langgestreckten, spindelförmigen Körper, der im Querschnitt fast rund ist. Der Kopf ist lang und oben abgeflacht. Das große Maul reicht bis weit hinter die Augen.
Der Rücken ist bräunlich bis grünlichgrau, die Flanken sind kupferfarben bis rötlich und mit kleinen dunklen Punkten besetzt. Rote Flecken fehlen. Die Schuppen sind sehr klein, dazu kommt eine recht große Fettflosse. Üblich sind 50 bis 100 Zentimeter, als Höchstmaß gelten 150 Zentimeter.
Kleine Huchen können mit Forellen verwechselt werden. Dem Huchen fehlen die roten Flecken, sein Körper ist im Querschnitt rund und Rücken- und Schwanzflosse sind meist ungefleckt.
Wo er steht
Der Huchen bewohnt die Äschen- und Barbenregion schnell fließender, kühler und sauerstoffreicher Flüsse im Donaugebiet, etwa Isar, Inn, Lech, Regen und Ilz. Er steht an tiefen, schattigen Stellen: unter ausgespülten Ufern, in Gumpen, unter Brücken und hinter Wehren.
In Deutschland kommt er nur noch in etwa der Hälfte seiner früheren Gewässer vor. Nur einzelne Bestände erhalten sich selbst, die übrigen hängen vom Besatz ab. Ursachen sind Querbauwerke, Gewässerausbau, Verschmutzung und der Verlust von Kieslaichplätzen.
Standplätze im Bild
Wähle eine Jahreszeit: Der Fisch zeigt, wo die Art dann steht. Rot beschriftete Stellen gelten nur in der gewählten Zeit. Je mehr Fische im Bild, desto besser die Fangchance laut Fangkalender. Das Bild ist schematisch, jedes Gewässer ist anders.
Im Fluss
- Unterspültes Ufer, überhängende Äste, Holz
- Strömungsschatten hinter Steinen
- Kiesige Flachstelle (Rausche)
- Gumpen, tiefe Stelle
Der Huchen ist ein standorttreuer Einzelgänger und steht an tiefen, schattigen Stellen: in Gumpen, unter ausgespülten Ufern, unter Brücken und hinter Wehren. Deckung geben auch große Felsbrocken und versunkenes Holz. Beute findet er an Wehren, Bacheinläufen und an den Ausläufen tiefer Gumpen.
Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender im März und April kaum, im Mai möglich. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Von März bis Mai zieht der Huchen zum Laichen flussauf, oft in die Oberläufe der Seitengewässer. Das Weibchen schlägt die Laichgrube in Kies bei etwa 20 bis 60 Zentimetern Wassertiefe.
Sommer: Fangchance laut Fangkalender gut. Im Sommer ist der Huchen kaum zu fangen. Wo er dann steht, gilt als wenig bekannt.
Herbst: Fangchance laut Fangkalender Hauptsaison.
Winter: Fangchance laut Fangkalender im Dezember gut, im Januar und Februar möglich. Der Winter ist die Hauptzeit: Je kälter es wird, desto mehr ist der Huchen auf Beutesuche. Als günstig gelten niedriges, klares Wasser, Schneetreiben, Nebel und große Kälte.
Tiefe: Er hält sich meist in den tieferen Abschnitten schnell fließender Flüsse auf und bevorzugt harten Grund aus Fels oder grobem Kies.
Wie er jagt und laicht
Junge Huchen fressen Kleintiere. Erwachsene sind standorttreue Einzelgänger und jagen vor allem Fische wie Äschen und Forellen, daneben Amphibien und Wasservögel.
Die Laichzeit reicht von März bis Mai. Das Weibchen schlägt eine flache Grube in den Kies, etwa in 20 bis 60 Zentimetern Wassertiefe. Männchen werden mit drei bis vier, Weibchen mit vier bis fünf Jahren geschlechtsreif.
Wann er beißt
Das Huchenangeln konzentriert sich auf den Winter. Dann ist der Huchen aktiver und raubt am liebsten in der Dämmerung. Im Sommer ist er kaum zu fangen.
Als günstig gelten Kälte, Schneetreiben und Nebel bei niedrigem, klarem Wasser.
Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.
Womit du ihn fängst
Wo der Huchen beangelt werden darf, geschieht das meist mit der Spinnrute. Der traditionelle Köder ist der Huchenzopf: ein Bleikopf mit Gummi- oder Lederstreifen, der früher aus Neunaugen gebunden wurde. Daneben werden Gummifische, Wobbler und Blinker eingesetzt.
Alle Köder werden langsam und dicht am Grund geführt. Blinker nennt eine Spinnrute um drei Meter mit 80 bis 150 Gramm Wurfgewicht.
Erlaubnis und Regeln zuerst: Huchenstrecken werden mit eigenen Auflagen bewirtschaftet. Kläre vor dem ersten Wurf Schonzeit, Mindestmaß, Köderregeln und Entnahme im Erlaubnisschein.
Tief und langsam führen: Führe den Köder langsam durch Gumpen und Rinnen und suche die Stelle Meter für Meter ab.
Passende Köder
Huchenzopf, große Gummifische, schwere Wobbler oder große Streamer.
Was du beachten musst
Der Huchen steht in der Roten Liste Deutschlands von 2023 als stark gefährdet und in den Anhängen II und V der FFH-Richtlinie. Beangelt werden darf er nur mit Erlaubnisschein und unter den strengen Auflagen der jeweiligen Gewässerstrecke.
Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.
Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.
Häufige Fragen (FAQ)
Warum heißt der Huchen Donaulachs?
Weil er ursprünglich nur im Einzugsgebiet der Donau vorkam. Anders als der Lachs wandert er nicht ins Meer.
Ist der Huchen gefährdet?
Ja. In Deutschland gilt er als stark gefährdet.
Wann wird auf Huchen geangelt?
Im Winter, vor allem in der Dämmerung. Die freigegebenen Zeiten stehen im Erlaubnisschein.
Quellen
Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).
- Landesfischereiverband Bayern: Fischlexikon (Laichzeit, Lebensraum, Nahrung, Aktivität)
- Wikipedia: Huchen (Merkmale, Verbreitung, Lebensweise, Gefährdung, Angelfischerei)
- FishBase: Hucho hucho (Höchstlänge, Höchstalter, Bestimmungsmerkmale)
- Blinker: Steckbrief Huchen (Standplätze, Winterangeln, Köder, Gerät)
- Bundesamt für Naturschutz: Artenporträt Hucho hucho (Rote Liste 2023, FFH-Anhänge, Bestand, Biologie)
- Rote-Liste-Zentrum: Huchen (Rote Liste der Süßwasserfische Deutschlands 2023: stark gefährdet)
- Wikipedia: Huchenzopf (Aufbau, Herkunft aus Neunaugen)
KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.
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