Die Zährte, auch Rußnase genannt, ist ein geselliger Karpfenfisch großer Flüsse mit dunkler Schnauze und langer Afterflosse. In Deutschland ist sie sehr selten und stark gefährdet. Du solltest sie deshalb nicht gezielt beangeln.
- Dunkle, kegelförmig vorragende Schnauze über dem unterständigen Maul
- Lange Afterflosse mit 19 bis 25 Strahlen
- Scharfer Kiel aus Schuppen auf dem Rücken hinter der Rückenflosse
Fangchancen im Jahresverlauf
- Kaum Chancen
- Möglich
- Gut
- Hauptsaison
- Laichzeit (Schonzeit beachten)
Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.
Steckbrief und Quellen im FangkalenderAlle Arten im MonatsvergleichRegeln deines Bundeslandes
Woran du sie erkennst
Die Zährte hat einen gestreckten, seitlich schwach abgeflachten Körper. Die Kopfspitze ist nasenartig verlängert und dunkel gefärbt. Das Maul ist unterständig und hufeisenförmig gebogen, die Unterlippe trägt keinen Hornrand. Hinter der Rückenflosse bilden die Schuppen einen scharfen Kiel. Die Afterflosse ist mit 19 bis 25 Strahlen auffallend lang.
Der Rücken ist dunkelgrau bis bläulich, die Flanken glänzen silbern. Meist werden Zährten 20 bis 35 Zentimeter lang, seltener bis 50 Zentimeter. Zur Laichzeit werden Kopf und Oberseite der Männchen schwarz, die Bauchseite orange bis rot.
Die Zährte wird am häufigsten mit der Nase verwechselt. Bei der Nase steht das Maul quer, die Unterlippe ist verhornt und die Afterflosse kurz. In südbayerischen Seen lebt mit dem Seerüßling eine eigene, sehr ähnliche Art.
Im direkten Vergleich


Wo sie steht
Die Zährte lebt gesellig am Grund der mittleren und unteren Abschnitte größerer Flüsse, also in der Brachsen- und Barbenregion. Sie kommt auch im Brackwasser und in einigen Seen vor. Manche Bestände bleiben am Ort, andere wandern weit.
In Deutschland ist sie sehr selten. In Mecklenburg-Vorpommern hat sie sich wieder ausgebreitet, in Elbe und Weser nimmt sie ab. Im Rhein lebt eine Population, die dort nicht ursprünglich heimisch ist.
Standplätze im Bild
Wähle eine Jahreszeit: Der Fisch zeigt, wo die Art dann steht. Rot beschriftete Stellen gelten nur in der gewählten Zeit. Je mehr Fische im Bild, desto besser die Fangchance laut Fangkalender. Das Bild ist schematisch, jedes Gewässer ist anders.
Im Fluss
- Kiesige Flachstelle (Rausche)
- Ruhige Bucht mit Wasserpflanzen
Die Zährte lebt gesellig am Grund langsam fließender Unterläufe großer Flüsse. Ihre Nahrung sucht sie in der stillen Uferzone. Sie kommt auch im Brackwasser der Flussmündungen und in einigen Seen vor.
Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender im März und April kaum, im Mai möglich. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Ab Mitte April ziehen wandernde Bestände in großen Schwärmen flussauf bis in die Barbenregion. Gelaicht wird über Kies in flachem, schnell fließendem Wasser.
Sommer: Fangchance laut Fangkalender möglich. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Die Laichzeit reicht bis in den Juli. Danach kehren die Fische in ihre Fressgebiete zurück.
Herbst: Fangchance laut Fangkalender im September möglich, im Oktober und November kaum.
Winter: Fangchance laut Fangkalender kaum.
Wie sie frisst und laicht
Zährten suchen ihre Nahrung am Boden. Sie fressen Insektenlarven, Schnecken, kleine Muscheln, Würmer und Kleinkrebse und nehmen auch pflanzliche Kost.
Zur Laichzeit, die je nach Quelle von Mitte April oder Mai bis in den Juli reicht, ziehen die Fische in Schwärmen flussaufwärts. Gelaicht wird meist nachts in flachen, kiesigen oder pflanzenbestandenen Bereichen. Wehre unterbrechen diese Wanderung und gelten als wichtiger Grund für den Rückgang.
Wann sie beißt
Einen Fangkalender im üblichen Sinn gibt es für die Zährte nicht. Wenn überhaupt, geht sie in der warmen Jahreszeit als Beifang an den Haken, wenn in großen Flüssen mit kleinen Naturködern am Grund gefischt wird.
Im Frühjahr und Frühsommer stauen sich wandernde Fische unterhalb von Wehren. Solche Stellen solltest du dann meiden.
Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.
Womit du sie fängst
Gezieltes Angeln auf die Zährte empfehlen wir nicht. Als Beifang nimmt sie Köder, die auch Brachsen und Nasen fressen: Maden, kleine Würmer und andere tierische Naturköder dicht am Grund.
Hast du eine Zährte gehakt, löse den Haken möglichst im Wasser und setze den Fisch sofort zurück.
Erst auf die Afterflosse schauen: Die lange Afterflosse und die dunkle Schnauze sprechen für die Zährte, das quer stehende Maul mit Hornkante für die Nase.
Beifang kurz und schonend behandeln: Halte den Fisch im Wasser, fasse ihn nur mit nassen Händen an und verzichte auf langes Hantieren.
Passende Köder
Für diese Art zeigen wir bewusst keine Köder.
Stark gefährdet, in einzelnen Ländern vom Aussterben bedroht: nicht gezielt beangeln. Einen Beifang schonend zurücksetzen und das Landesrecht beachten.
Was du beachten musst
Die Zährte steht in der Roten Liste Deutschlands von 2023 als stark gefährdet. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gilt sie als vom Aussterben bedroht. Ob sie geschont ist, legt das Landesrecht fest.
Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.
Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.
Häufige Fragen (FAQ)
Sind Zährte und Rußnase dasselbe?
Ja. Rußnase ist ein anderer Name für die Zährte (Vimba vimba) und bezieht sich auf die dunkle Schnauze.
Wie unterscheide ich Zährte und Nase?
Die Zährte hat eine lange Afterflosse und ein hufeisenförmiges Maul ohne Hornrand. Die Nase hat eine kurze Afterflosse und eine hornige Unterlippe.
Darf ich auf Zährte angeln?
Das regelt das Landesrecht. Weil die Art stark gefährdet ist, raten wir vom gezielten Angeln ab.
Quellen
Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).
- Landesfischereiverband Bayern: Fischlexikon (Laichzeit, Lebensraum, Nahrung, Aktivität)
- Wikipedia: Zährte (Größe, Merkmale, Laichzeit, Gefährdung)
- FishBase: Vimba vimba (Höchstalter, Lebensraum, Nahrung)
- Rote-Liste-Zentrum: Zährte (Rote Liste der Süßwasserfische Deutschlands 2023: stark gefährdet)
KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.
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