Goldbrasse (Dorade)

Die Goldbrasse (Sparus aurata), im Handel meist Dorade genannt, ist eine Meerbrasse des Mittelmeers und des Ostatlantiks. Ihr Schwerpunkt liegt im Mittelmeer und von der Biskaya südwärts, in der Nordsee taucht sie nur selten auf. Mit kräftigen Mahlzähnen knackt sie Muscheln und Krebse.

Naturkundetafel einer Goldbrasse
Naturkundetafel von AngelMomente, KI-unterstützt entworfen.
  1. Goldenes Band auf der Stirn zwischen den Augen
  2. Schwarzer Fleck am oberen Ende des Kiemendeckels
  3. Hoher, seitlich abgeflachter Körper mit tief gegabelter Schwanzflosse
Größe25 bis 35 cmbis 70 cm und 17,2 kg
Alterbis 14 Jahrehöchstes Alter laut FishBase
MerkmalGoldenes Stirnbandzwischen den Augen
RevierMittelmeer, Biskayain der Nordsee sehr selten

Fangchancen im Jahresverlauf

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  • Kaum Chancen
  • Möglich
  • Gut
  • Hauptsaison
  • Laichzeit (Schonzeit beachten)

Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.

Woran du sie erkennst

Die Goldbrasse ist hochrückig, seitlich abgeflacht und kräftig gebaut. Rücken grau, Flanken und Bauch silbern. Zwischen den Augen verläuft ein goldfarbenes Band, das der Art den Namen gibt. Am oberen Ende des Kiemendeckels sitzt ein schwarzer Fleck, dazu kommen ein roter Fleck und ein roter Saum.

Die Rückenflosse trägt 11 Hartstrahlen und 13 bis 14 weiche Strahlen, die Afterflosse 3 Hartstrahlen. Im Maul stehen vorn kegelförmige Zähne, dahinter mehrere Reihen runder Mahlzähne. Damit zerbricht sie Schalen und Panzer.

Laut FishBase liegt die übliche Länge um 35 Zentimeter. Die größte bekannte Goldbrasse maß 70 Zentimeter, das höchste veröffentlichte Gewicht liegt bei 17,2 Kilogramm. Das höchste bekannte Alter beträgt 14 Jahre.

Im Mittelmeer leben viele ähnliche Meerbrassen, etwa Geißbrassen, Sattelbrassen und Sargos. Die Goldbrasse erkennst du sicher an der Kombination aus goldenem Stirnband und schwarzem Fleck am Kiemendeckel.

Wo sie lebt

Die Goldbrasse lebt vor allem im Mittelmeer und im Ostatlantik von der Biskaya bis nach Westafrika, dazu um die Kanaren. FishBase führt die Britischen Inseln als nördlichen Rand des Verbreitungsgebiets.

In der Nordsee ist sie ein seltener Gast. Vor der belgischen Küste wurde sie 1990 zum ersten Mal nachgewiesen, vermutlich war der Fisch über den Ärmelkanal eingewandert.

Sie steht über Seegraswiesen und Sandgrund und in der Brandungszone, meist bis etwa 30 Meter Tiefe. Erwachsene Tiere gehen bis 150 Meter. Im Frühjahr zieht sie oft in brackige Lagunen und Flussmündungen. Im Sommer hält sie sich vor allem in Küstennähe auf, im Winter in tieferem Wasser.

Wie sie frisst und laicht

Die Goldbrasse ist standorttreu und lebt allein oder in kleinen Gruppen. Sie frisst überwiegend tierische Nahrung, vor allem Muscheln, auch Austern, dazu Schnecken und Krebse. Für Muschelzüchter gilt sie als Schädling.

Eine Besonderheit ist der Geschlechtswechsel. Die Fische werden zunächst als Männchen geschlechtsreif, im ersten oder zweiten Lebensjahr. Nach dem zweiten oder dritten Jahr werden sie zu Weibchen.

Gelaicht wird laut FishBase meist von Oktober bis Dezember, in mehreren Schüben. Bei 16 bis 17 Grad schlüpfen die Larven nach etwa zwei Tagen.

Wann und wo sie beißt

Für Nord- und Ostsee gibt es keine Saison, der Kalender zeigt deshalb durchgehend null. Gezielt beangelt wird die Goldbrasse im Mittelmeer und an der Atlantikküste weiter südlich.

Dort ist die Dämmerung und die Nacht die beste Zeit. Dann lässt die Unruhe durch Kleinfische nach, die tagsüber an den Ködern zupfen.

Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.

Womit du sie fängst

Die Goldbrasse lässt sich vom Ufer mit einfachen Grundmontagen fangen, etwa einer leichten Brandungsmontage mit Haken der Größe 6. Eine Rute mit feiner Spitze zeigt die oft vorsichtigen Bisse an, auch eine Feeder- oder Pickerrute aus dem Süßwasser eignet sich.

Als Köder dienen Würmer und zähe Tintenfischstreifen. Blinker empfiehlt außerdem Spritzwürmer, deren feste Haut den Kleinfischen widersteht. Weiche Köder sicherst du mit elastischem Ködergarn am Haken.

Gute Plätze sind Häfen und die Nähe von Flussmündungen. Auch ein ruhiger Badestrand kann nach Einbruch der Dunkelheit eine Goldbrasse bringen.

Abends anfangen: Tagsüber räumen kleine Brassen den Haken ab. Lege die Montage in der Dämmerung aus und fische bis in die Nacht.

Köder robust wählen: Tintenfischstreifen oder Spritzwürmer halten länger am Haken als weiche Würmer.

Passende Köder

Würmer, Spritzwürmer und Tintenfischstreifen an leichter Grundmontage.

Mehr dazu: Tierische Naturköder.

Gefangen vor allem im Mittelmeer und an der Biskaya, in der Nordsee sehr selten.

Alle Köder im Überblick

Was du beachten musst

Für Fänge in deutschen Küstengewässern gilt: Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.

Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.

Wer im Mittelmeer oder an der Biskaya angelt, klärt vorher bei der Fischereibehörde des Landes, welche Mindestmaße gelten und ob eine Erlaubnis nötig ist. Die IUCN stuft die Goldbrasse weltweit als nicht gefährdet ein (Least Concern).

Häufige Fragen (FAQ)

Gibt es die Goldbrasse in der Nordsee?

Nur als seltenen Gast. Ihr Schwerpunkt liegt im Mittelmeer und im Atlantik von der Biskaya südwärts.

Woran erkenne ich eine Dorade?

Am goldenen Band zwischen den Augen und am schwarzen Fleck am oberen Rand des Kiemendeckels.

Wann beißen Doraden am besten?

Im Mittelmeer vor allem in der Dämmerung und nachts. Dann sind weniger Kleinfische am Köder.

Quellen

Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).

KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.

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