Rotfeder

Die Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) ist ein Schwarmfisch pflanzenreicher, stehender und langsam fließender Gewässer. Sie hält sich gern nah an Ufer und Oberfläche auf und wird oft mit dem Rotauge verwechselt.

Naturkundetafel einer Rotfeder
Naturkundetafel von AngelMomente, KI-unterstützt entworfen.
  1. Oberständiges Maul mit schräg nach oben gerichteter Maulspalte
  2. Die Rückenflosse beginnt deutlich hinter dem Ansatz der Bauchflossen
  3. Rote Flossen und messingfarben glänzende Flanken
Typische Größe20–30 cmmaximal bis 50 cm
Alterbis 19 JahreHöchstwert laut FishBase
MaulOberständigMaulspalte schräg nach oben
AktivMai–Septemberfrüh morgens und abends

Fangchancen im Jahresverlauf

J–
F–
M○
A◐
M◐
J●
J●
A●
S◐
O○
N–
D–
  • Kaum Chancen
  • Möglich
  • Gut
  • Hauptsaison
  • Laichzeit (Schonzeit beachten)

Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.

Woran du sie erkennst

Die Rotfeder hat einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körper. Das Maul ist oberständig, die Maulspalte zeigt schräg nach oben. Die Rückenflosse beginnt deutlich hinter dem Ansatz der Bauchflossen. Zwischen Bauchflossen und After bilden die Schuppen einen Kiel.

Rücken und Kopfoberseite sind graugrün bis braungrün, die Flanken glänzen gold- bis messingfarben. Die Iris ist gelblich. Bauch-, After- und Rückenflosse sind orange bis blutrot. Entlang der Seitenlinie sitzen 40 bis 43 große Schuppen. Meist wird die Rotfeder 20 bis 30 Zentimeter lang, maximal bis 50.

Die Rotfeder wird oft mit dem Rotauge verwechselt. Beim Rotauge ist das Maul endständig, Rücken- und Bauchflossen stehen senkrecht übereinander, die Bauchkante ist gerundet und die Iris rot. Bei der Rotfeder ist das Maul oberständig, die Rückenflosse sitzt weiter hinten, die Bauchkante ist gekielt und die Iris goldgelb.

Im direkten Vergleich

Naturkundetafel einer Rotfeder mit oberständigem Maul, roten Flossen und weit hinten ansetzender Rückenflosse
RotfederOberständiges Maul mit schräg nach oben gerichteter Maulspalte
Naturkundetafel eines Rotauges mit Merkmalen und Schuppenkleid
Rotauge (Plötze)Endständiges Maul ohne Kieferzähne

Wo sie steht

Die Rotfeder lebt in Seen, Teichen, Weihern und langsam fließenden Gewässern mit weichem Grund und viel Pflanzenwuchs. Sie ist stark an Wasserpflanzen gebunden, die ihr Deckung, Laichplatz und Nahrung bieten.

Im Sommer steht sie in verkrauteten Bereichen und an Schilfkanten, gern in Ufer- und Oberflächennähe. Im Winter zieht sie in tiefere Zonen.

Standplätze im Bild

Wähle eine Jahreszeit: Der Fisch zeigt, wo die Art dann steht. Rot beschriftete Stellen gelten nur in der gewählten Zeit. Je mehr Fische im Bild, desto besser die Fangchance laut Fangkalender. Das Bild ist schematisch, jedes Gewässer ist anders.

Im See

Schnitt durch einen See vom Ufer bis ins tiefe Wasser. Die Standplätze der gewählten Jahreszeit stehen als Text darunter.SchilfkanteKrautfeldFrühjahr · Fangchance: gut · LaichzeitSchilfkanteKrautfeldOberflächeSommer · Fangchance: HauptsaisonSchilfkanteKrautfeldHerbst · Fangchance: möglichTiefer GrundWinter · Fangchance: kaum
Bild seitlich verschieben, um das ganze Gewässer zu sehen.
  • Schilfkante
  • Seerosen und Krautfeld
  • Tiefer Grund
  • Dicht unter der Oberfläche

Die Rotfeder lebt im Schwarm in flachen, weichgründigen und pflanzenreichen Bereichen, gern nahe am Ufer. Die Schwärme stehen an Schilfkanten, zwischen Seerosen und in stark verkrauteten Abschnitten.

Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender im März möglich, im April und Mai gut. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Zum Laichen suchen die Schwärme flache, dicht bewachsene Uferstellen auf. Die Eier haften an Wasserpflanzen.

Sommer: Fangchance laut Fangkalender Hauptsaison. An warmen Tagen von Mai bis September nehmen die Schwärme Anflugnahrung von der Wasseroberfläche. Nach der Laichzeit bis zum Herbst wird die Rotfeder vor allem gefangen.

Herbst: Fangchance laut Fangkalender im September gut, im Oktober möglich, im November kaum.

Winter: Fangchance laut Fangkalender kaum. In den Wintermonaten suchen Rotfedern die tieferen Gewässerzonen auf.

Im Fluss

Draufsicht auf einen Flussabschnitt, die Strömung läuft von links nach rechts. Die Standplätze der gewählten Jahreszeit stehen als Text darunter.StrömungBuchtFrühjahr · Fangchance: gut · LaichzeitBuchtSommer · Fangchance: HauptsaisonBuchtHerbst · Fangchance: möglichBuchtWinter · Fangchance: kaum
Bild seitlich verschieben, um das ganze Gewässer zu sehen.
  • Ruhige Bucht mit Wasserpflanzen

Im Fluss lebt die Rotfeder in langsam fließenden, pflanzenreichen Abschnitten und in Altarmen mit weichem Grund.

Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender im März möglich, im April und Mai gut. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten.

Sommer: Fangchance laut Fangkalender Hauptsaison.

Herbst: Fangchance laut Fangkalender im September gut, im Oktober möglich, im November kaum.

Winter: Fangchance laut Fangkalender kaum. In den Wintermonaten suchen Rotfedern die tieferen Gewässerzonen auf.

Tiefe: Die Rotfeder hält sich gern in Ufer- und Oberflächennähe auf. Große Tiere stehen mitten im Schwarm oder darunter.

Größenvergleich: Rotfeder typisch 20–30 cm, selten bis 50 cm, darunter ein Lineal von 30 cm30 cmselten bis 50 cmbis 30 cmab 20 cm
Größetypisch 20–30 cm, selten bis 50 cm
Aktive Tageszeiten: RotfederNachtMorgenTagAbendNacht
AktivAm aktivsten sind Rotfedern in den frühen Morgenstunden und in der Abenddämmerung.

Wie sie jagt und laicht

Erwachsene Rotfedern fressen vor allem weichblättrige Wasserpflanzen und Algen, dazu Würmer, Insektenlarven, Schnecken und Anflugnahrung. Die Fische sind schreckhaft und reagieren schon auf kleine Störungen.

Gelaicht wird zwischen April und Juli bei etwa 18 °C. Die Schwärme suchen flache, dicht bewachsene Uferstellen auf und heften die klebrigen Eier an Wasserpflanzen. Je nach Temperatur schlüpfen die Larven nach 3 bis 10 Tagen.

Wann sie beißt

Die Rotfeder ist ein Sommerfisch. Ihre Hauptaktivität liegt an warmen Tagen von Mai bis September, wenn die Schwärme Anflugnahrung von der Oberfläche nehmen. Am aktivsten sind sie früh morgens und in der Abenddämmerung.

Im Winter stehen Rotfedern tief und fahren ihren Stoffwechsel stark herunter.

Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.

Womit du sie fängst

Rotfedern fängt man mit der Pose. Gut sind Köder, die langsam sinken oder schwimmen, etwa Brotflocke und Maden. Die Pose soll sich schnell aufrichten, denn der Köder wird oft schon im Absinken genommen. Blinker nennt eine leichte Matchrute mit Schnüren bis 0,20 Millimeter als übliches Gerät.

Steigen die Fische nach Insekten, lohnt die Fliegenrute mit buschiger Trockenfliege. Große Rotfedern stehen oft im oder unter dem Schwarm und werden eher am Grund gefangen.

Leise annähern: Ein Schwarm ist durch unvorsichtige Annäherung schnell verscheucht. Halte Abstand und wirf genau an die Schilfkante oder den Seerosenrand.

Gehakte Fische wegführen: Führe einen gehakten Fisch zügig vom Schwarm weg, damit die übrigen Fische am Platz bleiben.

Passende Köder

Brotflocke oder Grashüpfer an der Oberfläche; Mais, Maden, Teig oder kleine Trockenfliegen.

Montagen zu diesen Ködern: Waggler-Montage, Posenmontage, Grundblei-Laufmontage.

Alle Köder im Überblick

Was du beachten musst

Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.

Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.

Die Rotfeder gilt in der Roten Liste Deutschlands von 2023 als ungefährdet.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie unterscheide ich Rotfeder und Rotauge?

Rotfeder: Maul oberständig, Rückenflosse beginnt hinter den Bauchflossen, Iris goldgelb. Rotauge: Maul endständig, Rückenflosse über den Bauchflossen, Iris rot.

Was frisst die Rotfeder?

Vor allem Wasserpflanzen und Algen, dazu Insektenlarven, Würmer, Schnecken und Anflugnahrung.

Wann fängt man Rotfedern am besten?

An warmen Tagen von Mai bis September, vor allem früh morgens und abends.

Quellen

Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).

KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.

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