Der Steinbeißer heißt zoologisch Gestreifter Seewolf (Anarhichas lupus), im Handel auch Katfisch. Er lebt einzeln am Meeresgrund und knackt mit seinem Gebiss Muscheln, Seeigel und Krebse. Mit dem gleichnamigen Süßwasserfisch hat er nichts zu tun.
- Kräftiges Gebiss: vorn lange, nach hinten gebogene Fangzähne, dahinter breite Mahlzähne
- Lange Rückenflosse vom Nacken bis kurz vor die Schwanzflosse, nicht mit ihr verwachsen
- Haut mit winzigen, tief eingebetteten Schuppen und 10 bis 15 dunklen Querstreifen auf meist graugrünem Grund
Fangchancen im Jahresverlauf
- Kaum Chancen
- Möglich
- Gut
- Hauptsaison
- Laichzeit (Schonzeit beachten)
Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.
Steckbrief und Quellen im FangkalenderAlle Arten im MonatsvergleichRegeln deines Bundeslandes
Woran du ihn erkennst
Der Körper ist langgestreckt, der Kopf groß mit breitem, gerundetem Maul. Rücken- und Afterflosse sind lang, aber nicht mit der Schwanzflosse verwachsen. Die winzigen Schuppen liegen tief in der Haut.
Die Grundfarbe ist meist graugrün, manchmal rötlichbraun oder fast schwarz. Von der Rückenflosse laufen 10 bis 15 dunkle Querstreifen über den Körper. Vorn im Maul stehen lange Fangzähne, dahinter Mahlzähne. Als Länge werden bis 1,2 Meter genannt.
Der Gefleckte Seewolf (Anarhichas minor) ist gefleckt statt gestreift, wird etwas größer und lebt weiter nördlich in tieferem Wasser. Der Blaue Seewolf hält sich meist in Tiefen auf, die Angler nicht erreichen. Alle drei kommen in norwegischen Gewässern vor.
Wo er steht
Der Gestreifte Seewolf lebt von Spitzbergen entlang der skandinavischen Küste bis in die Nordsee, um Island und im Nordwestatlantik. Er bewohnt vor allem felsigen, bewachsenen Grund, seltener Sand oder Schlamm, von etwa 20 bis 500 Meter Tiefe.
Unter den Seewölfen ist er der standorttreueste und lebt am küstennächsten und flachsten. Gute Plätze sind Muschelbänke vor der Küste. Die nächstgelegenen Reviere liegen im Kattegat und am Gelben Riff vor Dänemark.
Standplätze im Bild
Wähle eine Jahreszeit: Der Fisch zeigt, wo die Art dann steht. Rot beschriftete Stellen gelten nur in der gewählten Zeit. Je mehr Fische im Bild, desto besser die Fangchance laut Fangkalender. Das Bild ist schematisch, jedes Gewässer ist anders.
An der Küste
- Wrack, Riff
Der Steinbeißer lebt einzeln und immer am Grund, nie im Mittelwasser. Er hält sich vor allem an felsigen, mit Tang bewachsenen Grund, seltener an Sand oder Schlamm. Er ist standorttreu und bleibt nah an der Küste.
Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender im März gut, im April und Mai Hauptsaison. Als günstige Zeit nennt die Angelpresse das Frühjahr mit April und Mai.
Sommer: Fangchance laut Fangkalender im Juni Hauptsaison, im Juli gut, im August möglich. Im Spätsommer ziehen die Fische an der norwegischen Küste auch in flache Buchten mit weichem Grund.
Herbst: Fangchance laut Fangkalender möglich. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten.
Winter: Fangchance laut Fangkalender möglich. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Von Oktober bis Mai wechseln Seewölfe die Zähne und fressen dann zeitweise nicht.
Tiefe: Der Gestreifte Seewolf lebt in etwa 20 bis 500 Meter Tiefe, laut FishBase meist zwischen 18 und 110 Metern. Er steht küstennäher und flacher als die anderen Seewolf-Arten.
Wie er jagt und laicht
Die Nahrung besteht aus hartschaligen Tieren: Muscheln, Schnecken, Seeigeln und Krebsen. Die Zähne nutzen sich dabei ab und werden regelmäßig ersetzt. Im Winterhalbjahr wechseln Seewölfe das Gebiss und fressen dann zeitweise nicht.
Als Laichzeit werden Oktober bis Januar genannt. Das Weibchen legt einen Eiballen am Grund ab, den das Männchen bis zum Schlupf bewacht. Die Art wird spät geschlechtsreif und gilt deshalb als anfällig für Überfischung.
Wann er beißt
Als beste Zeit nennt die Angelpresse das Frühjahr mit den Monaten April und Mai.
Im Spätsommer ziehen die Fische an der norwegischen Küste mitunter in flache Buchten mit weichem Grund. Solche Fänge sind aber selten.
Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.
Womit du ihn fängst
Gefischt wird mit Naturködern direkt am Grund. Geeignet sind Muschelfleisch, Krabben, Tintenfisch sowie Herings- oder Makrelenfetzen. Weiches Muschelfleisch hält besser, wenn es in ein feines Netzsäckchen gepackt wird.
Die Montage bleibt einfach: Paternoster, Seitenarm oder Laufblei, dazu ein Grundblei passend zu Strömung und Drift. Norwegische Angler nehmen auch einen schweren Pilker ohne Drilling mit kurzem Vorfach und beködertem Einzelhaken. Er wird am Grund nur leicht gezupft. Du brauchst eine stabile Bootsrute, Multirolle und geflochtene Schnur.
Abstand zum Maul: Ein gelandeter Seewolf beißt noch lange um sich. Halte Hände und Füße fern und löse den Haken mit einer langen Zange.
Köder am Grund lassen: Seewölfe halten sich nicht im Mittelwasser auf. Der Köder gehört knapp über oder auf den Boden.
Passende Köder
Pilker oder Bleikopf mit Muschel- oder Fischfetzen, auf den Grund geklopft.
Montagen zu diesen Ködern: Brandungsmontage, Naturködermontage fürs Meer.
Was du beachten musst
Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.
Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.
In Norwegen gelten für Meeresangler eigene Vorgaben zu Mindestmaßen und Ausfuhr, zuständig ist das Fiskeridirektoratet. Für Europa stuft die IUCN die Datenlage beim Gestreiften Seewolf als ungenügend ein.
Häufige Fragen (FAQ)
Sind Steinbeißer, Seewolf und Katfisch derselbe Fisch?
Ja. Zoologisch heißt die Art Gestreifter Seewolf. Steinbeißer und Katfisch sind Handelsnamen, unter denen auch der Gefleckte Seewolf verkauft wird.
Wie gefährlich ist das Gebiss?
Die Kiefer knacken Muscheln und Seeigel. Ein Biss kann ernsthaft verletzen, deshalb nie ins Maul greifen.
Wann ist die beste Zeit?
Im Frühjahr, vor allem im April und Mai.
Quellen
Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).
- Wikipedia: Gestreifter Seewolf
- FishBase: Anarhichas lupus
- Blinker: Steckbrief Steinbeißer (Seewolf, Katfisch)
- Thünen-Institut, Fischbestände online: Steinbeißer, Katfisch, Seewolf
- Havforskningsinstituttet: Steinbit (Seewölfe)
- Fiskeridirektoratet: Sea angling in Norway, regulations (geschonte Arten, Ausfuhrquote)
- Fisheries and Oceans Canada, CSAS Research Document 2014/033: Habitat Use and Movement Patterns of Wolffish (Anarhichas spp.) in Coastal Newfoundland Waters (Simpson et al., PDF)
KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.
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