Der Ukelei, auch Laube genannt, ist ein kleiner, silberner Schwarmfisch. Er lebt dicht unter der Oberfläche von Seen und ruhigen Flüssen und frisst Plankton und Insekten. Für Raubfische ist er ein wichtiger Futterfisch.
- Stark oberständiges Maul mit steil nach oben gerichteter Mundspalte
- Lange Afterflosse, die unter dem Ende der Rückenflosse beginnt
- Schlanker, silbern glänzender Körper mit locker sitzenden Schuppen
Fangchancen im Jahresverlauf
- Kaum Chancen
- Möglich
- Gut
- Hauptsaison
- Laichzeit (Schonzeit beachten)
Redaktionelle Einschätzung für Gewässer in Deutschland, kein Messwert und keine Garantie. Laichzeit ist nicht gleich gesetzliche Schonzeit.
Steckbrief und Quellen im FangkalenderAlle Arten im MonatsvergleichRegeln deines Bundeslandes
Woran du ihn erkennst
Der Ukelei hat einen schlanken, langgestreckten Körper. Das Maul ist stark oberständig, die Mundspalte zeigt steil nach oben. Die Afterflosse beginnt unter dem Ende der Rückenflosse und ist deutlich länger als diese.
Der Rücken ist grüngrau bis blaugrün, Seiten und Bauch glänzen silbern. Entlang der Seitenlinie sitzen 45 bis 54 Schuppen, die sich sehr leicht lösen. Ukeleis werden 12 bis 15 Zentimeter lang, selten bis 25 Zentimeter.
Junge Rotaugen und Hasel sind ähnlich silbrig, haben aber kein nach oben gerichtetes Maul und eine kürzere Afterflosse. Das Moderlieschen hat nur eine kurze, unvollständige Seitenlinie. Der Schneider trägt eine dunkle Doppellinie entlang der Seitenlinie.
Im direkten Vergleich




Wo er steht
Ukeleis leben in Schwärmen in Seen und langsam fließenden Gewässern von der Barben- bis zur Brachsenregion, auch im Brackwasser der Ostsee. Sie halten sich meist in Ufernähe dicht unter der Oberfläche auf.
Im Winter bilden sie große Ansammlungen in Altwassern und anderen ruhigen Bereichen.
Standplätze im Bild
Wähle eine Jahreszeit: Der Fisch zeigt, wo die Art dann steht. Rot beschriftete Stellen gelten nur in der gewählten Zeit. Je mehr Fische im Bild, desto besser die Fangchance laut Fangkalender. Das Bild ist schematisch, jedes Gewässer ist anders.
Im See
- Tiefer Grund
- Freiwasser
- Dicht unter der Oberfläche
Ukeleis leben in Schwärmen dicht unter der Oberfläche, im Freiwasser ebenso wie in Ufernähe. Dort nehmen sie Plankton und Insekten auf, die auf das Wasser fallen.
Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender im März möglich, im April und Mai gut. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Von April bis Juni wird im flachen Uferbereich gelaicht, an Steinen, Wurzelwerk und Wasserpflanzen.
Sommer: Fangchance laut Fangkalender im Juni gut, im Juli und August Hauptsaison.
Herbst: Fangchance laut Fangkalender im September gut, im Oktober möglich, im November kaum.
Winter: Fangchance laut Fangkalender kaum. Im Winter zieht sich der Ukelei in tiefere Bereiche oder an gut geschützte Stellen zurück.
Im Fluss
- Kiesige Flachstelle (Rausche)
- Ruhige Bucht mit Wasserpflanzen
- Freie Strömung in der Flussmitte
Im Fluss besiedelt der Ukelei das freie Wasser langsam fließender, mittlerer bis großer Flüsse der Barben- und Brachsenregion. Die Schwärme stehen nahe der Oberfläche, meist in Ufernähe.
Frühjahr: Fangchance laut Fangkalender im März möglich, im April und Mai gut. In diese Zeit fällt die Laichzeit, Schonzeiten beachten. Zur Laichzeit von April bis Juni suchen die Fische flache, überströmte Stellen auf.
Sommer: Fangchance laut Fangkalender im Juni gut, im Juli und August Hauptsaison.
Herbst: Fangchance laut Fangkalender im September gut, im Oktober möglich, im November kaum.
Winter: Fangchance laut Fangkalender kaum. Im Winter bilden Ukeleis große Ansammlungen in Altwassern und anderen ruhigen Bereichen.
Wie er frisst und laicht
Der Ukelei frisst Plankton und Insekten, die auf die Wasseroberfläche fallen. An windstillen Tagen verrät sich der Schwarm durch viele kleine Ringe.
Gelaicht wird von April bis Juni im Flachwasser. Die klebrigen Eier werden an Steinen, Wurzelwerk und Wasserpflanzen abgelegt. Als häufiger Kleinfisch ist der Ukelei eine wichtige Beute für Hecht, Zander, Rapfen und Barsch.
Wann er beißt
Die beste Zeit ist der Sommer. Dann steht der Schwarm an der Oberfläche und nimmt fast alles, was klein genug ist. Auch im späten Frühjahr und Frühherbst sind Ukeleis gut zu fangen.
Wird das Wasser kalt, ziehen sich die Schwärme in ruhige Bereiche zurück. Die Bisse werden dann seltener.
Die Monatsübersicht aller Arten und den Wassertemperatur-Check findest du im Fangkalender.
Womit du ihn fängst
Der Ukelei wird mit der Stippe oder einer sehr leichten Posenmontage gefangen. Die Pose wird flach eingestellt. Du brauchst einen sehr kleinen Haken und einen kleinen Köder: eine Made, ein Pinkie oder eine winzige Brotflocke.
Etwas feines Futter, das an der Oberfläche eine Wolke bildet, hält den Schwarm am Platz. Auch mit kleinsten Trockenfliegen lassen sich Ukeleis fangen. Der Anhieb muss schnell kommen.
Flach fischen: Ukeleis stehen oben. Stelle die Pose so ein, dass der Köder nur knapp unter der Oberfläche hängt.
Vorsichtig anfassen: Die Schuppen lösen sich sehr leicht. Fische, die du zurücksetzen willst, löst du am besten im Wasser.
Passende Köder
Einzelne Made oder Pinkie an flach eingestellter Stippmontage, kleine Brotflocke oder winzige Trockenfliege.
Montagen zu diesen Ködern: Grundblei-Laufmontage, Posenmontage.
Als Köderfisch nur tot verwenden; Regeln zum Köderfisch stehen in Landesrecht und Gewässerordnung.
Was du beachten musst
Der Ukelei ist ein verbreiteter Köderfisch, etwa für Zander und Rapfen. Das Angeln mit lebendem Köderfisch ist in Deutschland aus Tierschutzgründen grundsätzlich verboten, erlaubt ist nur der tote Köderfisch. Fang, Einsatz und Transport von Köderfischen regeln Landesrecht und Gewässerordnung.
Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmefenster legen die Bundesländer sowie die Fischereibehörden der Anrainerstaaten (Dänemark, Norwegen, Polen) fest. Sie variieren je nach Gewässertyp, Küstenabschnitt und Jahreszeit. Deshalb nennen wir keine starren Zahlen: Verbindlich sind stets die Fischereiverordnung deines Bundeslandes und dein Erlaubnisschein. Eine Linkliste der amtlichen Quellen findest du im Fangkalender.
Für maßige Fische, die entnommen werden dürfen, gilt die Pflicht zur sofortigen, tierschutzgerechten Betäubung und Tötung. Geschonte, untermaßige oder im Rahmen eines Entnahmefensters zu große Exemplare müssen mit nassen Händen äußerst schonend direkt im Wasser gelöst und zurückgesetzt werden.
Häufige Fragen (FAQ)
Sind Ukelei und Laube derselbe Fisch?
Ja. Laube ist der in Süddeutschland und Österreich übliche Name für Alburnus alburnus.
Woran erkenne ich einen Ukelei sicher?
Am steil nach oben gerichteten Maul, an der langen Afterflosse und an den locker sitzenden, silbernen Schuppen.
Wofür wurden Ukeleis früher genutzt?
Aus den Schuppen wurde Fischsilber gewonnen, mit dem man künstliche Perlen beschichtete.
Quellen
Die Einstufung der Fangchancen ist eine redaktionelle Einschätzung. Die Fakten stammen aus diesen Quellen, der Text ist in eigenen Worten formuliert. Die Illustration ist ein eigener Entwurf im Stil einer Naturkundetafel von AngelMomente (KI-unterstützt erstellt, siehe KI-Hinweis).
- Landesfischereiverband Bayern: Fischlexikon (Laichzeit, Lebensraum, Nahrung, Aktivität)
- Wikipedia: Ukelei (Größe, Schuppenzahl, Laichzeit, Köderfisch)
- FishBase: Alburnus alburnus (Lebensweise, Winterlager, Fang)
- Wikipedia: Köderfisch (Verbot des lebenden Köderfischs nach § 17 Tierschutzgesetz)
- Latorre et al. 2023, Reviews in Fish Biology and Fisheries 33: A review and meta-analysis of the environmental biology of bleak Alburnus alburnus (Fresszeiten, Tag-Nacht-Wanderung)
KI-unterstützt aus den genannten Quellen erstellt. Zahlen stehen nur im Text, wenn eine Quelle sie nennt. Zuletzt geprüft: 2. Oktober 2026. Fehler gefunden? Schreib uns. Wer hinter der Seite steht: Über uns.
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