Steinbeißer

Der Steinbeißer heißt zoologisch Gestreifter Seewolf (Anarhichas lupus), im Handel auch Katfisch. Er lebt einzeln am Meeresgrund und knackt mit seinem Gebiss Muscheln, Seeigel und Krebse. Mit dem gleichnamigen Süßwasserfisch hat er nichts zu tun.

Naturkundetafel eines Steinbeißers
Naturkundetafel von AngelMomente, KI-unterstützt entworfen.
  1. Kräftiges Gebiss: vorn lange, nach hinten gebogene Fangzähne, dahinter breite Mahlzähne
  2. Lange Rückenflosse vom Nacken bis kurz vor die Schwanzflosse, nicht mit ihr verwachsen
  3. Haut mit winzigen, tief eingebetteten Schuppen und 10 bis 15 dunklen Querstreifen auf meist graugrünem Grund
Größebis etwa 1,2 mHöchstangaben bis 1,5 m
Alter20–25 Jahrespäte Geschlechtsreife
GebissFang- und MahlzähneZahnwechsel im Winter
LebensweiseEinzelgänger am Grundmeist auf Fels

Fangchancen im Jahresverlauf

J○
F○
M◐
A●
M●
J●
J◐
A○
S○
O○
N○
D○
  • Kaum Chancen
  • Möglich
  • Gut
  • Hauptsaison
  • Laichzeit (Schonzeit beachten)

Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.

Woran du ihn erkennst

Der Körper ist langgestreckt, der Kopf groß mit breitem, gerundetem Maul. Rücken- und Afterflosse sind lang, aber nicht mit der Schwanzflosse verwachsen. Die winzigen Schuppen liegen tief in der Haut.

Die Grundfarbe ist meist graugrün, manchmal rötlichbraun oder fast schwarz. Von der Rückenflosse laufen 10 bis 15 dunkle Querstreifen über den Körper. Vorn im Maul stehen lange Fangzähne, dahinter Mahlzähne. Als Länge werden bis 1,2 Meter genannt.

Der Gefleckte Seewolf (Anarhichas minor) ist gefleckt statt gestreift, wird etwas größer und lebt weiter nördlich in tieferem Wasser. Der Blaue Seewolf hält sich meist in Tiefen auf, die Angler nicht erreichen. Alle drei kommen in norwegischen Gewässern vor.

Wo er steht

Der Gestreifte Seewolf lebt von Spitzbergen entlang der skandinavischen Küste bis in die Nordsee, um Island und im Nordwestatlantik. Er bewohnt vor allem felsigen, bewachsenen Grund, seltener Sand oder Schlamm, von etwa 20 bis 500 Meter Tiefe.

Unter den Seewölfen ist er der standorttreueste und lebt am küstennächsten und flachsten. Gute Plätze sind Muschelbänke vor der Küste. Die nächstgelegenen Reviere liegen im Kattegat und am Gelben Riff vor Dänemark.

Standplätze im Bild

Wähle eine Jahreszeit: Der Fisch zeigt, wo die Art dann steht. Rot beschriftete Stellen gelten nur in der gewählten Zeit. Je mehr Fische im Bild, desto besser die Fangchance laut Fangkalender. Das Bild ist schematisch, jedes Gewässer ist anders.

An der Küste

Schnitt vom Strand über Rinne und Sandbank bis ins tiefe Wasser. Die Standplätze der gewählten Jahreszeit stehen als Text darunter.StrandSandbankWrack, RiffFrühjahr · Fangchance: HauptsaisonWrack, RiffSommer · Fangchance: gutWrack, RiffHerbst · Fangchance: möglich · LaichzeitWrack, RiffWinter · Fangchance: möglich · Laichzeit
Bild seitlich verschieben, um das ganze Gewässer zu sehen.
  • Wrack, Riff

Der Steinbeißer lebt einzeln und immer am Grund, nie im Mittelwasser. Er hält sich vor allem an felsigen, mit Tang bewachsenen Grund, seltener an Sand oder Schlamm. Er ist standorttreu und bleibt nah an der Küste.

Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender im März gut, im April und Mai Hauptsaison. Als günstige Zeit nennt die Angelpresse das Frühjahr mit April und Mai.

Sommer: Fangchance laut Fangkalender im Juni Hauptsaison, im Juli gut, im August möglich. Im Spätsommer ziehen die Fische an der norwegischen Küste auch in flache Buchten mit weichem Grund.

Herbst: Fangchance laut Fangkalender möglich. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten.

Winter: Fangchance laut Fangkalender möglich. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Von Oktober bis Mai wechseln Seewölfe die Zähne und fressen dann zeitweise nicht.

Tiefe: Der Gestreifte Seewolf lebt in etwa 20 bis 500 Meter Tiefe, laut FishBase meist zwischen 18 und 110 Metern. Er steht küstennäher und flacher als die anderen Seewolf-Arten.

Größenvergleich: Steinbeißer bis 120 cm, selten bis 150 cm, daneben ein Mensch von 1,80 m1,80 mselten bis 150 cmbis 120 cm
Größebis 120 cm, selten bis 150 cm
AktivBesenderte Seewölfe vor Neufundland waren im Frühjahr und Sommer bei Tag wie bei Nacht unterwegs, im Herbst und Winter nur wenige Stunden am Tag, oft in der Morgen- und Abenddämmerung.

Wie er jagt und laicht

Die Nahrung besteht aus hartschaligen Tieren: Muscheln, Schnecken, Seeigeln und Krebsen. Die Zähne nutzen sich dabei ab und werden regelmäßig ersetzt. Im Winterhalbjahr wechseln Seewölfe das Gebiss und fressen dann zeitweise nicht.

Als Laichzeit werden Oktober bis Januar genannt. Das Weibchen legt einen Eiballen am Grund ab, den das Männchen bis zum Schlupf bewacht. Die Art wird spät geschlechtsreif und gilt deshalb als anfällig für Überfischung.

Wann er beißt

Als beste Zeit nennt die Angelpresse das Frühjahr mit den Monaten April und Mai.

Im Spätsommer ziehen die Fische an der norwegischen Küste mitunter in flache Buchten mit weichem Grund. Solche Fänge sind aber selten.

Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.

Womit du ihn fängst

Gefischt wird mit Naturködern direkt am Grund. Geeignet sind Muschelfleisch, Krabben, Tintenfisch sowie Herings- oder Makrelenfetzen. Weiches Muschelfleisch hält besser, wenn es in ein feines Netzsäckchen gepackt wird.

Die Montage bleibt einfach: Paternoster, Seitenarm oder Laufblei, dazu ein Grundblei passend zu Strömung und Drift. Norwegische Angler nehmen auch einen schweren Pilker ohne Drilling mit kurzem Vorfach und beködertem Einzelhaken. Er wird am Grund nur leicht gezupft. Du brauchst eine stabile Bootsrute, Multirolle und geflochtene Schnur.

Abstand zum Maul: Ein gelandeter Seewolf beißt noch lange um sich. Halte Hände und Füße fern und löse den Haken mit einer langen Zange.

Köder am Grund lassen: Seewölfe halten sich nicht im Mittelwasser auf. Der Köder gehört knapp über oder auf den Boden.

Passende Köder

Pilker oder Bleikopf mit Muschel- oder Fischfetzen, auf den Grund geklopft.

Montagen zu diesen Ködern: Brandungsmontage, Naturködermontage fürs Meer.

Alle Köder im Überblick

Was du beachten musst

Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.

Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.

In Norwegen gelten für Meeresangler eigene Vorgaben zu Mindestmaßen und Ausfuhr, zuständig ist das Fiskeridirektoratet. Für Europa stuft die IUCN die Datenlage beim Gestreiften Seewolf als ungenügend ein.

Häufige Fragen (FAQ)

Sind Steinbeißer, Seewolf und Katfisch derselbe Fisch?

Ja. Zoologisch heißt die Art Gestreifter Seewolf. Steinbeißer und Katfisch sind Handelsnamen, unter denen auch der Gefleckte Seewolf verkauft wird.

Wie gefährlich ist das Gebiss?

Die Kiefer knacken Muscheln und Seeigel. Ein Biss kann ernsthaft verletzen, deshalb nie ins Maul greifen.

Wann ist die beste Zeit?

Im Frühjahr, vor allem im April und Mai.

Quellen

Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).

KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.

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