Der Forellenbarsch (Micropterus salmoides), in Nordamerika Largemouth Bass genannt, ist ein Raubfisch aus der Familie der Sonnenbarsche. Seine Heimat ist der Osten Nordamerikas, wo er zu den wichtigsten Angelfischen im warmen Süßwasser zählt. In Texas ist er laut der dortigen Fischereibehörde der mit Abstand gefragteste Fisch der Angler.
- Oberkiefer reicht weit hinter den Hinterrand des Auges
- Breites dunkles Längsband auf der Flankenmitte, oft in Flecken aufgelöst
- Fast zweigeteilte Rückenflosse mit stacheligem vorderem Teil
Fangchancen im Jahresverlauf
- Kaum Chancen
- Möglich
- Gut
- Hauptsaison
- Laichzeit (Schonzeit beachten)
Redaktionelle Einschätzung für das Heimatrevier (Süden der USA (z. B. Texas)), kein Messwert und keine Garantie. Verbindlich sind die Regeln des Reiselandes.
Woran du ihn erkennst
Der Forellenbarsch hat einen gestreckten, kräftigen Körper. Rücken und Kopf sind grün bis olivgrün, die Unterseite ist hell bis fast weiß. Auf der Flankenmitte verläuft ein breites dunkles Band, das oft in einzelne Flecken zerfällt. Bei erwachsenen Fischen reicht der Oberkiefer weit hinter den Hinterrand des Auges. Daher kommt der englische Name Largemouth, also Großmaul.
Die Rückenflosse ist fast zweigeteilt: vorn ein Abschnitt mit Stacheln, dahinter einer mit weichen Strahlen. Die Zunge trägt keine Zähne. Üblich sind Fische um 40 Zentimeter. FishBase nennt als Höchstwerte 97 Zentimeter Gesamtlänge, 10,1 Kilogramm und 23 Jahre. Nach Angaben aus Texas wächst ein Forellenbarsch im ersten Jahr 10 bis 15 Zentimeter und erreicht im dritten Jahr rund 40 Zentimeter.
Im selben Revier lebt oft der Schwarzbarsch (Smallmouth Bass). Er ist bräunlich bis bronzefarben, trägt senkrechte, unterbrochene Binden, und sein Oberkiefer endet vor dem Hinterrand des Auges. Der Forellenbarsch ist grüner, im Querschnitt runder und hat das deutlich größere Maul.
Mit dem heimischen Flussbarsch ist er nicht näher verwandt, obwohl beide eine stachelige Rückenflosse haben. Zur selben Familie gehört der kleine, hochrückige Sonnenbarsch.
Wo er steht
Ursprünglich lebt der Forellenbarsch im Einzugsgebiet von Sankt-Lorenz-Strom, Großen Seen und Mississippi, von Südquebec und Minnesota bis zum Golf von Mexiko, außerdem in den Zuflüssen von Atlantik und Golf zwischen North Carolina, Florida und dem Norden Mexikos. Als Angelfisch wurde er in viele Länder gebracht, auch nach Europa. Laut FishBase melden mehrere Länder Schäden an der heimischen Tierwelt. Der US Geological Survey beschreibt, dass eingesetzte Forellenbarsche kleine Fischarten durch Fraß bis zum Verschwinden dezimiert haben.
Er bewohnt Seen, Teiche, Sümpfe, Stauseen und ruhige Abschnitte kleiner bis großer Flüsse. Am häufigsten ist er in warmen, nährstoffreichen und stark verkrauteten Gewässern. Er steht gern im flachen Uferbereich an Deckung: versunkenen Bäumen, Felskanten, Krautbänken und Stegen. Klares, ruhiges Wasser zieht er trübem vor, weil er vor allem mit den Augen jagt.
Wie er jagt und laicht
Die Brut frisst Zooplankton und Insektenlarven. Ab etwa fünf Zentimetern Länge jagen die Jungfische andere Fische. Erwachsene fressen fast nur Fische und große Wirbellose wie Flusskrebse, dazu Frösche, und größere Exemplare auch kleinere Artgenossen. Erwachsene Tiere sind meist Einzelgänger, die zwischen Pflanzen, Wurzeln oder Ästen auf Beute lauern. Laut der Fischereibehörde von Missouri ist die Art in der Morgen- und Abenddämmerung am aktivsten.
Gelaicht wird im Frühjahr, sobald das Wasser etwa 15 Grad erreicht. In Texas kann das je nach Landesteil zwischen Februar und Mai beginnen, in Missouri reicht die Laichzeit von Mitte April bis Ende Mai oder Juni. Das Männchen legt das Nest auf festem Grund an, in ruhigem Wasser ohne Strömung und Wellenschlag. Nach der Eiablage vertreibt es das Weibchen und bewacht Gelege und Brut allein. Laut FishBase fressen Forellenbarsche während des Laichens nicht, ebenso wenig bei Wassertemperaturen unter 5 und über 37 Grad.
Wann und wo die Saison ist
Für große Fische gelten die Wochen vor und während der Laichzeit als beste Zeit. Eine Auswertung der texanischen Fischereibehörde von 2004 ordnete von 346 erfassten Fischen über rund sechs Kilogramm 44 Prozent dem März zu, 26 Prozent dem Februar und 13 Prozent dem April.
Im Sommer verlagert sich die Aktivität auf die Randstunden: Die Fischereibehörde von Pennsylvania empfiehlt dann den frühen Morgen und den frühen Abend, im Frühjahr und Herbst dagegen den Tag. Wie lang die Saison ist, hängt vom Revier ab. In Pennsylvania etwa gelten für Bass eigene Saisonregeln und Größengrenzen, die du vor der Reise nachlesen solltest.
Womit du ihn fängst
Gefischt wird überwiegend mit Kunstködern, vom Ufer oder vom Boot. Die Fischereibehörde von Pennsylvania nennt Jigs, Wobbler (Crankbaits), Gummiwürmer, Twister und Popper, also Oberflächenköder, die beim Anrucken Wasser verdrängen. Als Farben empfiehlt sie Schwarz, Braun, Lila und Grün. Naturköder sind große Köderfische und Flusskrebse, am Grund oder unter der Pose.
In der texanischen Auswertung bissen die großen Fische zu 45 Prozent auf Gummiköder, zu 23 Prozent auf Jigs, zu 12 Prozent auf Spinnerbaits (Drahtköder mit Spinnerblatt und Fransenrock) und zu je 9 Prozent auf Wobbler und lebende Köder. Pennsylvania nennt Schnüre mit 6 bis 14 lb Tragkraft, also etwa 2,7 bis 6,4 Kilogramm, und Haken der Größen 4 bis 3/0.
Wirf die Köder dicht an die Deckung: an Krautkanten, umgestürzte Bäume, Stege und Steinpackungen. Weil der Forellenbarsch auf Sicht jagt, lohnen klare Buchten meist mehr als trübes Wasser.
Am Kiefer bestimmen: Schau bei geschlossenem Maul auf den Oberkiefer. Reicht er hinter das Auge, ist es ein Forellenbarsch, endet er davor, ein Schwarzbarsch. In Texas etwa gelten für die einzelnen Bass-Arten unterschiedliche Mindestlängen.
Laichgruben erkennen: Im Frühjahr bewachen die Männchen ihre Nester im ruhigen Flachwasser, das Gelege und danach die Brut. Wer gezielt auf Nestern fischt, stört die Brutpflege. Prüfe, was das Reiseland in der Laichzeit vorschreibt.
Passende Köder
Gummiwürmer, Twister, Jigs, Wobbler, Popper und Spinnerbaits, dazu große Köderfische und Flusskrebse.
Mehr dazu: Softbaits: Gummifische & Co., Hardbaits: Wobbler & Oberflächenköder, Metallköder: Spinner, Blinker & Jigs, Tierische Naturköder.
Köder dicht an Kraut, Holz und andere Deckung werfen.
Lizenzen und Regeln im Reiseland
Wer in den USA angelt, braucht eine Angellizenz des jeweiligen Bundesstaates. Texas etwa bietet Lizenzen für Einwohner und für Besucher von außerhalb an. Tägliche Fangmengen, Mindestlängen und Ausnahmen für einzelne Gewässer legt jeder Bundesstaat selbst fest. In Texas gelten neben den landesweiten Grenzen Sonderregeln für bestimmte Gewässer. Verbindlich ist immer die zuständige Behörde vor Ort, in Texas das Texas Parks and Wildlife Department.
Weltweit gilt die Art nach der Roten Liste der IUCN als nicht gefährdet. Außerhalb Nordamerikas ist sie gebietsfremd. Für Gewässer in Deutschland sind die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein maßgeblich. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.
Häufige Fragen (FAQ)
Wo kann man Forellenbarsche angeln?
In ihrer Heimat im Osten und Süden der USA, im Südosten Kanadas und im Norden Mexikos. Als Besatzfisch kommt die Art heute auch in vielen anderen Ländern vor, darunter in Europa.
Wie groß wird ein Forellenbarsch?
Üblich sind um 40 Zentimeter. FishBase nennt als Höchstwerte 97 Zentimeter und 10,1 Kilogramm.
Wann beißen große Forellenbarsche am besten?
In Texas fiel die Mehrheit der erfassten Großfische in die Monate Februar bis April, also in die Zeit vor und während des Laichens. Im Sommer sind Morgen und Abend am besten.
Quellen
Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).
- FishBase: Micropterus salmoides, Largemouth black bass
- U.S. Geological Survey, Nonindigenous Aquatic Species: Largemouth Bass
- Texas Parks and Wildlife Department: Largemouth Bass (Micropterus salmoides)
- Texas Parks and Wildlife Department: March is Big Bass Month (2004)
- Texas Parks and Wildlife Department: Bag and Length Limits, Freshwater
- Texas Parks and Wildlife Department: Fishing Licenses, Endorsements & Tags
- Missouri Department of Conservation: Largemouth Bass (Field Guide)
- Pennsylvania Fish and Boat Commission: All About Bass
KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.
Weiter im Lexikon
- Alle Fischarten im Überblick
- Fangkalender – Monat, Wassertemperatur und Steckbrief für 92 Arten
- Schnur-Rechner – Tragkraft nach dem Knoten, Bremsen-Richtwert, Backing
- Angeltechniken