Güster

Die Güster (Blicca bjoerkna), auch Blicke oder Halbbrasse, ist ein hochrückiger Karpfenfisch stehender und langsam fließender Gewässer. Sie lebt in Schwärmen am Grund und wird oft mit jungen Brachsen verwechselt.

Naturkundetafel einer Güster
Naturkundetafel von AngelMomente, KI-unterstützt entworfen.
  1. Großes Auge: Der Durchmesser ist mindestens so groß wie die Schnauzenlänge
  2. Brust- und Bauchflossen am Ansatz rötlich
  3. Hochrückiger, seitlich stark abgeflachter, silbrig glänzender Körper
Typische Größe10–25 cmselten über 30 cm
LaichzeitMai–Junian Wasserpflanzen im Flachen
MerkmalGroßes AugeFlossenansätze rötlich
AktivBodennah im Schwarmlaut FishBase vor allem nachts

Fangchancen im Jahresverlauf

J–
F–
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M◐
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O○
N–
D–
  • Kaum Chancen
  • Möglich
  • Gut
  • Hauptsaison
  • Laichzeit (Schonzeit beachten)

Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.

Woran du sie erkennst

Die Güster hat einen sehr hochrückigen, seitlich stark zusammengedrückten Körper. Das Maul ist leicht unterständig und lässt sich nicht rüsselartig vorstülpen. Auffällig ist das große Auge: Sein Durchmesser entspricht mindestens der Schnauzenlänge.

Das Schuppenkleid glänzt silbrig, ohne den goldenen Ton älterer Brachsen. Die Ansätze von Brust- und Bauchflossen sind rötlich. Die lange Afterflosse hat einen dunklen Außenrand. Entlang der Seitenlinie sitzen 43 bis 46 Schuppen. Meist bleibt die Güster bei 10 bis 25 Zentimetern, große Fische erreichen gut 30 Zentimeter.

Die Güster wird vor allem mit der Brachse verwechselt. Die Brachse hat ein kleineres Auge, graue Flossenansätze und ein Maul, das sie weit vorstülpen kann. Außerdem wird sie deutlich größer. Beide Arten leben oft im selben Schwarm und können sich kreuzen.

Im direkten Vergleich

Naturkundetafel einer Güster mit großem Auge und rötlichem Flossenansatz
GüsterGroßes Auge: Der Durchmesser ist mindestens so groß wie die Schnauzenlänge
Naturkundetafel einer Brachse mit hochrückigem Körperbau
Brachse (Brasse, Blei)Lange Afterflosse mit 26 bis 31 Strahlen

Wo sie steht

Die Güster bewohnt Seen, Altwässer, Kanäle, Stauräume und langsam fließende Flüsse der Brachsenregion. Bevorzugt werden flache, warme Tieflandgewässer und pflanzenreiche Uferbereiche. Besondere Ansprüche an den Lebensraum stellt sie nicht.

Sie lebt gesellig und bodenorientiert, häufig zusammen mit Brachsen. Auf dem Grund großer, sandiger Flüsse kann sie sehr zahlreich sein. Zur Winterruhe zieht sie sich an tiefere Stellen zurück.

Standplätze im Bild

Wähle eine Jahreszeit: Der Fisch zeigt, wo die Art dann steht. Rot beschriftete Stellen gelten nur in der gewählten Zeit. Je mehr Fische im Bild, desto besser die Fangchance laut Fangkalender. Das Bild ist schematisch, jedes Gewässer ist anders.

Im See

Schnitt durch einen See vom Ufer bis ins tiefe Wasser. Die Standplätze der gewählten Jahreszeit stehen als Text darunter.KrautfeldFrühjahr · Fangchance: gutKrautfeldSommer · Fangchance: HauptsaisonKrautfeldHerbst · Fangchance: möglichTiefer GrundWinter · Fangchance: kaum
Bild seitlich verschieben, um das ganze Gewässer zu sehen.
  • Seerosen und Krautfeld
  • Tiefer Grund

Die Güster lebt gesellig in kleinen Schwärmen am Grund, bevorzugt in pflanzenreichen Uferbereichen. Häufig ist sie in flachen, warmen Seen des Tieflands.

Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender im März möglich, im April und Mai gut. Gelaicht wird ab Mai in Schwärmen an seichten, bewachsenen Uferstellen.

Sommer: Fangchance laut Fangkalender im Juni gut, im Juli und August Hauptsaison.

Herbst: Fangchance laut Fangkalender im September gut, im Oktober möglich, im November kaum.

Winter: Fangchance laut Fangkalender kaum. Zur Winterruhe ziehen sich Güstern an tiefere Stellen des Gewässers zurück.

Im Fluss

Draufsicht auf einen Flussabschnitt, die Strömung läuft von links nach rechts. Die Standplätze der gewählten Jahreszeit stehen als Text darunter.StrömungBuchtFrühjahr · Fangchance: gutBuchtSommer · Fangchance: HauptsaisonBuchtHerbst · Fangchance: möglichBuchtWinter · Fangchance: kaum
Bild seitlich verschieben, um das ganze Gewässer zu sehen.
  • Ruhige Bucht mit Wasserpflanzen

Im Fluss hält sich die Güster an ruhige, schwach strömende Abschnitte, Altwässer und Kanäle, dort bevorzugt an pflanzenreiche Ufer. Auf dem Grund großer, sandiger Flüsse ist sie oft sehr zahlreich.

Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender im März möglich, im April und Mai gut. Gelaicht wird ab Mai entlang der Ufer an Wasserpflanzen und Wurzeln, auch über flachem Kiesgrund.

Sommer: Fangchance laut Fangkalender im Juni gut, im Juli und August Hauptsaison.

Herbst: Fangchance laut Fangkalender im September gut, im Oktober möglich, im November kaum.

Winter: Fangchance laut Fangkalender kaum. Zur Winterruhe ziehen sich Güstern an tiefere Stellen des Gewässers zurück.

Tiefe: Die Güster lebt bodennah und sucht ihre Nahrung meist am Grund.

Größenvergleich: Güster typisch 10–25 cm, selten bis 30 cm, darunter ein Lineal von 30 cm30 cmselten bis 30 cmbis 25 cmab 10 cm
Größetypisch 10–25 cm, selten bis 30 cm
Aktive Tageszeiten: GüsterNachtMorgenTagAbendNacht
AktivFishBase beschreibt die Güster als überwiegend nachtaktiv.

Wie sie jagt und laicht

Güstern fressen am Grund Insektenlarven, Würmer, kleine Muscheln, Schnecken und Plankton, dazu pflanzliches Material. FishBase beschreibt die Art als überwiegend nachtaktiv.

Gelaicht wird im Mai und Juni, nach anderen Angaben bis in den Juli. Die Schwärme laichen unter lautem Plätschern an flachen, bewachsenen Ufern. Die klebrigen Eier haften an Wasserpflanzen. Die Männchen tragen dann einen feinen Laichausschlag.

Wann sie beißt

Güstern werden vor allem in der warmen Jahreszeit beim Friedfischangeln gefangen, meist zusammen mit Brachsen und Rotaugen. Während der Laichzeit stehen die Schwärme flach im Uferbereich.

Im Winter ziehen sie sich in tiefere Gewässerteile zurück.

Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.

Womit du sie fängst

Die Güster wird mit denselben Methoden gefangen wie Rotauge und Brachse: mit der feinen Posenmontage oder der Feederrute. Der Köder liegt am Grund oder schwebt knapp darüber, weil die Fische dort fressen.

Als Köder eignen sich Maden, Caster, kleine Würmer und Mais. Güstern bleiben klein, deshalb passen kleine Haken und kleine Köder. Feines Grundfutter hält den Schwarm am Platz.

Auf Hebebisse achten: Hebt die Güster den Köder vom Grund, steigt die Pose aus dem Wasser oder legt sich flach. Dann schlägst du an.

Am Auge bestimmen: Bist du unsicher, ob Güster oder junge Brachse, vergleiche Auge und Schnauze. Bei der Güster ist das Auge mindestens so groß, wie die Schnauze lang ist.

Passende Köder

Maden, Pinkies, Caster, kleine Mistwürmer und Mückenlarven.

Montagen zu diesen Ködern: Posenmontage, Grundblei-Laufmontage.

Alle Köder im Überblick

Was du beachten musst

Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.

Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.

Die Güster gilt in der Roten Liste Deutschlands von 2023 als ungefährdet.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie unterscheide ich Güster und Brachse?

Die Güster hat ein großes Auge, rötliche Ansätze an Brust- und Bauchflossen und kann das Maul nicht vorstülpen. Bei der Brachse sind die Flossenansätze grau.

Wie groß wird die Güster?

Meist 10 bis 25 Zentimeter. Wikipedia nennt für große Fische bis 36 Zentimeter.

Eignet sich die Güster als Speisefisch?

Ihr Fleisch gilt als wohlschmeckend, ist aber grätenreich. Als Speisefisch wird sie wenig geschätzt.

Quellen

Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).

KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.

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