Hornhecht

Der Hornhecht (Belone belone) ist ein sehr schlanker Schwarmfisch, der dicht unter der Oberfläche jagt. Im Frühjahr kommt er zum Laichen an die Küsten von Nord- und Ostsee. Auffällig sind der lange Schnabel und die grünen Gräten.

Naturkundetafel eines Hornhechts
Naturkundetafel von AngelMomente, KI-unterstützt entworfen.
  1. Stark verlängerte, schnabelartige Kiefer mit spitzen Zähnen; der Unterkiefer ist etwas länger
  2. Sehr schlanker Körper, Rücken- und Afterflosse sitzen weit hinten kurz vor dem Schwanzstiel
  3. Grüne Knochen und Gräten, gefärbt durch den harmlosen Farbstoff Biliverdin
Typische Größe45–70 cmmaximal etwa 90 cm
Gewichtselten über 1 kgHöchstwert um 1,3 kg
BesonderheitGrüne Grätenharmloser Farbstoff Biliverdin
AktivTagaktivdicht unter der Oberfläche

Fangchancen im Jahresverlauf

J–
F–
M–
A○
M◐
J◐
J◐
A○
S–
O–
N–
D–
  • Kaum Chancen
  • Möglich
  • Gut
  • Hauptsaison
  • Laichzeit (Schonzeit beachten)

Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.

Woran du ihn erkennst

Der Körper ist sehr lang und schlank. Die einzige Rückenflosse und die Afterflosse stehen sich weit hinten gegenüber, kurz vor dem Schwanzstiel. Die Schwanzflosse ist gegabelt.

Beide Kiefer sind zu einem Schnabel verlängert und mit spitzen Zähnen besetzt, der Unterkiefer ist etwas länger. Skelett und Gräten sind grün. Ursache ist der Farbstoff Biliverdin, er ist harmlos. Hornhechte werden meist 45 bis 70 Zentimeter lang und selten schwerer als ein Kilogramm.

Ausgewachsene Hornhechte sind an unseren Küsten kaum zu verwechseln. Jungfische sehen anders aus: Bei ihnen wächst zuerst der Unterkiefer, sodass sie Halbschnabelhechten ähneln. Erst mit etwa 12 Zentimetern gleichen sie den erwachsenen Tieren.

Wo er steht

Die Art lebt im Nordostatlantik von Island und Norwegen bis zur Biskaya, in der Nordsee und der westlichen Ostsee. Weitere Unterarten bewohnen Mittelmeer und Schwarzes Meer. Hornhechte schwimmen meist dicht unter der Oberfläche.

Im Frühjahr ziehen die Schwärme an die Küsten und laichen über Seegras. Sie stehen gern über steinigem, bewachsenem Mischgrund. Vom Ufer erreichst du sie an Molen, Seebrücken und Anlegern mit mitteltiefem Wasser.

Standplätze im Bild

Wähle eine Jahreszeit: Der Fisch zeigt, wo die Art dann steht. Rot beschriftete Stellen gelten nur in der gewählten Zeit. Je mehr Fische im Bild, desto besser die Fangchance laut Fangkalender. Das Bild ist schematisch, jedes Gewässer ist anders.

An der Küste

Schnitt vom Strand über Rinne und Sandbank bis ins tiefe Wasser. Die Standplätze der gewählten Jahreszeit stehen als Text darunter.StrandSandbankSeegrasSandgrundMischgrundOberflächeFrühjahr · Fangchance: möglichMischgrundTiefes WasserOberflächeSommer · Fangchance: gutOberflächeHerbst · Fangchance: kaumZu dieser Zeit nicht an der KüsteWinter · Fangchance: kaum
Bild seitlich verschieben, um das ganze Gewässer zu sehen.
  • Seegras, Kies und Steine im Flachen
  • Sandiger Grund
  • Steiniger Mischgrund
  • Tiefes, kälteres Wasser
  • Dicht unter der Oberfläche

Hornhechte sind Schwarmfische und schwimmen meist dicht unter der Meeresoberfläche. An der Küste sind sie nur in der warmen Jahreszeit. Vom Ufer erreichst du sie an Molen, Seebrücken und Anlegern.

Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender im März kaum, im April möglich, im Mai gut. Im Frühjahr kommen die Schwärme an die Küste und laichen im flachen Wasser über Seegraswiesen. Sie halten sich über Mischgrund und Sandgrund auf.

Sommer: Fangchance laut Fangkalender im Juni und Juli gut, im August möglich. Den Sommer über bleiben Hornhechte an der Küste, gern über Mischgrund. Von Juli bis September stehen sie eher über tieferem Wasser.

Herbst: Fangchance laut Fangkalender kaum. Mit dem Ende des Sommers ziehen die Schwärme in tiefe, entfernte Meeresgebiete.

Winter: Fangchance laut Fangkalender kaum. Den Winter verbringen Hornhechte in tiefen, weit entfernten Meeresgebieten.

Tiefe: Hornhechte schwimmen dicht unter der Oberfläche. Köder werden in etwa einem bis anderthalb Metern Tiefe angeboten.

Größenvergleich: Hornhecht typisch 45–70 cm, selten bis 90 cm, daneben ein Mensch von 1,80 m1,80 mselten bis 90 cmbis 70 cmab 45 cm
Größetypisch 45–70 cm, selten bis 90 cm
Aktive Tageszeiten: HornhechtNachtMorgenTagAbendNacht
AktivHornhechte jagen am Tag, bei Sonne sind sie aktiver als an dunklen Tagen.

Wie er jagt und laicht

Hornhechte sind tagaktive Räuber. Sie fressen kleine Fische wie Sandaale und junge Heringe, dazu Garnelen. Wie die Makrele unternehmen sie weite Wanderungen. Auf der Flucht und im Drill springen sie aus dem Wasser.

Gelaicht wird im Flachwasser, vor allem von Mai bis Juni. Die Eier tragen klebrige Fäden und haften an Steinen und Pflanzen. Die Larven schlüpfen nach drei bis fünf Wochen. Geschlechtsreif sind die Fische mit etwa zwei Jahren und 45 Zentimetern.

Wann er beißt

Als Faustregel gilt: Wenn der Raps blüht, sind die Hornhechte da. An der deutschen und dänischen Ostsee ist das Mitte bis Ende Mai, an der Nordsee etwas später. Die Saison dauert meist bis Ende August.

Sonniges Wetter gilt als günstiger als dunkle, kalte Tage. Mit dem Ende des Sommers ziehen die Schwärme wieder in tiefere, entfernte Meeresgebiete.

Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.

Womit du ihn fängst

Vom Ufer ist das Spinnfischen üblich. Geeignet sind schlanke, nicht zu lange Blinker, die zügig geführt werden. Am harten Schnabel greifen Haken schlecht. Deshalb müssen sie sehr scharf sein. Manche Blinker tragen statt des Drillings einen Seidenfaden, in dem sich die Zähne verfangen.

Die zweite Methode ist das Angeln mit Pose oder Wasserkugel. Als Köder dienen schmale Fetzen von Hering oder Makrele. Der Köder treibt etwa anderthalb Meter unter der Oberfläche. Leichtes Gerät genügt.

Haken nachschärfen: Der Kiefer ist hart und hornig. Stumpfe Haken fassen nicht, und der Fisch schüttelt sich im Sprung los.

Grüne Gräten sind unbedenklich: Die Farbe stammt vom Farbstoff Biliverdin. Auf die Verwertung hat sie keinen Einfluss.

Passende Köder

Schlanke Küstenblinker; an der Pose auch Fischfetzen.

Montagen zu diesen Ködern: Sbirolino-Montage, Posenmontage, Naturködermontage fürs Meer.

Alle Köder im Überblick

Was du beachten musst

Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.

Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.

Ob für den Hornhecht artspezifische Vorgaben gelten, regelt die Küstenfischereiverordnung des jeweiligen Landes. Die IUCN führt die Art als ungefährdet.

Häufige Fragen (FAQ)

Warum sind die Gräten grün?

Wegen des Farbstoffs Biliverdin. Er ist harmlos, der Fisch kann normal gegessen werden.

Wann ist Hornhecht-Saison?

An der Ostsee ab Mitte bis Ende Mai, etwa zur Rapsblüte. Meist endet sie Ende August.

Womit fange ich Hornhechte?

Mit schlanken, zügig geführten Blinkern oder mit Fischfetzen an der Pose, knapp unter der Oberfläche.

Quellen

Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).

KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.

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