Dorsch

Der Dorsch (Gadus morhua) heißt außerhalb der Ostsee meist Kabeljau. Er lebt bodennah im Nordatlantik, in Nord- und Ostsee. Viele Bestände sind überfischt, in der Ostsee ist das Angeln auf Dorsch 2026 verboten.

Naturkundetafel eines Dorschs
Naturkundetafel von AngelMomente, KI-unterstützt entworfen.
  1. Einzelner, kräftiger Bartfaden in der Mitte des Unterkiefers
  2. Drei getrennte Rückenflossen und zwei Afterflossen ohne Stachelstrahlen
  3. Helle Seitenlinie, die über der Brustflosse im Bogen verläuft, auf marmorierten Flanken
Typische Größehäufig bis 100 cmselten 150 cm und mehr
Alterbis 20 Jahreeinzelne Angaben bis 25
MerkmalBartfaden am Kinndrei Rückenflossen
AktivDämmerung und Nachttagsüber oft im Trupp

Fangchancen im Jahresverlauf

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F◐
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J○
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O●
N●
D●
  • Kaum Chancen
  • Möglich
  • Gut
  • Hauptsaison
  • Laichzeit (Schonzeit beachten)

Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.

Woran du ihn erkennst

Der Körper ist langgestreckt und im Querschnitt fast rund. Der Oberkiefer steht vor, am Kinn sitzt ein kräftiger Bartfaden. Wie alle Dorsche hat er drei Rückenflossen und zwei Afterflossen.

Die Seitenlinie hebt sich hell ab und verläuft vorn in einem Bogen über der Brustflosse. Als Körperlänge werden 1 bis 1,5 Meter genannt, als Höchstalter 20 bis 25 Jahre.

Köhler und Pollack haben einen vorstehenden Unterkiefer und keinen oder nur einen winzigen Bartfaden. Beim Köhler verläuft die helle Seitenlinie gerade, beim Pollack ist sie dunkel.

Im direkten Vergleich

Naturkundetafel eines Dorschs mit Bartfaden, drei Rückenflossen und heller Seitenlinie
DorschEinzelner, kräftiger Bartfaden in der Mitte des Unterkiefers
Naturkundetafel eines Wittlings mit dunklem Fleck am Brustflossenansatz und drei Rückenflossen
WittlingDunkler Fleck am oberen Ansatz der Brustflosse
Naturkundetafel eines Schellfischs mit schwarzem Fleck über der Brustflosse und schwarzer Seitenlinie
SchellfischGroßer, runder schwarzer Fleck über der Brustflosse

Wo er steht

Der Dorsch kommt im Nordatlantik von der Biskaya bis in die Barentssee vor, dazu in Nord- und Ostsee. Er verträgt 0 bis 20 °C und auch schwach salziges Brackwasser. Meist hält er sich am Boden auf, gewöhnlich bis etwa 200 Meter Tiefe.

Jungfische stehen flach, in 10 bis 30 Metern über Seegras, Kies und Steinen. Große Tiere bevorzugen tieferes, kälteres Wasser. Angler finden Dorsche über steinigem Mischgrund, an Wracks, Riffen und Kanten.

Standplätze im Bild

Wähle eine Jahreszeit: Der Fisch zeigt, wo die Art dann steht. Rot beschriftete Stellen gelten nur in der gewählten Zeit. Je mehr Fische im Bild, desto besser die Fangchance laut Fangkalender. Das Bild ist schematisch, jedes Gewässer ist anders.

An der Küste

Schnitt vom Strand über Rinne und Sandbank bis ins tiefe Wasser. Die Standplätze der gewählten Jahreszeit stehen als Text darunter.StrandSandbankSeegrasMischgrundKanteWrack, RiffFrühjahr · Fangchance: gut · LaichzeitSeegrasMischgrundKanteWrack, RiffSommer · Fangchance: möglichSeegrasMischgrundKanteWrack, RiffTiefes WasserHerbst · Fangchance: HauptsaisonBrandungRinneSeegrasMischgrundKanteWrack, RiffWinter · Fangchance: gut · Laichzeit
Bild seitlich verschieben, um das ganze Gewässer zu sehen.
  • Brandung dicht am Ufer
  • Rinne vor der Sandbank
  • Seegras, Kies und Steine im Flachen
  • Steiniger Mischgrund
  • Kante
  • Wrack, Riff
  • Tiefes, kälteres Wasser

Dorsche stehen am Grund: über steinigem Mischgrund, an Wracks, Riffen und Kanten. Jungfische halten sich flacher über Seegras, Kies und Steinen auf.

Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender gut. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Frühjahr und Herbst gelten als die aktivsten Zeiten.

Sommer: Fangchance laut Fangkalender möglich. Große Dorsche bevorzugen tieferes, kälteres Wasser.

Herbst: Fangchance laut Fangkalender im September gut, im Oktober und November Hauptsaison. Im Herbst wandern die Fische zurück in tieferes Wasser.

Winter: Fangchance laut Fangkalender im Dezember Hauptsaison, im Januar und Februar gut. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Im Winter kommen die großen Laichdorsche in Küstennähe und ziehen ins Flachere. In der Brandung suchen sie nach einem Sturm im aufgewühlten Grund nach Nahrung.

Tiefe: Der Dorsch hält sich meist am Boden auf, gewöhnlich bis etwa 200 Meter Tiefe. Jungfische stehen flacher, in 10 bis 30 Metern.

Größenvergleich: Dorsch bis 100 cm, selten bis 150 cm, daneben ein Mensch von 1,80 m1,80 mselten bis 150 cmbis 100 cm
Größebis 100 cm, selten bis 150 cm
Aktive Tageszeiten: DorschNachtMorgenTagAbendNacht
AktivBeim Brandungsangeln beißt es am besten nach Einbruch der Dämmerung.

Wie er jagt und laicht

Junge Dorsche fressen vor allem Krebstiere. Mit der Größe kommen Fische dazu, etwa Hering, Sandaal und kleinere Artgenossen. Tagsüber stehen die Fische oft in Trupps, zur Dämmerung und nachts verteilen sie sich zur Nahrungssuche.

Gelaicht wird über dem Schelf bei 0 bis 10 °C. Vor Norwegen fällt die Laichzeit auf Februar bis April, in der Nordsee auf Dezember bis Mai. Die Eier schweben frei im Wasser. In der Ostsee brauchen sie salzreiches Tiefenwasser, sonst sinken sie ab und sterben.

Wann er beißt

Als aktivste Zeiten gelten Frühjahr und Herbst. Die großen Laichdorsche kommen im Winter in Küstennähe.

Beim Brandungsangeln beißt es am besten nach Einbruch der Dämmerung, oft nach einem Sturm, wenn die Fische im aufgewühlten Grund nach Nahrung suchen. Ob du in der Ostsee auf Dorsch angeln darfst, regeln die jährlichen Fangvorgaben.

Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.

Womit du ihn fängst

Vom Boot ist das Pilken die übliche Methode. Der Pilker wird zum Grund gelassen und mit kurzen Rucken knapp darüber geführt, zwischendurch darf er aufsetzen. Beifänger über dem Pilker bringen zusätzliche Bisse.

Vom Ufer wird in der Brandung mit Paternoster und Wattwurm gefischt. Vom Boot funktionieren auch Wattwürmer, Garnelen oder Heringsfetzen an einer Schleppmontage knapp über Grund.

Köder am Grund halten: Dorsche fängt man knapp über dem Grund. Ein Pilker, der im Mittelwasser taumelt, bleibt meist ohne Biss.

Gefühlvoll pumpen: Große Dorsche bohren zu Beginn des Drills kräftig nach unten. Bei harter Bremse und dehnungsarmer Schnur schlitzt der Haken leicht aus.

Passende Köder

Pilker und Gummifische vom Boot; Watt- oder Seeringelwurm in der Brandung.

Montagen zu diesen Ködern: Brandungsmontage, Jigkopf-Montage, Naturködermontage fürs Meer.

Alle Köder im Überblick

Was du beachten musst

Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.

Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.

In der gesamten Ostsee ist das Angeln auf Dorsch 2026 verboten (Verordnung (EU) 2025/2454, Artikel 10). Wer versehentlich einen fängt, setzt ihn sofort zurück. Der Bestand der westlichen Ostsee liegt laut Thünen-Institut weit unter dem Grenzwert, eine Erholung ist nicht in Sicht. Die Fangvorgaben werden jedes Jahr neu beschlossen. In Norwegen gelten eigene Regeln mit Schongebieten, Auskunft gibt das Fiskeridirektoratet.

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Dorsch und Kabeljau?

Keiner. Beide Namen meinen Gadus morhua. Ostseefische und Jungfische heißen meist Dorsch, Fische aus anderen Meeren und laichreife Tiere Kabeljau.

Darf ich in der Ostsee Dorsch mitnehmen?

2026 nicht: Das Angeln auf Dorsch ist in der gesamten Ostsee verboten, versehentlich gefangene Fische gehen sofort zurück. Die Regeln werden jährlich neu festgelegt, prüfe sie vor jeder Tour.

Woran erkenne ich einen Dorsch sicher?

Am kräftigen Bartfaden, dem vorstehenden Oberkiefer und der hellen, vorn gebogenen Seitenlinie.

Quellen

Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).

KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.

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