Feedern

Beim Feedern wirfst du einen gefüllten Futterkorb zusammen mit dem Hakenköder aus. Das Futter legt eine Spur am Grund, die Fische anzieht, und die feine Rutenspitze zeigt dir den Biss an.

Feedern: Oben liegt die Feederrute am Ufer, ihre farbige Spitze ist durch den Biss gekrümmt, gestrichelt die Ruhelage. Der vergrößerte Ausschnitt zeigt den Futterkorb am Grund mit Futterwolke und Futterspur, daneben den Haken mit Wurm und zwei Fische am Futter.Feederspitzekrümmt sich: BissFutterkorbKöder am HakenFutterwolke
Abb. 1 · Feeder-Montage mit Futterspur: Der Haken liegt im Futter, die feine Spitze zeigt den Biss. KI-unterstützt gezeichnet, schematisch.

Was Feedern ausmacht

Feederrute mit bunter Spitze auf einer Ablage, davor Futterkorb und Futtereimer
Feederrute mit bunter Spitze auf einer Ablage, davor Futterkorb und Futtereimer.
KI-generiert

Feedern ist eine Form des Grundangelns mit Futter. Laut Blinker arbeitest du nach einem einfachen Kreislauf: anfüttern, fangen, erneut anfüttern. Der Futterkorb wird mit dem Haken ausgeworfen, beide liegen nah beieinander. Damit holst du Fische an eine Stelle und fängst sie direkt dort.

Die Methode wird vor allem auf Friedfische angewandt. Wer das Prinzip des Liegenlassens am Grund kennenlernen will, liest zuerst Grundangeln.

Futterkorb und Futterspur

Der Futterkorb ist ein Behälter, der mit Futter gefüllt wird und es nach dem Auswerfen am Grund abgibt. Er sitzt an der Schnur, daneben hängt an einem Vorfach der Haken mit Köder. Mit jedem Wurf entsteht Futter an der gleichen Stelle, die Futterspur und der Futterplatz wachsen.

  • Futterkorb: Er bringt das Futter gezielt an den Platz. Form und Gewicht wählst du vor allem nach der Strömung: Im Fluss muss er liegen bleiben und darf das Futter nicht zu früh verlieren.
  • Vorfach: Es trägt den Haken mit Köder und liegt am Korb, damit Köder und Futter beisammen bleiben.
  • Futter: Die Mischung stimmst du auf Jahreszeit und Zielfisch ab. Laut Blinker sollte die Futterstelle in kalten Monaten konzentrierter sein.
  • Köder: Maden, Würmer und Mais sind gängig. Madenzusatz im Futter erhöht laut Blinker die Lockwirkung.

Gleich werfen. Wirf möglichst immer an dieselbe Stelle. Dazu klemmst du die Schnur nach dem ersten Wurf in den Schnurclip der Rolle. Nur dann bleibt die Futterspur an einem Ort.

Spitzenbissanzeige

Beim Feedern zeigt die Spitze der Rute den Biss an. Sie ist fein genug, um auch vorsichtige Bisse sichtbar zu machen, und die obersten Zentimeter sind meist farbig. Laut Blinker liefert sie zwei Signale: kurze Zupfer bei kleineren Fischen und ein gleichmäßiges Krümmen, wenn ein größerer Fisch sich vom Angler entfernt.

Für den Wurf braucht die Rute genug Kraft, für die Bissanzeige eine feine Spitze. Beides vereint die Feederrute, die oft mit austauschbaren Spitzen geliefert wird. Eine weiche Spitze zeigt Bisse deutlicher, ist aber bei starker Strömung weniger geeignet.

Ablauf am Wasser

  • Futter anrühren: Feuchte es vorsichtig an und stimme es auf Jahreszeit und Fischart ab.
  • Korb füllen und auswerfen: Wirf zielgenau, halte die Schnur gespannt und lege die Rute ab.
  • Spitze beobachten: Achte auf Zupfer und Krümmen.
  • Anschlagen: Schlage an, wenn die Spitze deutlich ausschlägt, und drille den Fisch mit sauber eingestellter Bremse.
  • Nachfüttern: Fülle den Korb bei jedem Einholen neu und wirf nach einem Fang zügig wieder an dieselbe Stelle.

Zielfische

Laut Blinker eignet sich das Feedern für Rotaugen, Brassen, Schleien und Karpfen. Mehr zu den Arten: Rotauge, Brachse, Schleie, Karpfen. Wer Fische in einer festen Tiefe befischen will, nimmt statt des Korbs eine Pose, siehe Posenangeln.

In kaltem Wasser kommt es auf einen kleinen, konzentrierten Futterplatz an, mit steigender Temperatur darf er breiter werden. Notiere dir, welche Futtermischung und welcher Köder Bisse gebracht haben, damit du die Zusammenstellung beim nächsten Mal wiederholen kannst.

Typische Fehler

  • Unregelmäßige Würfe: Die Futterspur verteilt sich und der Köder liegt neben dem Futter.
  • Feederspitze unpassend: Zu steif sieht man leise Bisse nicht, zu weich verbiegt die Strömung.
  • Schnur durchhängend: Bisse kommen undeutlich an der Spitze an.

Häufige Fragen

Mehr Antworten rund ums Angeln: Alle häufigen Fragen im Überblick

Worin liegt der Unterschied zum normalen Grundangeln?

Beim Feedern bringt der Futterkorb Futter und Köder gleichzeitig an dieselbe Stelle. Beim Grundangeln liegt meist nur der Köder am Grund.

Was ist eine Futterspur?

Das ist der Futterbereich am Grund, der durch wiederholte Würfe mit dem Futterkorb entsteht und Fische an den Haken führt.

Brauche ich eine besondere Rute?

Eine Feederrute ist stark genug für den Wurf mit Korb und hat eine feine Spitze zur Bissanzeige. Für den Anfang beraten dich die Quellen unten und dein Gerätehändler vor Ort.

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Quellen

Alle Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr. Beachte Gewässerordnung und Landesrecht, besonders zu Anfütterung und Futtermengen.