Reviere · Österreich

Salzburg

Im Land Salzburg fischst du an Gebirgsflüssen wie Salzach, Saalach, Lammer und Gasteiner Ache, an den Seen im Salzburger Seenland und am Zeller See. Hoch in den Tauern liegen Hunderte kleine Bergseen. Als Gast bekommst du schon für einen einzigen Tag eine Fischerkarte.

Papiere
Gastfischerkarte, Lizenz des Bewirtschafters und Lichtbildausweis

Stand Oktober 2026

Im Gewässeratlas zeigenRegeln auf einen Blick

Lagekarte: Österreich mit dem Bundesland Salzburg rot markiertSalzburg
Abb. 1 · Lage in Österreich, rot hervorgehoben. KI-unterstützt gezeichnet, Umrisse aus Natural Earth (gemeinfrei).

Auf einen Blick

Papiere
Gastfischerkarte, Lizenz des Bewirtschafters und Lichtbildausweis
Mindestmaße, Schonzeiten und Fanglimits
FischMindestmaßSchonzeitHinweis
Bachforelle25 cm1.10.–28.2.ab 800 m Seehöhe 22 cm
Regenbogenforelle–keine
Äsche33 cm1.1.–31.5.
Huchen85 cm1.2.–31.5.
Seeforelle50 cm1.10.–31.12.
Seesaibling25 cm16.10.–31.12.
Renke (Reinanke)33 cm1.11.–31.12.
Hecht50 cm1.2.–30.4.
Zander40 cm16.3.–31.5.
Barbe35 cm1.5.–15.6.
Aalrutte35 cm1.12.–31.3.
Nase–ganzjährig geschontRapfen ebenso

Schonzeiten-Mindestlängen-Verordnung des Landesfischereiverbands Salzburg, auch im Salzburger Teil der Grenzgewässer. Bewirtschafter und Lizenz können strenger sein. Stand: Oktober 2026. Maßgeblich sind die Verordnung und dein Erlaubnisschein.

Lage und Gewässer

Die Salzach ist mit rund 225 Kilometern bis zur Mündung in den Inn der größte Fluss des Landes, fast drei Viertel der Landesfläche entwässern zu ihr. Bei Anthering ist sie Grenzfluss zu Bayern. Auch die Saalach entspringt in Salzburg und hat eine Grenzstrecke zu Bayern. Lammer und Gasteiner Ache zählt das Land zu seinen großen Fließgewässern.

Die größeren Seen:

  • Obertrumer See, Mattsee und Grabensee: Die drei Seen im Seenland waren einst ein einziger See und liegen auf 502,8 Metern. Der Obertrumer See misst 4,8 km² und ist bis 36,3 Meter tief, der Mattsee 3,6 km² bei 42,3 Metern, der Grabensee 1,3 km² bei 14 Metern.
  • Wallersee: 5,9 km², bis 23,3 Meter tief.
  • Zeller See: 4,55 km², bis 69,8 Meter tief, auf 749,7 Metern im Pinzgau.
  • Bergseen: 426 kleine Seen liegen über 1.600 Metern. Im Nationalpark Hohe Tauern gilt für die Fischerei das Landesrecht, in Sonderschutzgebieten können eigene Regeln gelten.

Fuschlsee und Wolfgangsee findest du im Steckbrief Salzkammergut.

Fische und beste Zeit

In Salzburgs Flüssen sind Bachforelle und Regenbogenforelle am häufigsten, in den Seen Reinanke, Hecht und Karpfen. Die Gebirgsbäche sind Forellen- und Äschenreviere, einzelne auch Barbenreviere. In der Salzach lebt mit der Salzachäsche eine heimische Form der Äsche.

  • Trumer Seen: Hier leben unter anderem Reinanke, Hecht, Zander, Seeforelle, Karpfen, Schleie, Wels, Flussbarsch und Aalrutte. Im Obertrumer See ist die Renke ursprünglich, einen Seesaibling gab es dort nie. Neben Anglern fischen dort Berufsfischer mit Netzen.
  • Wallersee: Befischt werden vor allem Hecht, Zander, Barsch, Aal und Brachse. Neben Besatzhechten lebt dort eine seit rund 11.000 Jahren heimische Hechtpopulation.
  • Zeller See: Er gehört zu den wenigen Seen in Österreich und Deutschland, in denen die Seelaube vorkommt.
  • Bergseen: Die Fische der Hochgebirgsseen gelten als genetische Reserve. Im Tappenkarsee leben Seesaiblinge, die aus dem Königssee stammen.

Wann welche Art beißt, zeigt der Fangkalender.

Papiere und Erlaubnis

Nach dem Salzburger Fischereigesetz 2002 brauchst du als Gast eine Fischerkarte und die Erlaubnis des Bewirtschafters. Den Angelschein nennt man hier Fischerkarte, für Gäste gibt es die Gastfischerkarte:

  • Gastfischerkarte: Sie gilt 24 Stunden, eine Woche oder zwei Wochen im ganzen Bundesland. Du bekommst sie ab 12 Jahren beim Bewirtschafter oder bei einer Ausgabestelle, die der Landesfischereiverband ermächtigt hat. Eine Fischerprüfung brauchst du dafür nicht, die verlangt das Land erst für die Jahresfischerkarte.
  • Lizenz: Die Erlaubnis des Bewirtschafters gilt für sein Gewässer. Beim Fischen hast du Gastfischerkarte, Lizenz und einen amtlichen Lichtbildausweis dabei. Nach dem Fischen meldest du dem Bewirtschafter, was du gefangen hast.
  • Kinder: Bis zum 15. Geburtstag dürfen sie ohne Fischerkarte fischen, wenn ein volljähriger Fischereiberechtigter sie begleitet.

Für die Jahresfischerkarte erkennt die Salzburger Fischereiverordnung 2020 Fischerprüfungen aus vielen deutschen Ländern an, darunter Bayern und Baden-Württemberg.

Besondere Regeln

Schonzeiten und Mindestlängen legt der Landesfischereiverband in seiner Schonzeiten-Mindestlängen-Verordnung fest, die Werte der wichtigsten Arten stehen im Kasten „Auf einen Blick“. Ganzjährig geschont sind unter anderem Nase, Hasel, Rapfen und Nerfling (Aland). Im Salzburger Teil der Grenzgewässer gelten diese Werte oder die strengeren des Bewirtschafters. Fische unter dem Maß setzt du sofort und schonend zurück (Fisch zurücksetzen). Nicht erlaubt sind lebende Wirbeltiere als Köder, außer die Landesregierung gestattet sie einem Bewirtschafter. Lebende oder tote Krebse als Köder, künstliche Lichtquellen und chemische Leuchtstoffe wie Knicklichter sind verboten. Deine Ruten lässt du nie unbeaufsichtigt liegen.

Der eingeschleppte Signalkrebs lebt fast im ganzen Land, im Zeller See auch der Kamberkrebs. Der Sonnenbarsch ist in den Trumer Seen und im Wallersee nachgewiesen. Die Quaggamuschel ist in Salzburgs Seen bisher nicht offiziell gesichtet. Kontrolliere, entleere und reinige Boot und Gerät bei jedem Gewässerwechsel, lass alles mindestens vier Tage trocknen und nimm nie gebietsfremde Köderfische.

Stand: Oktober 2026. Maßgeblich sind das Salzburger Fischereigesetz 2002, die Schonzeiten-Mindestlängen-Verordnung des Landesfischereiverbands und die Bedingungen auf deiner Lizenz, die strenger sein können.

Sicherheit

An Grabensee, Mattsee, Obertrumer See, Wallersee, Zeller See sowie Fuschlsee und Wolfgangsee stehen 22 Sturmwarnleuchten. Das Land schaltet sie ein, wenn Windböen über 60 km/h erwartet werden, dann blinken sie im Sekundentakt. Verlass das Wasser in diesem Fall so schnell wie möglich.

An Salzburgs Flüssen stehen viele Wasserkraftwerke, das Land zählt über 500 Anlagen. Prüf vor dem Waten den Pegel bei Hydris Online und geh nicht weiter hinein, wenn das Wasser steigt. Mehr unter Ufer und Wathose, Boot und Schwimmweste und Gewitter und Wetter.

Passend dazu

Quellen

Wegweiser ohne Gewähr, Stand Oktober 2026. Maßgeblich sind das Salzburger Fischereirecht, die Schonbestimmungen des Landesfischereiverbands und die Bedingungen auf deiner Lizenz.