Gründling

Der Gründling ist ein kleiner, geselliger Bodenfisch vieler Bäche, Flüsse und Seen mit sandigem oder kiesigem Grund. Du erkennst ihn an zwei Barteln und einer Fleckenreihe auf den Flanken. Für Angler ist er vor allem als Köderfisch von Bedeutung.

Naturkundetafel eines Gründlings
Naturkundetafel von AngelMomente, KI-unterstützt entworfen.
  1. Unterständiges Maul mit je einer kurzen Bartel in den Mundwinkeln
  2. Längsband mit einer Reihe dunkler, bläulich schimmernder Flecken auf der Flanke
  3. Relativ großer Kopf und große Schuppen am spindelförmigen Körper
Typische Größe10–15 cmhöchstens 20 cm
Alterbis 8 Jahrehöchstes berichtetes Alter
MerkmalZwei kurze BartelnFleckenreihe auf der Flanke
AktivTagsüberim Schwarm am Grund

Fangchancen im Jahresverlauf

J–
F–
M○
A○
M◐
J◐
J●
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S◐
O○
N–
D–
  • Kaum Chancen
  • Möglich
  • Gut
  • Hauptsaison
  • Laichzeit (Schonzeit beachten)

Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.

Woran du ihn erkennst

Der Gründling hat einen spindelförmigen, rundlichen Körper mit relativ großem Kopf und großen Schuppen. Das Maul ist unterständig. In den Mundwinkeln sitzt je eine kurze Bartel, mit der er den Boden abtastet.

Auf den Flanken verläuft ein Längsband mit einer Reihe dunkler, bläulich schimmernder Flecken. Die Oberseite ist graubraun oder grünlichbraun, die Unterseite heller. Gründlinge werden etwa 10 Zentimeter lang, selten mehr als 15 Zentimeter.

Junge Barben sehen dem Gründling ähnlich, haben aber vier Barteln statt zwei und eine längere Schnauze. Die Bachschmerle trägt noch mehr Barteln und sehr kleine Schuppen. Daneben gibt es seltenere Gründlingsarten wie den Stromgründling, die schwer zu unterscheiden sind.

Wo er steht

Der Gründling lebt im Schwarm am Grund klarer stehender und fließender Gewässer mit Sand- oder Kiesboden, vom kleinen Bach bis zum großen See.

Die Fische stehen dicht über dem Boden, oft in flachem Wasser. Bei Gefahr graben sie sich in den Untergrund ein. Verschlammung und Gewässerverschmutzung setzen der Art zu.

Standplätze im Bild

Wähle eine Jahreszeit: Der Fisch zeigt, wo die Art dann steht. Rot beschriftete Stellen gelten nur in der gewählten Zeit. Je mehr Fische im Bild, desto besser die Fangchance laut Fangkalender. Das Bild ist schematisch, jedes Gewässer ist anders.

Im Fluss

Draufsicht auf einen Flussabschnitt, die Strömung läuft von links nach rechts. Die Standplätze der gewählten Jahreszeit stehen als Text darunter.StrömungRauscheFrühjahr · Fangchance: möglichRauscheSommer · Fangchance: HauptsaisonRauscheHerbst · Fangchance: möglichRauscheWinter · Fangchance: kaum
Bild seitlich verschieben, um das ganze Gewässer zu sehen.
  • Kiesige Flachstelle (Rausche)

Der Gründling lebt im Schwarm stets am Grund über Sand oder Kies. Er besiedelt schnell fließende Flüsse und Bäche ebenso wie ruhigere Abschnitte und die Uferzone stehender Gewässer. Bei Gefahr gräbt er sich in den Untergrund ein.

Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender im März und April möglich, im Mai gut. Im Mai und Juni wird in flachem, fließendem Wasser an Steinen und Wasserpflanzen gelaicht.

Sommer: Fangchance laut Fangkalender im Juni gut, im Juli und August Hauptsaison.

Herbst: Fangchance laut Fangkalender im September gut, im Oktober möglich, im November kaum.

Winter: Fangchance laut Fangkalender kaum.

Größenvergleich: Gründling typisch 10–15 cm, selten bis 20 cm, darunter ein Lineal von 30 cm30 cmselten bis 20 cmbis 15 cmab 10 cm
Größetypisch 10–15 cm, selten bis 20 cm
Aktive Tageszeiten: GründlingNachtMorgenTagAbendNacht
AktivNormalerweise ist der Gründling tagsüber aktiv. Wird er von Räubern gestört, weicht er in lichtarme Zeiten aus.

Wie er frisst und laicht

Der Gründling frisst Insektenlarven, Weichtiere, kleine Krebstiere und Fischlaich. Normalerweise ist er tagsüber aktiv. Wird er von Räubern gestört, weicht er in Zeiten mit wenig Licht aus.

Gelaicht wird nachts im Mai und Juni bei Wassertemperaturen von 12 bis 18 °C. Die klebrigen Eier haften in flachen Bereichen an Steinen und Wasserpflanzen. In nahrungsreichen Gewässern laichen Gründlinge mehrmals in einer Saison.

Wann er beißt

Gründlinge sind vor allem in der warmen Jahreszeit zu fangen. Vom späten Frühjahr bis in den Frühherbst stehen die Schwärme im Flachen und fressen regelmäßig.

Mit sinkender Wassertemperatur werden die Bisse seltener, im Winter lohnt das gezielte Angeln kaum.

Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.

Womit du ihn fängst

Gefangen wird der Gründling mit der Stippe oder einer feinen Posenmontage. Der Köder muss am Grund liegen oder knapp darüber schleifen. Ein kleiner Haken mit einer Made, einem Pinkie oder einem Wurmstück genügt.

Eine kleine Menge feines Futter oder leicht aufgewühlter Boden zieht den Schwarm an den Platz. Der Biss zeigt sich meist als kurzes Zupfen an der Pose.

Köder auf den Grund: Stelle die Pose so ein, dass der Köder aufliegt. Ein Gründling steigt selten nach oben.

Köderfische nicht umsetzen: Der Gründling wurde als Köderfisch schon in Gewässer verschleppt, in denen er nicht vorkam. Bringe keine Köderfische in ein anderes Gewässer.

Passende Köder

Einzelne Made, Pinkie oder ein kleines Wurmstück an feiner Stippmontage direkt am Grund.

Montagen zu diesen Ködern: Posenmontage, Grundblei-Laufmontage.

Als Köderfisch nur tot verwenden; Regeln zum Köderfisch stehen in Landesrecht und Gewässerordnung.

Alle Köder im Überblick

Was du beachten musst

Der Gründling wird gern als Köderfisch verwendet. Das Angeln mit lebendem Köderfisch ist in Deutschland aus Tierschutzgründen grundsätzlich verboten, erlaubt ist nur der tote Köderfisch. Fang, Einsatz und Transport von Köderfischen regeln Landesrecht und Gewässerordnung.

Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.

Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie viele Barteln hat der Gründling?

Zwei, in jedem Mundwinkel eine. Die junge Barbe hat vier.

Darf ich den Gründling als Köderfisch verwenden?

Nur tot. Lebender Köderfisch ist in Deutschland grundsätzlich verboten. Näheres steht in Landesrecht und Gewässerordnung.

Kann man Gründlinge essen?

Ja. Paniert und gebraten gelten sie als wohlschmeckend, werden wegen ihrer Größe aber selten für die Küche gefangen.

Quellen

Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).

KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.

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