Der Pollack (Pollachius pollachius), auch Steinköhler, gehört zu den Dorschen. Er lebt küstennah an Felsen, Tangfeldern und Wracks des Nordostatlantiks. Vom Köhler unterscheidet ihn die dunkle, gebogene Seitenlinie.
- Dunkle Seitenlinie mit deutlichem Bogen über der Brustflosse
- Weit vorstehender Unterkiefer ohne Bartfaden
- Bräunlich-olive bis gelbliche Flanken, dunkler Rücken und silbriggrauer Bauch
Fangchancen im Jahresverlauf
- Kaum Chancen
- Möglich
- Gut
- Hauptsaison
- Laichzeit (Schonzeit beachten)
Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.
Steckbrief und Quellen im FangkalenderAlle Arten im MonatsvergleichRegeln deines Bundeslandes
Woran du ihn erkennst
Der Pollack ähnelt dem Köhler: drei Rückenflossen, zwei Afterflossen, oberständiges Maul. Der Unterkiefer springt weit vor, ein Bartfaden fehlt. Die Augen sind auffallend groß.
Die Seitenlinie ist dunkel bis grünlich und macht über der Brustflosse einen deutlichen Bogen. Der Rücken ist braun, oliv oder schwarz, die Flanken tragen oft gelbliche bis orange Töne, der Bauch ist silbriggrau. In der Regel werden Pollacks 50 bis 75 Zentimeter lang.
Beim Köhler ist die Seitenlinie hell und gerade, der Rücken fast schwarz und die Mundhöhle dunkel. Der Alaska-Seelachs, im Englischen ebenfalls Pollock genannt, ist eine andere Art aus dem Pazifik.
Im direkten Vergleich


Wo er steht
Der Pollack ist von Nordnorwegen und Island über die Britischen Inseln bis Portugal und Marokko verbreitet, auch in der Nordsee und vereinzelt in der Ostsee. Er lebt über hartem Grund bis etwa 200 Meter Tiefe.
Jungfische verbringen zwei bis drei Jahre in Küstennähe, zwischen Fels, Tang und in Mündungen. Größere Tiere stehen an Riffen, Unterwasserfelsen und Wracks, oft in 40 bis 100 Metern. Anders als Dorsch und Köhler zieht der Pollack nicht weit aufs offene Meer.
Standplätze im Bild
Wähle eine Jahreszeit: Der Fisch zeigt, wo die Art dann steht. Rot beschriftete Stellen gelten nur in der gewählten Zeit. Je mehr Fische im Bild, desto besser die Fangchance laut Fangkalender. Das Bild ist schematisch, jedes Gewässer ist anders.
An der Küste
- Kante
- Wrack, Riff
- Freiwasser, Mittelwasser
- Dicht unter der Oberfläche
Pollacks stehen an Felsküsten mit zerklüftetem, stark bewachsenem Grund, zwischen Tangfeldern und Felsen, an Riffen und Wracks. Gute Stellen sind Uferkanten mit schnell abfallendem Fels und Tangbewuchs. Sie jagen meist im Mittelwasser und bleiben in ihrem Revier.
Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender gut. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. In norwegischen Gewässern laicht der Pollack im März und April.
Sommer: Fangchance laut Fangkalender Hauptsaison. Das Sommerhalbjahr von April bis Ende September gilt als Hochsaison. Mit wärmerem Wasser ziehen Pollacks in flachere Zonen, um Mittsommer jagen sie nachts häufig an der Oberfläche.
Herbst: Fangchance laut Fangkalender im September Hauptsaison, im Oktober gut, im November möglich.
Winter: Fangchance laut Fangkalender möglich. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Weil der Pollack in Küstennähe bleibt, ist er das ganze Jahr zu fangen.
Tiefe: Der Pollack lebt von der Küste bis etwa 200 Meter Tiefe, bevorzugt in 40 bis 100 Metern über steinigem Grund.
Wie er jagt und laicht
Der Pollack frisst Fische wie Sandaale und Heringsartige, dazu Garnelen. Erwachsene Tiere leben einzeln oder in lockeren Trupps und bleiben in ihrem Revier. Kommen Kleinfischschwärme vorbei, lösen sie sich vom Grund und jagen im Freiwasser.
Gelaicht wird je nach Region zwischen Januar und Mai, in norwegischen Gewässern im März und April. Die Eier treiben im freien Wasser. Junge Pollacks bilden oft gemischte Schwärme mit gleich großen Köhlern.
Wann er beißt
Weil der Pollack küstennah bleibt, ist er ganzjährig zu fangen. Als Hochsaison gilt das Sommerhalbjahr von April bis Ende September.
Gute Bedingungen sind ablaufendes Wasser und dunkle Tage.
Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.
Womit du ihn fängst
Vom Felsufer wird mit kräftiger Spinnrute und schlanken, unauffälligen Blinkern gefischt. Der Köder sinkt ab, wird mit einigen schnellen Kurbelumdrehungen angezogen und taumelt wieder zurück. Viele Bisse kommen in der Absinkphase.
Vom Boot fangen Paternoster mit hellen Federn oder kleinen Gummiködern, die knapp über Grund in Bewegung gehalten werden. Sind keine Beutefische da, ist eine Schleppmontage mit langem Nachläufer und Seeringelwurm oder dünnem Fischfetzen die bessere Wahl. Über Tang ist die Hängergefahr hoch.
Schnurkontakt halten: Der Pollack nimmt den Köder oft im Absinken. Ohne Kontakt zur Schnur bemerkst du den Biss nicht.
Köder muss spielen: Plumpe, schwere Köder überzeugen den Pollack selten. Wähle schlanke Modelle, die sich lebhaft bewegen.
Vom Hindernis fernhalten: Der Pollack flüchtet nach dem Biss heftig. Halte ihn von Tang und Felsen fern.
Passende Köder
Schlanke Gummifische und Sandaalimitate im Mittelwasser.
Montagen zu diesen Ködern: Brandungsmontage, Naturködermontage fürs Meer.
Was du beachten musst
Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.
Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.
In Norwegen gelten Mindestmaße und Ausfuhrregeln für Meeresangler, zuständig ist das Fiskeridirektoratet. Die IUCN führt den Pollack als ungefährdet. Für die Nordsee fehlen laut norwegischem Meeresforschungsinstitut Daten für eine Bestandsberechnung.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie unterscheide ich Pollack und Köhler?
Beim Pollack ist die Seitenlinie dunkel und gebogen, beim Köhler hell und gerade.
Wo steht der Pollack?
An Felsküsten, in Tangfeldern, an Riffen und Wracks. Große Fische stehen oft in 40 bis 100 Metern Tiefe.
Welche Köder eignen sich?
Schlanke Blinker und kleine Gummiköder, an vielen Küsten auch Seeringelwürmer.
Quellen
Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).
- Wikipedia: Pollack
- FishBase: Pollachius pollachius
- Blinker: Steckbrief Pollack
- Havforskningsinstituttet: Lyr (Pollack)
- Thünen-Institut, Fischbestände online: Seelachs (Köhler und Pollack)
- Fiskeridirektoratet: Sea angling in Norway, regulations (geschonte Arten, Ausfuhrquote)
- Blinker: Norwegen, Angeln im Fjord (Saison, Naturköderangeln)
- Blinker: Angeln auf Pollack, 6 Richtige für den Fangerfolg
- Blinker: Fangen Sie Ihren Pollack mit der Fliege
KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.
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